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Naive Theorien über wirtschaftliche Zusammenhänge

Title: Naive Theorien über wirtschaftliche Zusammenhänge

Seminar Paper , 2006 , 22 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Robin Wuchter (Author)

Psychology - Social Psychology
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Summary Excerpt Details

Wenn die Ergebnisse jahrelanger Forschung im politischen Tagesgeschäft als „Professorengeschwätz“ abgetan werden, welche Vorstellungen macht sich dann „Otto Normalverbraucher“ über die Zusammenhänge unseres Wirtschaftssystems? Wieso beschäftigt er sich überhaupt mit derart komplexen Problemen, auf die selbst Experten oft keine klaren Antworten liefern können? Um es mit den Worten von Williams (1977, S. 12) zu sagen: “If a car breaks down nobody but a fool expects to be able to repair it without some elementary understanding of the mechanism, and the economic system is a good deal more dangerous to tinker around with than a car. Unfortunately it is also much more difficult to understand.” Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Allerweltstheorien, die sich trotz mangelnder Fachkenntnis auf dem Gebiet der Wirtschaftswissenschaft bilden. Sie sollen in Art, Struktur und Funktion dargestellt werden um die Frage zu klären, wie „naiv“ diese Theorien tatsächlich sind. [...]

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Inhaltsverzeichnis

1. Einführung:

2. Grundlagen

2.1. Warum sind naive Theorien von Interesse für die Wissenschaft?

2.2. Woher stammen die Informationen zur Bildung naiver Theorien?

2.3. Theoretischer Hintergrund: Attributionstheorie

3. Naive Theorien zu wirtschaftlichen Problemen

3.1. Arbeitslosigkeit

3.2. Armut und Reichtum

3.3. Inflation

4. Kognitive Modelle naiver Wirtschaftstheorien

5. Zusammenfassung

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Beschaffenheit, Struktur und Funktion von sogenannten Allerweltstheorien – also naiven Alltagstheorien –, die sich Laien über komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge bilden. Dabei wird analysiert, inwieweit diese Theorien, trotz oft fehlender fachwissenschaftlicher Expertise, als in sich konsistente und komplexe kognitive Modelle fungieren.

  • Die psychologische Basis der Ursachenzuschreibung (Attributionstheorie).
  • Informationsquellen für das Zustandekommen naiver Wirtschaftstheorien (Medien, Politik, Umfeld).
  • Empirische Fallbeispiele zur Wahrnehmung von Arbeitslosigkeit, Armut und Inflation.
  • Die Rolle kognitiver Landkarten zur Abbildung wirtschaftlicher Denkmodelle.
  • Der wissenschaftliche Mehrwert durch die Kombination verschiedener Erhebungsmethoden.

Auszug aus dem Buch

1. Einführung:

Wenn die Ergebnisse jahrelanger Forschung im politischen Tagesgeschäft als „Professorengeschwätz“ abgetan werden, welche Vorstellungen macht sich dann „Otto Normalverbraucher“ über die Zusammenhänge unseres Wirtschaftssystems? Wieso beschäftigt er sich überhaupt mit derart komplexen Problemen, auf die selbst Experten oft keine klaren Antworten liefern können? Um es mit den Worten von Williams (1977, S. 12) zu sagen:

“If a car breaks down nobody but a fool expects to be able to repair it without some elementary understanding of the mechanism, and the economic system is a good deal more dangerous to tinker around with than a car. Unfortunately it is also much more difficult to understand.”

Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Allerweltstheorien, die sich trotz mangelnder Fachkenntnis auf dem Gebiet der Wirtschaftswissenschaft bilden. Sie sollen in Art, Struktur und Funktion dargestellt werden um die Frage zu klären, wie „naiv“ diese Theorien tatsächlich sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung motiviert die Fragestellung nach der Entstehung und Qualität von Alltagstheorien über Wirtschaftssysteme und stellt die Relevanz einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung damit dar.

2. Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Definition naiver Theorien, deren Informationsquellen (Medien, Politik, Umfeld) und führt die Attributionstheorie als theoretisches Fundament ein.

3. Naive Theorien zu wirtschaftlichen Problemen: Hier werden empirische Erkenntnisse zur Wahrnehmung spezifischer Problemfelder wie Arbeitslosigkeit, Armut, Reichtum und Inflation dargelegt.

4. Kognitive Modelle naiver Wirtschaftstheorien: Das Kapitel analysiert, wie hinter naiven Theorien stehende kognitive Strukturen durch Modelle (wie Landkarten) abgebildet werden können und welche Rolle dabei die Kombination von Erhebungsmethoden spielt.

5. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass naive Theorien zwar oft ökonomische Sachkenntnis vermissen lassen, aber dennoch überraschend komplexe und in sich schlüssige Erklärungsmodelle darstellen.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der im Text zitierten wissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Naive Theorien, Alltagstheorien, Wirtschaftspsychologie, Attributionstheorie, Arbeitslosigkeit, Armut, Reichtum, Inflation, Kognitive Modelle, Ursachenzuschreibung, Wirtschaftsdenken, Laienverständnis, Psychologie des Wohlfahrtsstaates, Informationsquellen, Wirkungszusammenhänge.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Psychologie wirtschaftlicher Zusammenhänge und analysiert, wie Laien sich ohne tiefgehendes Expertenwissen Theorien über wirtschaftliche Abläufe bilden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die psychologischen Mechanismen der Ursachenzuschreibung (Attribution) bei wirtschaftlichen Problemen wie Arbeitslosigkeit, Armut und Inflation.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, ob diese sogenannten naiven oder Alltagstheorien tatsächlich „naiv“ sind oder ob sie eine überraschend komplexe und in sich schlüssige Struktur aufweisen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Auseinandersetzung mit der Attributionstheorie sowie auf die Auswertung und Diskussion bestehender empirischer Studien, die Fragebögen und freie Interviews kombinierten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Informationsquellen naiver Theorien, diskutiert Attributionen zu verschiedenen ökonomischen Phänomenen und vergleicht kognitive Modelle (kognitive Landkarten) zur Abbildung dieser wirtschaftlichen Denkweisen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Naive Theorien, Attributionstheorie, Alltagstheorien, wirtschaftliche Zusammenhänge und kognitive Modelle.

Inwiefern beeinflussen Medien und Parteien das wirtschaftliche Verständnis von Laien?

Studien zeigen, dass Medien je nach politischer Ausrichtung Schwerpunkte setzen (z. B. Inflation vs. Arbeitslosigkeit) und Parteien durch Metaphern wie die „Haushälter-Analogie“ oder „Körper-Analogie“ das Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge maßgeblich mitprägen.

Warum ist die Kombination von Fragebögen und freien Interviews für die Forschung so wichtig?

Wie die Arbeit zeigt, führen reine Fragebögen oft zu unvollständigen Bildern (z. B. paradoxe Wünsche nach Steuersenkungen bei gleichzeitiger Ausgabenerhöhung). Erst durch freie Interviews lassen sich die dahinterliegenden, oft komplexeren logischen Begründungen der Laien aufdecken.

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Details

Title
Naive Theorien über wirtschaftliche Zusammenhänge
College
University of Cologne
Course
Psychologie des Wohlfahrtsstaates
Grade
1,7
Author
Robin Wuchter (Author)
Publication Year
2006
Pages
22
Catalog Number
V64399
ISBN (eBook)
9783638572286
ISBN (Book)
9783656795315
Language
German
Tags
Naive Theorien Zusammenhänge Psychologie Wohlfahrtsstaates
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Robin Wuchter (Author), 2006, Naive Theorien über wirtschaftliche Zusammenhänge, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64399
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