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Lexikalische Kategorien - Einführende Beobachtungen

Title: Lexikalische Kategorien - Einführende Beobachtungen

Seminar Paper , 2005 , 13 Pages , Grade: 1,8

Autor:in: Aileen Enders (Author)

Speech Science / Linguistics
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1.Einleitung zur Kategorisierung
Eines der zentralsten Probleme der syntaktischen Untersuchung ist das der Wortartenkategorisierung (vgl. Dürscheid 2000, 21). Doch was ist überhaupt ein Wort und wie lassen sich Wörter kategorisieren? Zunächst einmal möchte ich festhalten, dass die Einteilung der Wortarten keinesfalls willkürlich erfolgt, sondern sich aus den semantischen Kategorien entwickelt (vgl. Aitchison 1994, 128). Laut Peter Eisenberg lassen sich Wortarten als syntaktische Kategorien bezeichnen, welche Mengen von syntaktischen Einheiten umfassen (vgl. Eisenberg 2004b, 35). Dabei unterscheidet er 9 Wortarten: Adjektiv, Adverb, Substantiv, Verb, Artikel, Pronomen, Konjunktion, Präposition und Partikel. Diese Kategorisierung erfolgt hinsichtlich der Geschlossenheit oder Flektierbarkeit von Wortarten (vgl. ebd., 35), welche in allen Grammatiken ausschlaggebend ist (vgl. Dürscheid 2000, 23). Dabei werden Adjektive, Adverbien, Substantive und Verben der offenen Wortklasse zugeordnet (vgl. Eisenberg 2004b, 35), welche sich dadurch kennzeichnen lässt, dass ihr Bestand erweiterbar ist, was bei der geschlossenen Wortklasse, zu der Präpositionen, Partizipien, Konjunktionen und Artikel gehören, nicht der Fall ist. In Bezug auf die Flektierbarkeit können Wortarten deklinierbar (Adjektiv, Artikel, Pronomen, Substantiv), konjugierbar (Verb) oder nicht-flektierbar (Adverb, Konjunktion, Präposition, Partikel) sein (vgl. ebd., 35).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung zur Kategorisierung

2. Das Nomen

3. Das Adjektiv

4. Das Verb

5. Die Präposition

6. Zusammenfassung

7. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die syntaktische Kategorisierung von Wörtern im Deutschen und beleuchtet die Herausforderungen bei der Abgrenzung lexikalischer Klassen. Das primäre Ziel ist es, die Hauptkategorien Nomen, Verb, Adjektiv und Präposition anhand ihrer syntaktischen und morphologischen Merkmale zu definieren und deren Klassifizierungsprobleme aufzuzeigen.

  • Syntaktische und morphologische Merkmale der Wortarten
  • Klassifizierung nach der Offenheit bzw. Geschlossenheit von Wortklassen
  • Unterscheidung und Abgrenzung von Nomen, Verben, Adjektiven und Präpositionen
  • Analyse von Grenzfällen und Klassifizierungsdilemmata

Auszug aus dem Buch

4. Das Verb

Die Verben sind die einzige konjugierbare Wortart und „spielen eine zentrale Rolle bei der Verknüpfung von Lexikoneinheiten zu äußerungsfähigen sprachlichen Ausdrücken“, was sie generell zur wichtigsten Kategorie einer Sprache macht. Sie beschreiben im Allgemeinen Handlungen und geben vor, wie viele andere Wörter in Satz noch benötigt werden, das heißt, jedes Verb besitzt eine bestimmte Valenz, oder einfacher ausgedrückt eine Wertigkeit, die nach weiteren Stellen im Satzgefüge verlangt. Wie jede andere bisher erwähnte Wortklasse lassen sich auch die Verben subklassifizieren, wobei hier die gängige Unterscheidung zwischen den so genannten Vollverben, den Hilfsverben, den Modalverben und den Kopulaverben erfolgt. Die größte Verbklasse ist die der Vollverben (VV), diese können ohne Hilfe eines anderen Verbs das Prädikat eines Satzes bilden und besitzen somit eine eigene vollständige Semantik. Hilfsverben, oder Auxiliare, wie sie auch genannt werden, benötigt man zur Bildung bestimmter Tempus- und Modusformen, sowie zur Bildung von Passivformen, sie haben also in erster Linie syntaktische Funktion im Satz. Zu den Hilfsverben gehören sein, haben und werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung zur Kategorisierung: Es wird die Problemstellung der Wortartenkategorisierung erörtert und die Einteilung nach Peter Eisenberg sowie die Merkmal-basierte Kategorisierung nach Renate Steinitz vorgestellt.

