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Das amerikanische Satellitenstaatensystem in Asien nach dem Zweiten Weltkrieg

Title: Das amerikanische Satellitenstaatensystem in Asien nach dem Zweiten Weltkrieg

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 32 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Oliver Liedtke (Author)

Politics - Region: USA
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Die Arbeit untersucht das amerikanische Satellitenstaatensystem in Asien nach dem Zweiten Weltkrieg, welche Merkmale es aufwies und welche funktionale Bedeutung es für die direkte Nachkriegszeit und den Kalten Krieg hatte. Dabei geht es nicht um die gegenwärtigen Dimensionen eines amerikanischen Imperiums, sondern um die Begründungen der Expansion nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Untersuchungszeitraum beschränkt sich daher auf die Zeit von 1945 bis zum Ende des Vietnamkrieges 1973. Die Ausweitung amerikanischer Militärstützpunkte sowie die konsequente Verfolgung territorialer Eindämmung der so genannten kommunistischen Gefahr sind in dieser Zeitspanne besonders ausgeprägt. Dabei liegen der Untersuchung folgende Fragen zugrunde: Ist allein schon die Existenz asiatischer Partnerstaaten ein Indiz für ein weltweites amerikanisches Imperium und welche Gründe gibt es, die auf imperiale Bestrebungen hinweisen? Welchen Aufschluss gibt die Entstehung des Systems der Satellitenstaaten darüber und inwieweit entlarvt dieses Bündnissystem amerikanische Hegemonialansprüche? Hier wird die These Chalmers Johnsons betrachtet, nach der sich das amerikanische Imperium nach dem Zweiten Weltkrieg weit ausgebreitet hat und seine Arme nicht nur auf die politischen Systeme ausgeweitet, sondern auch im wirtschaftlichen, sozialen und sogar bis in den kulturellen Bereich verzweigt hat. Diese These vertritt Johnson in seinem Buch „Ein Imperium verfällt“. 1 Die These wird anhand ausgewählter asiatischer Staaten untersucht, die nach dem Zweiten Weltkrieg in den Einfluss der USA gerieten. Dabei wird Japan die wichtigste rolle beigemessen. Korea, Vietnam und Taiwan werden neben den vielen Inselgruppen im Pazifik behandelt. Die Philippinen hingegen bleiben in dieser Betrachtung außer Acht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil

II.1 Kennzeichen eines imperialen Systems

II.2 Die veränderte amerikanische Außenpolitik in Asien nach dem Zweiten Weltkrieg

II.3 Die Expansion und der Aufbau eines Bündnissystems in Asien

II.3.1 Japan

II.3.2 Südkorea

II.3.3 Vietnam

II.3.4 Taiwan

II.3.5 Die pazifischen Inselgruppen

II.3.6 Die Institutionalisierung internationaler Organisationen

II.3.7 Internationale Bündnisse und Sicherheitspakte

III. Abschließende Betrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Aufbau und die Merkmale des amerikanischen Satellitenstaatensystems in Asien im Zeitraum von 1945 bis 1973. Dabei wird analysiert, inwieweit die amerikanische Außenpolitik, geprägt durch die Eindämmung des Kommunismus, als Ausdruck imperialer Bestrebungen zu bewerten ist.

  • Strukturen und Merkmale imperialer Systeme
  • Wandel der amerikanischen Außenpolitik in der Nachkriegszeit
  • Aufbau von Bündnissystemen und Stützpunkten in Asien
  • Die Rolle wirtschaftlicher Institutionen als Machtinstrumente
  • Fallbeispiele: Japan, Südkorea, Vietnam, Taiwan und Pazifikinseln

Auszug aus dem Buch

II.1 Kennzeichen eines imperialen Systems

Zunächst einmal kennzeichnet ein weltweites Imperium militärische Stützpunkte. Dabei sind Einflussnahme in die Staatsführung und Regimes anderer Staaten bis hin zur Unterstützung von Putschversuchen und der gezielten Etablierung gut gewogener Regierungen spezielle politische Interventionen in die jeweilige Souveränität anderer Staaten. Diese politischen Aktivitäten bedürfen einer gewissen militärischen Macht, um sie wirkungsvoll und langlebig durchsetzen zu können.

Somit erfüllen Militärbasen häufig einen ganz bestimmten Zweck: sie sichern politische Stabilität. Militärische Stützpunkte gibt es von verschiedenen Nationen auf der ganzen Welt, dabei ist dem Völkerrecht stets höchste Priorität beizumessen. Nach geltendem Völkerrecht ist eine militärische Intervention eines Staates zu verurteilen. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ist das entscheidende Gremium, in dem, durch eine Resolution beschlossen, militärische Operationen nur durch gemeinsamen Konsens legitimiert werden können. Seit dem Bestehen der Vereinten Nationen sind diese Resolutionen im Einklang mit dem geltenden Völkerrecht. Die Entscheidung zur Intervention wird also von einer Mehrheit aller Staaten getragen und auch eine Verurteilung eines Staates mit all seinen möglichen Konsequenzen entspricht dann dem gegenwärtigen Wertekonsens, wenn sie durch internationalen Konsens getroffen wurde.

