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Familienaufstellung. Die systemische Therapie nach Bert Hellinger

Titel: Familienaufstellung. Die systemische Therapie nach Bert Hellinger

Hausarbeit , 2003 , 28 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Silke Stabenow (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Als ich das erste Mal den Begriff „Familienaufstellung“ hörte und mir erzählt wurde, was es damit auf sich hat, war ich fasziniert. Systemische Familientherapie, ja, das war mir ein Begriff, aber dass es da jemanden gibt, der fremde Personen eine Familie „spielen“ lässt und damit Probleme löst, das war für mich etwas ganz Neues. Mit der Zeit hörte ich von allen Ecken den Namen Hellinger, in positiver wie in negativer Hinsicht. Mein Interesse hatte bisher allerdings noch nicht ausgereicht, um mich intensiv mit der systemischen Therapie von Bert Hellinger auseinander zusetzen. Nun habe ich mir für diese Arbeit einige Bücher besorgt und gemerkt, wie auch in mir Zustimmung und Ablehnung miteinander kämpfen. Auf den folgenden Seiten werde ich einen Überblick über Hellingers Methode vermitteln und meinen Zweifeln, ebenso wie meiner Zustimmung, eine Stimme geben. Inzwischen verstehe ich die Aussage, dass sich an Bert Hellinger „die Geister scheiden“, denn viele seiner Ansichten sind für unsere heutige Gesellschaft sehr ungewöhnlich. Aber es ist nicht zu leugnen, dass eine Faszination von der Familienaufstellung ausgeht und sie die Gemüter beschäftigt. Ich bin froh, mich mit diesem Thema auseinandergesetzt zu haben und hoffe, die Kernaussage der Therapie Hellingers im folgenden gut wiederzugeben.

Leseprobe


Gliederung

Einleitung

1. Wer ist Bert Hellinger?

2. Was ist eine Familienaufstellung?

2.1 Die Aufstellung

2.2 Wie wirkt eine Aufstellung?

2.3 Wie sehr beeinflusst der Therapeut die Beteiligten?

3. Ordnungen, Gruppendynamiken & Bindungen

3.1 Eltern und Kinder

3.2 Schuld und Verantwortung

4. „An Bert Hellinger scheiden sich die Geister“

5. Kritische Stimmen und Einwände

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der systemischen Familienaufstellung nach Bert Hellinger auseinander. Ziel ist es, die methodischen Grundlagen zu erläutern, die zugrundeliegende systemische Philosophie zu beleuchten und eine persönliche Auseinandersetzung mit der kontrovers diskutierten therapeutischen Praxis zu ermöglichen.

  • Entwicklungsweg und Einflüsse auf Bert Hellinger
  • Struktur und Wirkungsweise von Familienaufstellungen
  • Ordnungsprinzipien in Familiensystemen und Bindungen
  • Umgang mit Schuld, Verantwortung und dem Gruppengewissen
  • Kritische Reflexion der therapeutischen Autorität und Praxis

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Aufstellung

Wie arbeitet Hellinger aber nun konkret? Wie geht das genau, so eine Familienaufstellung?

Innerhalb eines Seminars erzählt ein Teilnehmer, der seine Familie aufstellen möchte, was er für ein Problem hat. Dabei beschränkt er sich auf ganz wesentliche Fakten, wie z. B. „Ich habe Depressionen“. Der Therapeut wird nun nach bestimmten Ereignissen fragen, die sich in den letzten zwei Generationen der Familie ereignet haben.

Wichtig ist, dass entschieden werden muss, ob die Herkunftsfamilie (Eltern, Geschwister) oder die Gegenwartsfamilie (Partner, Kinder) aufgestellt werden soll. Das hängt natürlich von dem Anliegen ab, das der Aufsteller hat. Für die Aufstellung der Herkunftsfamilie wäre z. B. das Problem „Ich verstehe mich mit meiner Mutter nicht“ und für das Gegenwartssystem z. B. Partnerschaftsprobleme die Ausgangsposition.

