Man sollte meinen, wer eine Einführung zum Thema Armut aus soziologischer Sicht kennt, braucht keine zweite zu lesen. Sie könnte im Grunde auch nicht anderes enthalten und wäre von daher kaum interessant. Weit gefehlt: Wenn zwei über dasselbe Thema schreiben, schreiben sie noch lange nicht dasselbe, jedenfalls gilt das für Walter Krämers und Stefan Hradils Ausführungen zur Armut – und welcher Text wäre dann geeignet als Lektüre für den Einstig in die Thematik.
Krämer gibt einleitend einen historischen oder exakter: chronologischen Rückblick über Notlagen und Armut in Deutschland bis hin zum neuen Stellenwert des Themas in den 70er Jahren. Er setzt sich dann mit verschiedenen Denkansätzen auseinander. Hradil stellt kurz die beiden konkurrierenden Definitionen von Armut gegenüber, wendet sich dann aber dem Thema Armut und Sozialhilfe zu. Ursachen, Folgeerscheinungen und der internationale Vergleich werden kurz angerissen.
Inhaltsverzeichnis
- Vorbemerkung
- Unterschiedliche Themenschwerpunkte und Vorgehensweisen
- Stärken und Schwächen der beiden Texte
- Stärken des Textes von Walter Krämer
- Darbietung
- Ausreichende Darstellung verschiedener Ansätze
- Verständliche Darlegung der Konzepte zur Abgrenzung und Erfassung von Armut
- Kritische Auseinandersetzung mit den Armutsbegriffen
- Die Schwächen des Krämer-Textes
- Polemik statt Sachlichkeit
- Die Wortwahl und Ausdrucksweise
- Fragwürdige Beispielauswahl
- Die implizite These: Armut = akute Notlage
- Vorzüge des Textes „Soziale Ungleichheit in Deutschland“ von Stefan Hradil
- Sachlichkeit
- Basisinformationen werden geboten
- Hinweis auf empirische Daten und Befunde
- Schwächen in Hradils Textvorlage
- Relativ schlecht Lesbarkeit
- Minimale Basisinformationen
- Konzentration auf den Zusammenhang Armut - Sozialhilfe
- Stärken des Textes von Walter Krämer
- Schlussfolgerung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit analysiert und vergleicht zwei unterschiedliche Texte über Armut, um zu beurteilen, welcher besser geeignet ist, Studierende in einer Veranstaltung zur Sozialstrukturanalyse an das Thema „Armut“ heranzuführen. Die Arbeit untersucht die jeweiligen Stärken und Schwächen der Texte und bewertet ihre Eignung als Einstiegslektüre.
- Unterschiedliche Themenschwerpunkte und Vorgehensweisen der beiden Texte
- Stärken und Schwächen der beiden Texte
- Eignung als Einführungstext für Studierende
- Kritische Analyse der Argumentationslinien und wissenschaftlichen Fundierung
- Bewertung der Textqualität im Hinblick auf Klarheit, Verständlichkeit und Anschaulichkeit
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in die Thematik ein und verdeutlicht die Notwendigkeit einer umfassenden Analyse beider Texte. Im zweiten Kapitel werden die unterschiedlichen Themenschwerpunkte und Vorgehensweisen der beiden Texte von Walter Krämer und Stefan Hradil herausgestellt.
Das dritte Kapitel analysiert die Stärken und Schwächen beider Texte. Es beleuchtet die positive wie die negative Seite der Darstellungsform, die Auswahl der Beispiele und die Qualität der Argumentation.
Schlüsselwörter
Die Hausarbeit widmet sich dem Thema „Armut“ und konzentriert sich auf die Analyse zweier Texte zur Sozialstrukturanalyse. Im Zentrum stehen die unterschiedlichen Ansätze und Konzepte von Armut, die beiden Autoren diskutieren. Dabei werden Schlüsselbegriffe wie „Einkommensarmut“, „mehrdimensionale Armut“, „Sozialhilfe“, „Notlage“, „Soziale Ungleichheit“ und „empirische Daten“ relevant.
Häufig gestellte Fragen
Welche Autoren zum Thema Armut werden in diesem Text verglichen?
Der Text vergleicht die Ansätze und Einführungstexte von Walter Krämer und Stefan Hradil im Rahmen der Sozialstrukturanalyse.
Was sind die Stärken des Textes von Walter Krämer?
Krämer bietet eine verständliche Darlegung von Konzepten zur Abgrenzung von Armut und eine kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen Armutsbegriffen.
Welche Kritikpunkte gibt es am Text von Walter Krämer?
Kritisiert werden eine teilweise polemische Ausdrucksweise, eine fragwürdige Beispielauswahl und die implizite Gleichsetzung von Armut mit akuter Notlage.
Warum wird der Text von Stefan Hradil positiv bewertet?
Hradils Text besticht durch Sachlichkeit, die Bereitstellung von Basisinformationen und den Verweis auf fundierte empirische Daten.
Welcher Text eignet sich besser für Studierende?
Die Arbeit wägt beide Texte ab: Krämer ist verständlicher, aber weniger sachlich; Hradil bietet bessere Daten, ist jedoch schwerer lesbar. Die Wahl hängt vom pädagogischen Ziel ab.
- Quote paper
- Vanessa Wiedt (Author), 2003, Vergleich zweier Texte von Krämer und Hradil: Welcher ist besser geeignet, im Rahmen einer Veranstaltung über Sozialstrukturanalyse Studierende an das Thema 'Armut' heranzuführen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63646