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Der Roman "Buddenbrooks" als Portrait der Wilhelminischen Gesellschaft

Title: Der Roman "Buddenbrooks" als Portrait der Wilhelminischen Gesellschaft

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 21 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Bettina Nolde (Author)

History of Germany - 1848, Empire, Imperialism
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Das angesprochene Werk ist der Roman Buddenbrooks Verfall einer Familie, der Verfasser der obigen Zeilen der Autor selbst, Thomas Mann. Er ist zum Zeitpunkt des Erscheinens seines ersten und wohl bekanntesten Romans 1901, 25 Jahre alt, ein junger Mensch also, der im Stande war einen der bedeutendsten Romane des 20. Jahrhunderts zu schreiben. Geplant hatte er dies wohl nicht, wie sich aus zahlreichen Briefen und Schriften Thomas Manns erkennen lässt. Im Gegenteil, sein erstes größeres Prosastück, um welches ihn der Verleger Samuel Fischer bat, sollte eigentlich eine Knabennovelle von nicht mehr als 250 Seiten werden. Den Inhalt dieser Knabennovelle findet man nun allerdings erst am Ende des Werkes, das stattdessen entstand.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Familien Mann und Buddenbrook – autobiographische Elemente im Roman

3. Lübeck im Roman und in der Geschichte

4. Buddenbrooks als Porträt der Wilhelminischen Gesellschaft

5. Zusammenfassung

6. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit Thomas Manns Roman Buddenbrooks. Verfall einer Familie, trotz der erzählten Handlung in der Biedermeierzeit, als authentisches Porträt der Wilhelminischen Gesellschaft verstanden werden kann.

  • Autobiographische Bezüge und familiäre Vorbilder im Roman
  • Die historische Rolle Lübecks im 19. Jahrhundert
  • Wirtschaftliche und politische Erstarrung vs. gesellschaftlicher Wandel
  • Frauenrollen und Bildungschancen im Wilhelminischen Kaiserreich

Auszug aus dem Buch

Buddenbrooks als Porträt der Wilhelminischen Gesellschaft

Obwohl die Handlung des Romans literarisch in der Biedermeierzeit, also vor der Zeit des Wilhelminischen Kaiserreichs, spielt, sind Elemente enthalten, die durchaus in die Wilhelminische Zeit eingeordnet werden können.

Zunächst liegt der eigene Erfahrungshorizont des Autors selbst eher in dieser Zeit, da er erst 1875 geboren wurde, also nach der Gründung des Kaiserreichs 1871. Der Roman enthält, wie im Vorangegangenen gezeigt, sehr viele autobiografische Elemente seines Verfassers. Figuren, Orte und Handlungen sind keine bloßen Phantasiegebilde, in ihnen stecken immer auch eigene oder dem Autor überlieferte Erlebnisse.

Des Weiteren kann die verzögerte und verspätete Entwicklung Lübecks, das als Handlungsort den gesellschaftlichen Rahmen im Roman steckt, teilweise als Synonym für die Entwicklung Deutschlands zur Jahrhundertwende verstanden werden. So wie Lübeck im 19. Jahrhundert wichtige wirtschaftliche Entwicklungsschritte verspätet durchmacht, so ist auch die deutsche Geschichte zu Beginn der Wilhelminischen Zeit von Verspätung geprägt. Mit dem Sieg im Deutsch-Französischen Krieg 1871 wurde das deutsche Kaiserreich gegründet, das die deutsche Kleinstaaterei der vorangegangenen Jahrhunderte beendete und den ersten deutschen Nationalstaat bildete. Viele andere Staaten, vor allem die europäischen Großmächte England und Frankreich hatten die Phase der Nationalstaatsbildung zu diesem Zeitpunkt längst abgeschlossen. Zudem war die Nationalstaatsgründung keine Entscheidung des Volkes, sie wurde nicht wie in England und Frankreich durch eine Revolution hervorgerufen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Entstehungsgeschichte des Romans ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Repräsentativität des Werkes für die Wilhelminische Gesellschaft.

2. Die Familien Mann und Buddenbrook – autobiographische Elemente im Roman: Das Kapitel analysiert die engen Bezüge zwischen der Familie von Thomas Mann und den fiktiven Figuren der Buddenbrooks, wobei insbesondere die Rolle von Hanno als Spiegelbild des Autors beleuchtet wird.

