Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Caesars Invasion in Italien

Titel: Caesars Invasion in Italien

Hausarbeit , 2006 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Sebastian Rath (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Nach Caesars Konsulat im Jahr 59 v. Chr. und Pompeius Konsulat im Jahr 55 v. Chr. zerbrach das Triumvirat, ein informelles Zweckbündnis), zwischen Caesar, Pompeius und Crassus allmählich.) Mehrere Faktoren beeinflussten diesen Prozess. Crassus, der als ein Puffer zwischen den beiden anderen fungierte), starb im Feldzug gegen die Parther.) Pompeius verlängerte während seiner Amtszeit zwar noch das Provinzkommando Caesars um weitere fünf Jahre, doch durch den Tod Julias, der Tochter Caesars und der gleichzeitigen Ehefrau des Pompeius, war kein Bindeglied mehr zwischen den beiden Machtpolitikern vorhanden.) Gleichzeitig sah sich der Senat in Rom widerwillig gezwungen stärker mit Pompeius zusammenzuarbeiten. Chaotische Verhältnisse ließen den Ruf nach einer Diktatur des Pompeius laut werden (Plut. Pomp. 54,3-5. Cass. Dio Röm. Gesch. 40,48-50,1.) Um diese zu verhindern, aber trotzdem die öffentliche Ordnung wieder herzustellen wählte der Senat Pompeius zum consul sine collega, zum Konsul ohne Kollegen.) Pompeius gelang zwar die Regulierung der Verhältnisse vor allen Dingen durch Gerichtsprozesse (Cass. Dio Röm. Gesch. 40,53,2-54,4.), allerdings drohte nun ein Konflikt zwischen Pompeius, der Rückhalt im Senat gewann, und Caesar, der seine militärische Macht in Gallien besaß.
Auch Caesar missfiel aufgrund der zu erwartenden Machtfülle eine Diktatur des Pompeius, so dass er zusammen mit Pompeius ein gemeinsames Konsulat bilden wollte (Cass. Dio Röm. Gesch. 40,50,3. Suet. Caes. 26,1.). Als Kompromiss erhielt Caesar 52 v. Chr. von zehn Volkstribunen das Privileg sich in Abwesenheit für das Konsulat im Jahr 48 v. Chr. zu bewerben (Cic. Att. 7,1,4.). Dies bot ihm Schutz vor den Optimaten Cato und Marcellus, dem damaligen Konsul, die ihn möglichst schnell von seinen Kommandos entlassen und dann als einfachen Bürger verurteilen wollten (Suet. Caes. 30,3.).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einordnung in den historischen Kontext

2. Eskalation der Auseinandersetzung zwischen Caesar und Pompeius

3. Caesars Übertritt über den Grenzfluss Rubicon – „Alea iacta est!“

4. Die Milde Caesars – Clementia Caesaris

5. Die Flucht der Pompeianer als Sieg und Niederlage der ´Republikaner´

6. Der Metellus-Skandal

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen Prozess, der zur Invasion Italiens durch Caesar und damit zum Ausbruch des Römischen Bürgerkriegs führte, wobei insbesondere das Scheitern politischer Kompromisse zwischen Caesar und Pompeius im Mittelpunkt steht.

  • Historische Einordnung des Triumvirats und dessen Zerfall
  • Eskalation der machtpolitischen Spannungen zwischen Caesar und dem Senat
  • Die symbolische Bedeutung des Rubicon-Übergangs
  • Politische Instrumentalisierung der "Clementia Caesaris"
  • Auswirkungen der Flucht der Pompeianer auf die römische Republik

Auszug aus dem Buch

3. Caesars Übertritt über den Grenzfluss Rubicon – „Alea iacta est!“

Caesar sah sich durch die Verfügung des Staatsnotstandes nicht nur in seiner dignitas, verletzt, die Flucht der Volkstribunen war für ihn auch eine willkommene Gelegenheit, seine Gegner als Feinde der Republik und sich als Verteidiger der republikanischen Ordnung darzustellen. Caesar zögerte nicht lange und übertrat mit verhältnismäßig geringem Gefolge bzw. ohne die Gallischen Legionen am 11. und 12. Januar den Rubicon, den berühmten Grenzfluß zwischen Ravenna und Rimini, der die Provinz Gallia cisalpina von Italien teilt. Dabei zitierte Caesar den griechischen Dichter Menander aus einer Komödie mit dem Vers: „Hoch fliege der Würfel“, was lateinisch unexakt mit alea iacta est („der Würfel ist gefallen“) übersetzt wurde (Suet. Caes. 31,1-33.). Caesar war sich seiner Sache also keineswegs sicher.