Militärische Interventionen sind aufgrund ihres akuten Zwecks auch zeitlich begrenzte Aktionen. Nie wurde bisher eine Resolution im UN-Sicherheitsrat verabschiedet, in der ein Militäreinsatz nicht eine klar definierte zeitliche Beschränkung aufwies. Eine unbefristete Stationierung von Streitkräften eines Staates in den verschiedensten Teilen der Welt hingegen ist Kennzeichen imperialer Politik.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung definiert den Untersuchungsrahmen des amerikanischen Satellitenstaatensystems in Asien von 1945 bis 1973 und führt in die wissenschaftliche Fragestellung ein.

II. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen imperialer Politik sowie deren konkrete Umsetzung in Asien durch Militärbündnisse, wirtschaftliche Einflussnahme und strategische Interventionen.

II.1 Kennzeichen eines imperialen Systems: Dieses Kapitel erarbeitet die theoretischen Merkmale eines Imperiums, insbesondere die Bedeutung von Militärstützpunkten und politischer Einflussnahme.

II.2 Die veränderte amerikanische Außenpolitik in Asien nach dem Zweiten Weltkrieg: Hier wird der historische Kontext der US-Außenpolitik, insbesondere die Truman-Doktrin und die Strategie der Eindämmung, erläutert.

II.3 Die Expansion und der Aufbau eines Bündnissystems in Asien: Dieses Kapitel bildet den Kern der Untersuchung und behandelt den gezielten Ausbau amerikanischer Machtstrukturen in asiatischen Partnerstaaten.

II.3.1 Japan: Fokus auf die Rolle Japans als zentraler asiatischer Verbündeter und dessen wirtschaftliche sowie militärische Bindung an die USA.

II.3.2 Südkorea: Analyse der Teilung Koreas und der Rolle des Landes als strategisches Spannungsfeld zwischen den Supermächten.

II.3.3 Vietnam: Untersuchung der militärischen Interventionen der USA im Kontext des Konflikts mit dem Vietcong.

II.3.4 Taiwan: Betrachtung Taiwans als strategisch wichtiges Instrument der Machtdemonstration im Südchinesischen Meer.

II.3.5 Die pazifischen Inselgruppen: Analyse der Bedeutung von Stützpunkten wie Okinawa für die amerikanische Präsenz im Pazifik.

II.3.6 Die Institutionalisierung internationaler Organisationen: Dieses Kapitel zeigt, wie internationale Organisationen als Instrumente zur Absicherung wirtschaftlicher Interessen und des Kapitalismus genutzt wurden.

II.3.7 Internationale Bündnisse und Sicherheitspakte: Zusammenfassung der weltumspannenden Bündnisnetzwerke wie SEATO und deren Bedeutung für die globale Eindämmungsstrategie.

III. Abschließende Betrachtung: Zusammenfassende Bewertung der amerikanischen Außenpolitik als konsequent imperial und machtorientiert.

Schlüsselwörter

USA, Außenpolitik, Imperium, Satellitenstaaten, Asien, Kalter Krieg, Militärstützpunkte, Eindämmungspolitik, Truman-Doktrin, Bündnissystem, Hegemonie, Wirtschaftshilfe, Intervention, Nationalismus, Sicherheitspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht den Aufbau des amerikanischen Satellitenstaatensystems in Asien nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum Jahr 1973.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die amerikanische Eindämmungspolitik, der Aufbau militärischer Stützpunkte, wirtschaftliche Abhängigkeiten und politische Interventionen in asiatischen Staaten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob die amerikanische Politik in Asien als Beleg für imperiale Bestrebungen gewertet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit nutzt eine systemtheoretische Perspektive und eine historisch-analytische Auswertung, ergänzt durch Fallbeispiele wie Japan und Südkorea.

Welche Inhalte stehen im Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Definition imperialer Systeme sowie eine detaillierte Betrachtung der regionalen Ausbreitung des US-Einflusses.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte umfassen Imperialismus, Hegemonie, Eindämmung, Machtprojektion und systemische Abhängigkeit.

Wie bewertet der Autor die Rolle Japans im Bündnissystem?

Japan wird als „Schlüsselvasall“ und „Tor nach Asien“ beschrieben, das wirtschaftlich gefördert wurde, um als kapitalistisches Bollwerk gegen den Kommunismus zu dienen.

Warum spielt Okinawa eine so prominente Rolle in der Analyse?

Okinawa wird als Beispiel für die extreme militärische Durchdringung eines Gebiets durch die USA angeführt, die tiefgreifende soziale und kulturelle Einschnitte für die lokale Bevölkerung mit sich brachte.

Welches Fazit zieht die Arbeit zur Rolle internationaler Organisationen wie der UNO?

Der Autor argumentiert, dass diese Organisationen zwar gleichberechtigt erscheinen, faktisch jedoch als Instrumente zur Absicherung amerikanischer Interessen und Mehrheiten fungierten.

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Details

Title
Das amerikanische Satellitenstaatensystem in Asien nach dem Zweiten Weltkrieg
College
University of Münster  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Weltmacht USA?
Grade
2,0
Author
Oliver Liedtke (Author)
Publication Year
2004
Pages
32
Catalog Number
V63703
ISBN (eBook)
9783638566889
ISBN (Book)
9783638683296
Language
German
Tags
Satellitenstaatensystem Asien Zweiten Weltkrieg Weltmacht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Oliver Liedtke (Author), 2004, Das amerikanische Satellitenstaatensystem in Asien nach dem Zweiten Weltkrieg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63703
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