Die Person, für die aufgestellt wird, sucht nun aus den Seminarteilnehmern Stellvertreter für sich selbst und für die Mitglieder seiner Familie aus. Dabei ist es ohne Bedeutung, welche Person genommen wird. In der Regel werden Frauen für Frauen herausgesucht und Männer vertreten Männer. Auch tote Familienmitglieder werden mit einbezogen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Autorin beschreibt ihre persönliche Faszination und die ambivalente Auseinandersetzung mit der Methode Hellingers.

1. Wer ist Bert Hellinger?: Dieses Kapitel beleuchtet den biografischen Werdegang Hellingers und die prägenden Erfahrungen aus seiner Zeit als Missionar und seiner Ausbildung in der Primärtherapie.

2. Was ist eine Familienaufstellung?: Hier wird der konkrete Ablauf, die Rolle der Stellvertreter und die theoretische Wirkungsweise durch morphogenetische Felder erläutert.

3. Ordnungen, Gruppendynamiken & Bindungen: Das Kapitel behandelt zentrale systemische Konzepte wie das individuelle Gewissen versus das Gruppengewissen und die Bedeutung von Rangordnungen.

4. „An Bert Hellinger scheiden sich die Geister“: Eine Analyse der kontroversen Wahrnehmung Hellingers, insbesondere seiner autoritären Art und seiner archaischen Sprache.

5. Kritische Stimmen und Einwände: Die Autorin setzt sich mit der Kritik an der Kurzzeittherapie und der psychischen Belastung für Stellvertreter auseinander.

6. Fazit: Eine abschließende Reflexion, in der die Autorin ihre Erkenntnisse zur systemischen Verstrickung und dem Dienst an der Versöhnung zusammenfasst.

Schlüsselwörter

Familienaufstellung, Bert Hellinger, Systemische Therapie, Gruppendynamik, Bindungen, Familiensystem, Individuelles Gewissen, Gruppengewissen, Stellvertreter, Aufstellungsarbeit, Schuld, Verantwortung, Morphogenetische Felder, Versöhnung, Systemische Ordnung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verfahren der Familienaufstellung nach Bert Hellinger und beleuchtet sowohl die methodischen Ansätze als auch die kontroverse öffentliche und therapeutische Rezeption.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Konzepte von Ordnung und Bindung in Familien, der Umgang mit generationsübergreifenden Schicksalen und die Rolle des Therapeuten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, einen fundierten Überblick über die Methode zu geben und den inneren Prozess der Autorin zwischen Ablehnung und Anerkennung der Wirksamkeit darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Quellen sowie Aussagen von Hellinger und Kritikern einbezieht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Aufstellungspraxis, die Erklärung der systemischen Ordnungen und eine kritische Auseinandersetzung mit Hellingers Persönlichkeit und Arbeitsstil.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Familienaufstellung, systemische Therapie, Bindung, Gruppengewissen, Verantwortung und Versöhnung.

Wie unterscheidet Hellinger zwischen verschiedenen Gewissensarten?

Hellinger differenziert zwischen dem individuellen Gewissen, das Beziehungen zu nahen Personen regelt, und dem Gruppengewissen, das einen verborgenen Ausgleichsmechanismus innerhalb eines Familiensystems darstellt.

Warum steht die autoritäre Art Hellingers in der Kritik?

Kritiker empfinden sein direktes, bisweilen forderndes Auftreten als autoritär und unvereinbar mit modernen, weniger direktiven therapeutischen Ansätzen.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Familienaufstellung. Die systemische Therapie nach Bert Hellinger
Hochschule
Fachhochschule Mannheim, Hochschule für Sozialwesen
Veranstaltung
Praxisbezogene Fragen der personenzentrierten Familienspieltherapie
Note
1,0
Autor
Silke Stabenow (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
28
Katalognummer
V62311
ISBN (eBook)
9783638555760
ISBN (Buch)
9783656799641
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Familienaufstellung Therapie Bert Hellinger Praxisbezogene Fragen Familienspieltherapie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Silke Stabenow (Autor:in), 2003, Familienaufstellung. Die systemische Therapie nach Bert Hellinger, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62311
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  28  Seiten
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