Caesar löste mit seinem verfassungswidrigen Grenzübertritt seiner Streitkräfte wissentlich den Bürgerkrieg aus, der in seinen Spätfolgen den Untergang der Römischen Republik bedeutete. Er stellte mit der Sorge um seine dignitas zwar seine persönlichen Motive über das Wohl der Republik, doch „darf man annehmen, Caesar habe damit gerechnet, durch seinen Überraschungsangriff und einen ´Blitzfeldzug´ die Sache (…) so schnell zum Abschluss zu bringen, dass die Auswirkungen auf die res publica in möglichst kleinem Rahmen gehalten werden konnten.“ Im Gegensatz zu Caesar agierte Pompeius formal im Auftrag der Republik, doch Caesar war dadurch schneller und unabhängiger als sein Kontrahent, der den Senat beachten musste. Und dieser fügte sich nur widerwillig, wie zum Beispiel bei der von Pompeius vorgesehenen Räumung Italiens zwischen dem 11. Januar und dem 16. März 49, die mit der Flucht der Magistrate auch symbolischen Charakter hatte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einordnung in den historischen Kontext: Dieses Kapitel analysiert das Zerbrechen des Triumvirats nach dem Tod von Crassus und den wachsenden Konflikt zwischen Caesar und Pompeius vor dem Hintergrund der instabilen politischen Lage in Rom.

2. Eskalation der Auseinandersetzung zwischen Caesar und Pompeius: Hier wird der entscheidende Wendepunkt beleuchtet, an dem der Senat Pompeius mit der Kriegsführung gegen Caesar betraute und der Ausbruch des Konflikts unvermeidbar wurde.

3. Caesars Übertritt über den Grenzfluss Rubicon – „Alea iacta est!“: Das Kapitel behandelt Caesars verfassungswidrige Entscheidung, mit seinen Truppen den Rubicon zu überschreiten, und die damit einhergehende bewusste Inkaufnahme des Bürgerkriegs.

4. Die Milde Caesars – Clementia Caesaris: Hier wird Caesars propagandistische Taktik der "Clementia" beschrieben, mit der er gefangene Gegner freiließ, um als Verteidiger der Republik aufzutreten und seine Gegnerschaft zu spalten.

5. Die Flucht der Pompeianer als Sieg und Niederlage der ´Republikaner´: Dieses Kapitel thematisiert den strategischen Rückzug des Pompeius aus Italien und die daraus resultierende psychologische Niederlage der senatorischen Elite.

6. Der Metellus-Skandal: Abschließend wird Caesars Vorgehen in Rom beschrieben, bei dem er durch die Einschüchterung des Volkstribunen Metellus an Ansehen verlor und seine Unfähigkeit zur Kooperation mit dem traditionellen Senat offenbart wurde.

Schlüsselwörter

Caesar, Pompeius, Römische Republik, Bürgerkrieg, Rubicon, Triumvirat, Senat, Clementia Caesaris, Dignitas, Volkstribunen, Staatsnotstand, Senatus consultum ultimum, Machtkampf, Historische Analyse, Antike

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Ursachen und die unmittelbare Eskalationsphase des Römischen Bürgerkriegs, beginnend beim Zerfall des Triumvirats bis hin zur Invasion Italiens durch Caesar.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Analyse?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die machtpolitische Konkurrenz zwischen Caesar und Pompeius, das Versagen der senatorischen Diplomatie und den Zerfall der republikanischen Ordnung.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Untersuchung?

Die Arbeit fragt nach den Beweggründen und den politischen Taktiken, die Caesar dazu brachten, den verfassungswidrigen Schritt über den Rubicon zu wagen und so das Ende der Römischen Republik einzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewandt?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Analyse antiker Quellen (wie Cicero, Sueton und Cassius Dio) in Verbindung mit moderner historischer Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Etappen: von der historischen Einordnung, über die Eskalation und den Rubicon-Übergang bis hin zur politischen Propaganda der "Milde" und den militärischen bzw. politischen Konsequenzen der Flucht des Pompeius.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen insbesondere "Dignitas", "Clementia Caesaris", der "Staatsnotstand" (senatus consultum ultimum) und der sozio-politische Status der "Optimaten".

Warum war die "Clementia Caesaris" politisch so bedeutsam?

Sie diente Caesar als propagandistisches Mittel, um sich als gemäßigter Verteidiger der republikanischen Ordnung zu inszenieren und gleichzeitig den inneren Zusammenhalt seiner Gegner zu schwächen.

Welche Rolle spielte der "Metellus-Skandal" für Caesars Image?

Der Skandal zeigte, dass Caesar bei Widerstand gegen seine Pläne vor Gewalt gegen traditionelle Institutionen und deren Vertreter nicht zurückschreckte, was ihm beim Volk spürbar Sympathien kostete.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Caesars Invasion in Italien
Hochschule
Technische Universität Dortmund  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Seminar "Caesar"
Note
1,3
Autor
Sebastian Rath (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
16
Katalognummer
V62986
ISBN (eBook)
9783638561273
ISBN (Buch)
9783656777250
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Caesars Invasion Italien Seminar Caesar
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Rath (Autor:in), 2006, Caesars Invasion in Italien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62986
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  16  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum