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Exegese Mt 6, 19-24par. Matthäus und Lukas als Bearbeiter der Logienquelle Q

Title: Exegese Mt 6, 19-24par. Matthäus und Lukas als Bearbeiter der Logienquelle Q

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christine Hoppe (Author)

Theology - Biblical Theology
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Summary Excerpt Details

Das 6. Kapitel des Matthäusevangeliums handelt hauptsächlich von der Warnung vor dem Streben nach irdischer Anerkennung. Die Komposition der Logien vom Schätze sammeln, vom Auge als Lampe des Leibes und vom Dienst zweier Herren folgt auf die Aufforderungen des Almosengebens, Fastens und Betens, in denen vor irdischer Anerkennung gewarnt wird. Inhaltlich beziehen sich die Logien auf die Warnung der vorausgehenden Verse, denn wer falsche Schätze sammelt, sein inneres Licht verdunkelt und versucht, zwei Herrn zu dienen, der versagt sich die Gnade Gottes. Dies wird im Anschluss an Vers 24 deutlich. Die Wendungδια τουτο λεγω υμινstellt den Bezug zu der Logiensammlung Mt 6,19-24 her und führt die Konsequenzen aus dem richtigen Handeln aus, nämlich dass derjenige, der nach dem Reich Gottes und Gottes Gerechtigkeit strebt, auch alle täglichen Bedürfnisse von Gott erfüllt bekommt.
Das 6. Kapitel des Matthäusevangeliums befindet sich innerhalb der Bergpredigt (Mt 5-7), in der im Sinne des Evangelisten die Lehre Jesu repräsentiert wird. Sie wird mit neun Seligpreisungen eröffnet, die in die beiden Bildworte vom Salz und Licht münden. Den Eingangsrahmen der Rede bilden 5,17-20. Die Forderung der besseren Gerechtigkeit (5,20) findet schließlich in den folgenden Antithesen exemplarisch Gestalt. Nach der Warnung vor irdischer Anerkennung folgt eine Warnung vor überheblichem Richten. Schließlich wird die Lehre der Bergpredigt mit der „goldenen Regel“ (7,12) zusammengefasst. Abschließend folgt noch eine Warnung vor „Pseudopropheten“ und das Doppelgleichnis vom Hausbau, welche das Tun der Worte Jesu einschärfen sollen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Übersetzung

1.1. Mt 6,19-24

1.2. Lk 12,33-34 (Mt 6,19-21par)

1.3. Lk 11,34-36 (Mt 6,22-23par)

1.4. Lk 16,13 (Mt 6,24par)

2. Die Spruchquelle Q

3. Textanalyse Mt 6,19-24

3.1. Abgrenzung des Textes und Kontextstellung

3.2. Textaufbau

4. Textanalyse Lk 12,33-34

4.1. Abgrenzung des Textes und Kontextstellung

4.2. Textaufbau

5. Textanalyse Lk 11,34-36

5.1. Abgrenzung des Textes und Kontextstellung

5.2. Textaufbau

6. Textanalyse Lk 16,13

6.1. Abgrenzung des Textes und Kontextanalyse

7. Synoptischer Vergleich

8. Interpretation von Mt 6,19-24

9. Interpretation von Lk 12,33-34 / Lk 11,34-36 / Lk 16,13

10. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die unterschiedliche redaktionelle Bearbeitung der Logienquelle „Q“ durch die Evangelisten Matthäus und Lukas am Beispiel ausgewählter Texte (Mt 6,19-24par). Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie beide Evangelisten die ihnen vorliegenden Logien in ihre jeweiligen theologischen Kontexte einbetten und welche spezifischen Bedeutungen sie den Texten dadurch verleihen.

  • Die Rekonstruktion und Analyse der Logienquelle „Q“.
  • Der synoptische Vergleich der Texte bei Matthäus und Lukas.
  • Die Interpretation des matthäischen Fokus auf radikalen Besitzverzicht.
  • Die Untersuchung der lukanischen Betonung der Verantwortung im Umgang mit Besitz.
  • Die Analyse der Licht- und Schatzsymbolik in ihrem jeweiligen Kontext.

Auszug aus dem Buch

Vers 19-21:

Der Mensch soll sich auf der Erde keine Schätze sammeln, da diese vernichtet werden können. So beginnt Matthäus sein Logion. Dies stellt eine Tatsache dar, die auf Erfahrung beruht. Motten und Diebe können die Schätze vernichten. Die Schätze im Altertum können verschiedenes sein. Es kann sich hierbei um Geld handeln oder auch um wertvolle Kleider, die in Truhen aufbewahrt wurden und die von Motten befallen werden konnten. Des weiteren aber auch Vorräte an Getreide und Nahrung allgemein, die verfaulen konnten oder von Insekten gefressen wurden.

Die Übersetzung der Schädlingsnamen σης und βρωσις bereiten Schwierigkeiten, aber sie haben auf die eigentliche Botschaft des Logions keinen Einfluss.