3. Lübeck im Roman und in der Geschichte: Hier wird der historische Hintergrund Lübecks im 19. Jahrhundert als rückständige Hansestadt dargestellt und mit der wirtschaftlichen und politischen Stagnation im Roman verknüpft.

4. Buddenbrooks als Porträt der Wilhelminischen Gesellschaft: Dieses Kapitel untersucht, wie gesellschaftliche Normen, Machtstrukturen und Geschlechterrollen des Kaiserreiches im Roman reflektiert werden.

5. Zusammenfassung: Das Fazit bestätigt die Zulässigkeit, den Roman als Zeitporträt zu lesen, da sowohl biografische Prägungen des Autors als auch zeitgenössische Rezeptionsmuster eng mit dem Wilhelminischen Zeitalter verknüpft sind.

6. Literatur: Auflistung der verwendeten Sekundärliteratur und Quellen für die Untersuchung.

Schlüsselwörter

Thomas Mann, Buddenbrooks, Wilhelminisches Kaiserreich, Lübeck, Bürgertum, Familiengeschichte, Autobiographie, Sozialgeschichte, Industrielle Revolution, Geschlechterrollen, Hanno Buddenbrook, Identitätsverlust, Ständegesellschaft, Verfall, Nationalstaat.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert Thomas Manns Roman Buddenbrooks unter dem Aspekt, inwieweit das Werk ein Porträt der Wilhelminischen Gesellschaft darstellt, obwohl die erzählte Handlung primär in der Biedermeierzeit angesiedelt ist.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Im Zentrum stehen die autobiographischen Hintergründe des Autors, die historische wirtschaftliche Lage Lübecks sowie gesellschaftliche Strukturen wie Standesdenken, Geschlechterrollen und Bildungschancen im Kaiserreich.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen der erzählten Zeit (19. Jahrhundert) und der Entstehungszeit des Romans (Wilhelminisches Kaiserreich) zu überbrücken und die zeitgeschichtliche Relevanz des Romans aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Arbeit verwendet eine literaturwissenschaftliche Analyse in Verbindung mit kulturhistorischen Ansätzen, um Parallelen zwischen der Romanhandlung und realen gesellschaftspolitischen Entwicklungen herzuleiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der familiären Vorbilder Thomas Manns, eine historische Einordnung Lübecks als rückständige Stadt und eine detaillierte Analyse spezifischer Merkmale der Wilhelminischen Gesellschaft im Roman.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Thomas Mann, Buddenbrooks, Wilhelminisches Kaiserreich, Bürgertum, Familiengeschichte und soziale Identität.

Wie bewertet die Autorin die Bedeutung des Schulkapitels?

Das Schulkapitel wird als zentrale Darstellung der wilhelminischen Pädagogik gewertet, die durch Disziplin und Militarismus geprägt war, womit Hanno Buddenbrook als Repräsentant für die literarische Opposition des Autors gegen diese Strukturen fungiert.

Welche Rolle spielt die Familie Hagenström in der Argumentation?

Die Hagenströms dienen als Beispiel für die aufstrebende, moderne Elite, die die veralteten Strukturen der Buddenbrooks überflügelt und somit den unausweichlichen gesellschaftlichen Wandel symbolisiert.

Warum wird die Rolle der Frau im Roman als besonders prekär beschrieben?

Die Autorin betont, dass Frauen im Wilhelminischen Kaiserreich durch mangelnde Bildungschancen und soziale Ächtung bei Scheidungen ökonomisch und gesellschaftlich in eine starke Abhängigkeit vom Ehemann gedrängt wurden, was Tony Buddenbrook im Roman exemplarisch verdeutlicht.

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Details

Title
Der Roman "Buddenbrooks" als Portrait der Wilhelminischen Gesellschaft
College
University of Potsdam  (Historisches Institut)
Course
HS Thomas Mann
Grade
2,3
Author
Bettina Nolde (Author)
Publication Year
2004
Pages
21
Catalog Number
V62616
ISBN (eBook)
9783638558273
ISBN (Book)
9783656111627
Language
German
Tags
Roman Buddenbrooks Portrait Wilhelminischen Gesellschaft Thomas Mann
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bettina Nolde (Author), 2004, Der Roman "Buddenbrooks" als Portrait der Wilhelminischen Gesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62616
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