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Percy Stows Stummfilmverfilmung von Shakespeares Drama The Tempest

Título: Percy Stows Stummfilmverfilmung von Shakespeares Drama The Tempest

Trabajo , 2002 , 26 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Markus Baumann (Autor)

Filología inglesa y estudios literarios: Literatura comparada
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Literaturverfilmungen gibt es, seit es Filme gibt und häufig handelt es sich dabei um Umsetzungen dramatischer Texte. In vielen Fällen folgen diese sogenannten Verfilmungen aber nur teilweise oder nur in einzelnen Aspekten ihren literarischen Vorlagen. Die Bandbreite geht von der Abfilmung einer Aufführung im Theater, wie es zum Beispiel in Peter Schönhofers Abfilmung der Faustaufführung von Peter Stein geschieht, bis zu angelehnten Filmen,1 wie zum Beispiel die Verwendung des Stoffes von Shakespeares Romeo and Juliet in John Maddens Shakespeare in Love. Dazwischen findet sich nahezu jede Art der Abstufung.

Im Folgenden werde ich nun ,,The Tempest" von Percy Stow, ein frühes Beispiel der Dramenverfilmung, eingehend auf seine Unterschiede zu seiner literarischen Vorlage hin untersuchen. Dabei sollen die Auswirkungen dieser Veränderungen auf die Aussage des Werkes dargestellt und die Motivation des Regisseurs für diese Veränderungen geklärt werden. Zum Abschluß werde ich den Film in die Reihe der Literaturverfilmungen, zwischen Theaterabfilmung und angelehntem Film, einordnen und es soll gezeigt werden, daß die Bezeichnung ,fokussierte Verfilmung`, die ich, in einer Typologie der Literaturverfilmungen in Punkt 2.5.1 entwickeln werde, die vorliegende Art der Verfilmung am besten charakterisiert.
[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1) Die Bandbreite der Literaturverfilmung

2) Percy Stows Film „The Tempest“ von 1908

2.1) Sequenzplan und Szenenprotokolle des Films

2.1.1) Szenenplan von Percy Stows „The Tempest“

2.1.2) Szenenprotokoll Szene 4 (Ariels Befreiung aus dem Baum)

2.1.3) Szenenprotokoll Szene 10 (Ferdinand und Miranda im Wald beim Holzstapeln)

2.2) Unterschiedliche Akzentsetzungen von Film und Drama

2.2.1) Auslassung der politischen Dimension

2.2.1.1) Fehlende Motivation für den Sturm

2.2.1.2) Fehlende Motivation für die ‚Versöhnungsszene‘

2.2.2) Verstärkung der magischen Elemente im Film

2.2.3) Verstärkung der Liebesthematik im Film

2.2.4) Fokussierung auf das Inselgeschehen

2.2.4.1) Auflösung des erzählten Rückblicks in Akt 1 Szene 2

2.2.4.2) Verlust der Deckungsgleichheit zwischen Handlungs- und Aufführungszeit

2.3) Der Film und seine Kürzungen im Kontext der Aufführungsgeschichte

2.3.1) Geschichte der Veränderungen bei Aufführungen von den Kings Men bis Tree

2.3.2) Trees Einfluß auf Stows Film

2.4) Motivationen der Veränderungen zu Shakespeares Tempest

2.5) Stows „The Tempest“: ‚anlehnender Film‘ oder ‚fokussierte Verfilmung‘

2.5.1) Typologie der Literaturverfilmung

2.5.2) Percy Stows „The Tempest“, eine ‚fokussierte Verfilmung‘

3) Stows „The Tempest“, kein Film für die Masse.

Zielsetzung und Themenfelder

Die vorliegende Arbeit untersucht Percy Stows Stummfilmverfilmung von Shakespeares The Tempest aus dem Jahr 1908 im Hinblick auf seine Abweichungen von der literarischen Vorlage, analysiert die Beweggründe des Regisseurs für diese Veränderungen und ordnet den Film in eine selbst entwickelte Typologie der Literaturverfilmungen ein.

  • Analyse der narrativen und strukturellen Veränderungen gegenüber der Shakespeare-Vorlage
  • Untersuchung der Motivationen des Regisseurs für die radikalen Kürzungen und Umstrukturierungen
  • Einordnung des Films in den Kontext der Theater-Aufführungsgeschichte um 1900
  • Entwicklung einer Typologie zur Kategorisierung von Literaturverfilmungen
  • Charakterisierung von Stows Arbeit als "fokussierte Verfilmung"

Auszug aus dem Buch

2.5.1) Typologie der Literaturverfilmung

Wenn man nun, anstelle des literarischen Werkes, eine Verfilmung setzt, kann man dem lesenden Regisseur ebenso eine aktive Rezeption zugestehen. Dieser lesende Regisseur hat nun verschiedene Möglichkeiten, das literarische Original in sein Zielmedium Film zu übersetzen und so das Werk aktiv zu lesen:

Zum Ersten kann er versuchen, die ‚Intention‘ des Autors des Originals zu ermitteln und diese detailgetreu in den Film zu übersetzen. Diese Methode möchte ich als ‚autorintendierte Verfilmung‘ bezeichnen. Als Beispiel für diese Methode der filmischen Übersetzung ist Hamlet von Kenneth Brannagh zu nennen, der sich bemüht, alle Aspekte des Originals auszuführen und keinen Aspekt verstärkt abschwächt oder gar hinzufügt bzw. kürzt.