2. Das Nomen: Dieses Kapitel behandelt die morphologischen Eigenschaften der Nomen sowie die Einteilung in Apellativa, Stoffsubstantive, Abstrakta und Eigennamen.

3. Das Adjektiv: Der Fokus liegt auf der Komplexität der Adjektiv-Klassifizierung, insbesondere der Abgrenzung zum Adverb und der Verwendung von Adjektiven als lexikalische Modifikatoren.

4. Das Verb: Die zentrale Rolle der Verben als konjugierbare Wortart wird untersucht, inklusive ihrer Subklassifizierung in Voll-, Hilfs-, Modal- und Kopulaverben.

5. Die Präposition: Es werden die Eigenschaften von Adpositionen (Prä-, Post- und Zirkumpositionen) sowie die Problematik ihrer Kasus-Rektion und semantischen Variabilität diskutiert.

6. Zusammenfassung: Das Fazit unterstreicht die Schwierigkeiten bei der eindeutigen Abgrenzung mancher Wortarten und betont die Komplexität des deutschen Wortschatzes.

7. Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Literatur und Quellen.

Schlüsselwörter

Wortarten, Kategorisierung, Nomen, Verb, Adjektiv, Präposition, Syntax, Morphologie, Flektierbarkeit, Valenz, Lexikoneinheiten, Wortklassen, Grammatik, Sprachwissenschaft, Klassifizierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der syntaktischen Kategorisierung von Wörtern in der deutschen Sprache und den theoretischen Herausforderungen, diese in klare Wortklassen einzuteilen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Definition und Abgrenzung der vier Hauptwortarten Nomen, Verb, Adjektiv und Präposition anhand ihrer morphologischen und syntaktischen Merkmale.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die verschiedenen Ansätze zur Wortarten-Einteilung darzustellen und die bestehenden Klassifizierungsschwierigkeiten sowie Grenzfälle in der deutschen Grammatik zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine theoretische Analyse auf Basis bestehender sprachwissenschaftlicher Literatur vorgenommen, wobei insbesondere auf syntaktische Merkmale und die Kategorisierungsansätze von Autoren wie Eisenberg, Steinitz und Pittner zurückgegriffen wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die einzelnen Wortklassen nacheinander betrachtet, ihre spezifischen Unterkategorien definiert und die Probleme bei deren Abgrenzung diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wortarten, Kategorisierung, Syntax, Morphologie, Flektierbarkeit, Valenz und Grammatik sind die prägenden Begriffe der Untersuchung.

Welche Besonderheit weisen Nomen bei Genusschwankungen auf?

Der Autor erläutert, dass Genusschwankungen teilweise regional bedingt sind, während bei einem echten Genuswechsel meist eine Bedeutungsänderung des Wortes einhergeht (z. B. "die Steuer" vs. "das Steuer").

Warum stellt die Abgrenzung zwischen Adjektiv und Adverb ein Problem dar?

Das Problem ergibt sich daraus, dass Adjektive in bestimmten Funktionen (z. B. als prädikative oder adverbiale Bestimmungen) unflektiert auftreten und ihre Grenzen zu Adverbien daher semantisch und syntaktisch schwer exakt zu ziehen sind.

Wie definiert die Autorin die Modalverben im Deutschen?

Modalverben bezeichnen Möglichkeiten, Notwendigkeiten, Erlaubnisse oder Fähigkeiten und weisen bei der Perfektbildung die Besonderheit auf, dass sie anstelle des Partizips II ein „Ersatzinfinitiv“ verwenden.

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Details

Title
Lexikalische Kategorien - Einführende Beobachtungen
College
Technical University of Chemnitz
Grade
1,8
Author
Aileen Enders (Author)
Publication Year
2005
Pages
13
Catalog Number
V63673
ISBN (eBook)
9783638566698
ISBN (Book)
9783656802532
Language
German
Tags
Lexikalische Kategorien Einführende Beobachtungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Aileen Enders (Author), 2005, Lexikalische Kategorien - Einführende Beobachtungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63673
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