Mit σης werden mancherlei Kleinschmetterlinge bezeichnet, es sind aber auch die Kleidermotten gemeint. Sie sind besonders gefürchtet, da sie so klein und unscheinbar sind. Mit der gleichzeitigen Nennung von anderen Insekten wird die Bedrohung des menschlichen Besitzes besonders hervorgehoben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Übersetzung: Dokumentation der griechischen Originaltexte und deren deutscher Übersetzung für die untersuchten Passagen.

2. Die Spruchquelle Q: Einführung in die Theologie und das Kerygma der Spruchquelle, die den Evangelisten als Vorlage diente.

3. Textanalyse Mt 6,19-24: Untersuchung der Einbettung der Logien in die Bergpredigt und der redaktionellen Komposition durch Matthäus.

4. Textanalyse Lk 12,33-34: Analyse der Kontexteinbettung und sprachlichen Anpassungen des Logions über das Schätze sammeln bei Lukas.

5. Textanalyse Lk 11,34-36: Untersuchung der Bedeutung des Bildwortes vom Auge als Lampe des Leibes im lukanischen Kontext.

6. Textanalyse Lk 16,13: Analyse der Einbettung des Logions vom Dienst zweier Herren in die lukanische Belehrung zum Umgang mit Besitz.

7. Synoptischer Vergleich: Systematischer Vergleich der Textvarianten und redaktionellen Änderungen zwischen Matthäus, Lukas und der Quelle Q.

8. Interpretation von Mt 6,19-24: Tiefgehende exegetische Auslegung der matthäischen Logien im Hinblick auf den Ruf zur Gotteshingabe.

9. Interpretation von Lk 12,33-34 / Lk 11,34-36 / Lk 16,13: Exegetische Auslegung der lukanischen Texte unter dem Aspekt der Verantwortung und Armenfrömmigkeit.

10. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse zur unterschiedlichen Verwendung der Q-Logien bei Matthäus und Lukas.

Schlüsselwörter

Matthäus, Lukas, Logienquelle Q, Exegese, Bergpredigt, Besitzverzicht, Mammon, Schatz im Himmel, Lichtsymbolik, Gottesdienst, Nächstenliebe, Redaktion, Verantwortung, Synoptik, Jüngerschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert, wie die Evangelisten Matthäus und Lukas die Logienquelle „Q“ in ihre Schriften integriert haben und welche unterschiedlichen theologischen Schwerpunkte sie durch diese redaktionelle Bearbeitung setzen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind der Umgang mit irdischem Besitz (Mammon), das Gebot der Gotteshingabe, die Licht- und Schatzsymbolik sowie die jeweils spezifische christliche Ethik der beiden Evangelisten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist der Vergleich der unterschiedlichen Konzepte von Jüngerschaft: Matthäus fordert einen radikalen Besitzverzicht, während Lukas die verantwortungsvolle Verwaltung und das Teilen von Besitz betont.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die historisch-kritische Methode angewandt, insbesondere die synoptische Analyse und die Redaktionskritik, um die Unterschiede zwischen der Q-Vorlage und den Texten bei Matthäus und Lukas herauszuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil erfolgen die Textanalyse, der synoptische Vergleich sowie die detaillierte Einzelexegese der drei Logienkomplexe zu den Themen „Schätze sammeln“, „Auge als Lampe“ und „Dienst zweier Herren“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die Logienquelle Q, Redaktionstheologie, Besitzethik, synoptischer Vergleich und das Verständnis von Gottesdienst bzw. Mammon.

Warum unterscheidet Matthäus in seiner Darstellung vom Lukanischen Text?

Matthäus bettet die Logien in die Bergpredigt ein, um den absoluten Charakter der Nachfolge zu unterstreichen, während Lukas sie in den Kontext einer wohlhabenden Gemeinde setzt, die zum Teilen angehalten werden muss.

Wie interpretieren die Autoren das Bildwort vom Auge als „Lampe des Leibes“?

Es wird nicht rein biologisch gedeutet, sondern als Ausdruck der moralischen Ausrichtung des Menschen: Das Auge fungiert als Spiegel des Herzens und entscheidet über die Zugehörigkeit zum Reich Gottes oder zur Finsternis.

Welche Rolle spielt der Begriff „Mammon“ in dieser Exegese?

Der Mammon wird als widergöttliche Macht personifiziert, die in Konkurrenz zu Gott steht, wodurch der Mensch in die notwendige Entscheidung für einen einzigen Herrn gezwungen wird.

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Details

Title
Exegese Mt 6, 19-24par. Matthäus und Lukas als Bearbeiter der Logienquelle Q
College
University of Hamburg  (Evangelische Theologie)
Course
Die Bergperdigt
Grade
1,0
Author
Christine Hoppe (Author)
Publication Year
2006
Pages
24
Catalog Number
V62438
ISBN (eBook)
9783638556798
ISBN (Book)
9783656786511
Language
German
Tags
Exegese Matthäus Lukas Bearbeiter Logienquelle Bergperdigt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christine Hoppe (Author), 2006, Exegese Mt 6, 19-24par. Matthäus und Lukas als Bearbeiter der Logienquelle Q, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62438
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