Als zweite Möglichkeit kann der Regisseur auch einen Teilaspekt des Originals, der ihm interessant erscheint, auswählen und seine Verfilmung auf diesen Aspekt hin ausrichten. Stellen des Originals, die diesem Aspekt nicht dienen, kann er streichen und andere Stellen, die diesen Aspekt beinhalten, verstärken oder verdeutlicht darstellen. Der Regisseur wirft hier seinen Blick, wie mit einer Kamera auf das Original, sucht den ihm wichtigen Aspekt, richtet den Fokus darauf und streicht alle anderen Aspekte des Originals aus seinem Blickfeld. Daher nenne ich diese Methode, die ‚fokussierte Verfilmung‘. Hier findet eine stark interpretierende Übersetzung des Originals statt, bei der Handlung und Figuren des Originals grundsätzlich, wenn auch möglicherweise gekürzt, beibehalten werden. Als Beispiel hierfür ist der hier behandelte Film "The Tempest" von Percy Stow zu sehen, was ich im folgenden noch näher ausführen werde.

Die dritte und freieste Methode ist, eine neue Handlung zu erstellen, die sich lediglich Anleihen am Original nimmt oder aus ihm entspringt. Der Regisseur übersetzt hier das Original nicht mehr in das Medium Film, sondern nutzt es lediglich als Folie oder Ideengeber für seinen eigenen Film. Da der Regisseur hier seinen Film lediglich leicht an das Original ‚anlehnt‘, nenne ich das Produkt dieser Methode einen ‚angelehnten Film‘.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Die Bandbreite der Literaturverfilmung: Einleitung in das Thema, die Spanne der Adaptionsmöglichkeiten und Vorstellung der Forschungsabsicht.

2) Percy Stows Film „The Tempest“ von 1908: Hauptteil, der den Film durch Sequenzpläne und Szenenprotokolle analysiert sowie inhaltliche Abweichungen, Motivationen und die Rezeptionsgeschichte beleuchtet.

3) Stows „The Tempest“, kein Film für die Masse.: Fazit, das den Film historisch würdigt und trotz seines damaligen Misserfolgs als bedeutendes Werk für Filmenthusiasten einordnet.

Schlüsselwörter

Percy Stow, The Tempest, Shakespeare, Literaturverfilmung, Stummfilm, fokussierte Verfilmung, Dramenverfilmung, Rezeptionsästhetik, Filmgeschichte, Inselgeschehen, Magie, Adaption, Regiearbeit, 1908, Clarendon Film Company

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der filmischen Adaption von Shakespeares Drama The Tempest durch den Regisseur Percy Stow im Jahr 1908 und untersucht dessen Abweichungen vom Original.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Unterschiede zwischen Film- und Dramenstruktur, die Auslassung politischer Dimensionen, die Verstärkung von Magie und Liebesthematik sowie die Aufführungsgeschichte des Stückes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die spezifische Art der Adaption durch Stow zu analysieren, seine Regiemotivationen zu klären und den Film in eine neue, in der Arbeit entwickelte Typologie einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt die filmphilologische Analyse sowie Ansätze der Rezeptionsästhetik, um den Transformationsprozess vom literarischen Text zum Film zu beschreiben.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte filmische Sequenzierung, eine Untersuchung der inhaltlichen Umgestaltung (insbesondere Kürzungen und Fokusverschiebungen) sowie den Vergleich mit zeitgenössischen Theaterinszenierungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie fokussierte Verfilmung, Stummfilm, Shakespeare-Adaption, Regie-Intention und filmphilologische Analyse.

Wie unterscheidet sich Stows Fassung von Shakespeares Original im Hinblick auf den Rückblick?

Stow löst den erzählten Rückblick aus Akt 1 Szene 2 vollständig auf und stellt die Ereignisse szenisch dar, um die für das Medium Stummfilm schwierige Erzählform zu umgehen.

Inwiefern beeinflusste Herbert Beerbohm Tree den Film von Percy Stow?

Stow orientierte sich stark an der zeitgenössischen Theater-Inszenierung von Tree, was sich in Kostümen, der Fokussierung auf die Inselhandlung sowie der Streichung des Epilogs widerspiegelt.

Final del extracto de 26 páginas  - subir

Detalles

Título
Percy Stows Stummfilmverfilmung von Shakespeares Drama The Tempest
Universidad
LMU Munich  (Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft)
Curso
Probleme der Literaturverfilmung
Calificación
1
Autor
Markus Baumann (Autor)
Año de publicación
2002
Páginas
26
No. de catálogo
V6458
ISBN (Ebook)
9783638140218
Idioma
Alemán
Etiqueta
Percy Stows Stummfilmverfilmung Shakespeares Drama Tempest Probleme Literaturverfilmung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Markus Baumann (Autor), 2002, Percy Stows Stummfilmverfilmung von Shakespeares Drama The Tempest, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6458
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