Der Terminus Petrarkismus taucht in der Literaturtheorie immer wieder auf. Doch so klar er auf den ersten Blick umrissen scheint, so schwierig gestaltet sich seine Einordnung. Diese Arbeit befasst sich mit der problematischen Bestimmung des Begriffes anhand der Liebeslyrik Paul Flemings.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Der Petrarkismus und sein Konfliktpotential
- Paul Fleming
- Analyse
- Außenmotive
- Rahmen- und Maskenmotive
- Pretiosen-Motivik
- Traumerlebnis und Motiv der Vision
- Die Huldigung der Frau
- Rahmen- und Maskenmotive
- Grundmotive
- Antithetik
- Hyperbolik
- Außenmotive
- Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit untersucht die Schwierigkeiten bei der Bestimmung des Petrarkismus-Begriffs, indem sie sich auf die Lyrik Paul Flemings konzentriert. Das Ziel ist es, anhand von Flemings Werk die begrifflichen Herausforderungen des Petrarkismus aufzuzeigen und zu analysieren, ob seine Lyrik den Kriterien eines petrarkistischen Systems entspricht.
- Die begriffliche Bestimmung des Petrarkismus
- Das Konfliktpotential des Petrarkismus-Begriffs
- Die Liebeslyrik Paul Flemings
- Die Analyse von Flemings Gedichten im Hinblick auf den Petrarkismus
- Die Schwierigkeiten, die sich mit der Bestimmung des Petrarkismus-Begriffs ergeben
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung stellt den Petrarkismus-Begriff als ein komplexes Konzept vor, das sich schwierig abgrenzen lässt. Die Arbeit zielt darauf ab, die Schwierigkeiten bei der Bestimmung des Petrarkismus am Beispiel der Lyrik Paul Flemings zu untersuchen.
Der Petrarkismus und sein Konfliktpotential
Dieses Kapitel beleuchtet die verschiedenen Definitionsversuche des Petrarkismus und deren Schwächen. Es zeigt die Schwierigkeiten auf, die sich bei der Einordnung von Werken in ein petrarkistisches System ergeben.
Paul Fleming
Dieses Kapitel liefert eine kurze literarische Einordnung von Paul Flemings Werk und beleuchtet dessen Relevanz für die Untersuchung des Petrarkismus.
Analyse
Dieses Kapitel analysiert Flemings Gedichte hinsichtlich des petrarkistischen Systems. Dabei werden sowohl Außenmotive (Rahmen- und Maskenmotive) als auch Grundmotive (Antithetik, Hyperbolik) beleuchtet.
Schlüsselwörter
Petrarkismus, Liebeslyrik, Paul Fleming, Antithetik, Hyperbolik, Sonettform, Petrarca, Renaissance, Barock, Literaturwissenschaft, System, Konfliktpotential, Definitionsversuche, Analyse
Häufig gestellte Fragen
Was ist Petrarkismus?
Petrarkismus bezeichnet die literarische Nachahmung der Liebeslyrik Francesco Petrarcas, die durch spezifische Motive wie die unerreichbare Frau und antithetische Gefühle (Eis/Feuer) geprägt ist.
Gilt Paul Fleming als reiner Petrarkist?
Die Arbeit untersucht genau diese Schwierigkeit: Während Fleming viele petrarkistische Motive nutzt, bricht er auch mit dem System und entwickelt eigene Ausdrucksformen.
Was sind typische "Außenmotive" in Flemings Lyrik?
Dazu zählen Rahmen- und Maskenmotive, Visionen, Traumerlebnisse sowie die formelhafte Huldigung der Frau.
Welche Rolle spielen Antithetik und Hyperbolik?
Diese Stilmittel sind zentral für den Petrarkismus, um die inneren Widersprüche und die übersteigerte Leidenschaft des Liebenden darzustellen.
Warum ist die Bestimmung des Begriffs Petrarkismus so schwierig?
Da der Begriff in der Literaturtheorie oft unscharf verwendet wird und Dichter wie Fleming traditionelle Muster mit individuellen Neuerungen mischen, lässt er sich schwer in ein starres System pressen.
- Quote paper
- Sebastian Schult (Author), 2006, Fleming als Petrarkist? Über die Bestimmungsschwierigkeiten eines Systems, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/63257