Die Ausgliederung (Outsourcing) von Peripheriekompetenzen eines Unternehmens ist ein gängiges Instrument zur strategischen Ausrichtung auf dessen Kernkompetenzen. Mit der Auslagerung verbunden ist die Übertragung von Autonomie durch Dezentralisierung der Führung zur Ausnutzung des marktnahen Know-how einer Beteiligung. Eine steigende Anzahl von Beteiligungen bedarf daher einer guten Koordination durch das Controlling der Muttergesellschaft, damit die strategischen Vorteile, insbesondere der zusätzlich geschaffene Unternehmenswert, nachhaltig die erhöhten Kosten durch Verwaltung und Risiko übersteigen.
Die übergeordnete Aufgabe des Beteiligungscontrollings, Koordination und Harmonisierung der Pläne der Beteiligungsgesellschaften im Sinne des Unternehmensziels der Gesellschafter, lässt sich in strategische und operative Aufgaben unterteilen. Diese Arbeit beantwortet die Frage, welche Instrumente zur Steuerung von Beteiligungen in Theorie und Praxis erwähnt werden, welche Anforderungen diese erfüllen müssen und wie die Instrumente den Anforderungen gerecht werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Ein kurzer Überblick über die Aufgaben des Beteiligungscontrolling
3. Aspekte der Instrumente des Beteiligungscontrolling
3.1. Möglichkeiten der Kategorisierung von Instrumenten
3.1.1. Verschiedene Ansätze in der Literatur
3.1.2. Unterscheidung strategischer und operativer Instrumente
3.2. Überblick über die Instrumente des Beteiligungscontrolling
3.3. Auswahl der zu untersuchenden Instrumente für diese Arbeit
4. Ausgewählte Instrumente des operativen Beteiligungscontrolling
4.1. Anforderungen an Instrumente des operativen Beteiligungscontrolling
4.2. Darstellung operativer Instrumente des Beteiligungscontrolling
4.2.1. Berichts- und Rechnungswesen
4.2.2. Kennzahlen und Kennzahlensysteme
4.2.3. Shareholder Value
4.3. Beurteilung operativer Instrumente des Beteiligungscontrolling
5. Ausgewählte Instrumente des strategischen Beteiligungscontrolling
5.1. Anforderungen an Instrumente des strategischen Beteiligungscontrolling
5.2. Darstellung strategischer Instrumente des Beteiligungscontrolling
5.2.1. Portfoliotechniken
5.2.2. Wertschöpfungskette
5.2.3. Szenariotechnik
5.3. Beurteilung strategischer Instrumente des Beteiligungscontrolling
6. Zusammenfassung
7. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen Überblick über die in Theorie und Praxis gebräuchlichen Instrumente zur Steuerung von Beteiligungen zu geben. Dabei werden die spezifischen Anforderungen an diese Instrumente analysiert und bewertet, um aufzuzeigen, wie sie den komplexen Aufgaben des Beteiligungscontrollings gerecht werden.
- Aufgaben des Beteiligungscontrollings
- Kategorisierung und Anforderungen an Controlling-Instrumente
- Methoden des operativen Beteiligungscontrollings
- Strategische Instrumente zur Erfolgspotentialanalyse
- Beurteilung der Instrumente hinsichtlich Genauigkeit und Zukunftsorientierung
Auszug aus dem Buch
4.1. Anforderungen an Instrumente des operativen Beteiligungscontrolling
Wichtigste Aufgaben des operativen Beteiligungscontrolling sind die Informationsversorgung, die Unterstützung der Selbststeuerung der Beteiligungen und die Analyse des Beteiligungserfolgs. Informationen müssen entscheidungsrelevant sein. Dazu gehören die Aktualität, Vollständigkeit, Relevanz und Empfängerorientierung. Sie müssen unter dem Vollständigkeitsgebot situationsabhängig detailliert werden. Ferner muss der Informationsfluss in beide Richtungen gewährleistet sein. Zur Analyse des Beteiligungserfolges wird eine transparente und nachvollziehbare Vorgabe benötigt, an der die Qualität des Ist-Zustandes gemessen werden kann (Verknüpfung mit der Planung).
Diese Vorgaben und Kriterien müssen von den Entscheidungsträgern beeinflussbar und von äußeren Einflüssen isoliert sein. Weiter ist darauf zu achten, dass die Beurteilung anhand unternehmenseinheitlicher Kriterien erfolgt (sachliche Gleichbehandlung). Nur so lässt sich die Akzeptanz der Betroffenen sichern. Abweichungen von den Zielvorgaben muss mit Entscheidungsalternativen zur Gegensteuerung begegnet werden. Schon aus diesem Grund ist eine kurzfristige Informationsversorgung notwendig, damit eine Rückkopplung und damit auszulösende Lerneffekte gewährleistet werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Die Einleitung motiviert die Relevanz des Beteiligungscontrollings in wachsenden Konzernen und formuliert die zentralen Forschungsfragen der Arbeit.
2. Ein kurzer Überblick über die Aufgaben des Beteiligungscontrolling: Dieses Kapitel definiert die Rolle des Controllings als Führungsunterstützung und unterteilt die Aufgaben in strategische Erfolgspotentialanalyse und operative Erfolgssteuerung.
3. Aspekte der Instrumente des Beteiligungscontrolling: Es werden verschiedene Ansätze zur Kategorisierung von Instrumenten vorgestellt und eine grundlegende Unterscheidung zwischen strategischen und operativen Instrumenten getroffen.
4. Ausgewählte Instrumente des operativen Beteiligungscontrolling: Dieses Kapitel behandelt Anforderungen an operative Instrumente und stellt Methoden wie das Berichtswesen, Kennzahlensysteme und den Shareholder Value detailliert vor.
5. Ausgewählte Instrumente des strategischen Beteiligungscontrolling: Der Fokus liegt hier auf strategischen Werkzeugen wie Portfoliotechniken, der Wertschöpfungskette und der Szenariotechnik zur Analyse langfristiger Erfolgspotentiale.
6. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse und betont, dass eine erfolgreiche Beteiligungssteuerung zwingend auf der Kombination mehrerer Instrumente basieren muss.
Schlüsselwörter
Beteiligungscontrolling, Unternehmenssteuerung, operative Instrumente, strategische Instrumente, Kennzahlen, Portfoliotechnik, Wertschöpfungskette, Szenariotechnik, Erfolgspotential, Shareholder Value, Informationsversorgung, Berichts- und Rechnungswesen, Beteiligungsstrategie, Diversifizierung, Unternehmenswert.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen und praktischen Anwendung von Instrumenten zur Steuerung von Beteiligungen in einem Konzernumfeld.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Arbeit beleuchtet die Unterscheidung zwischen strategischem und operativem Beteiligungscontrolling sowie die spezifischen Anforderungen und Methoden in diesen beiden Bereichen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, zu identifizieren, welche Instrumente zur Beteiligungssteuerung existieren, welche Anforderungen sie erfüllen müssen und wie ihre Qualität in der Praxis beurteilt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Untersuchung zugrunde?
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse und Zusammenführung bestehender Controlling-Ansätze zur Ableitung von Anforderungen und Anwendungsbereichen der Instrumente.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung und kritische Beurteilung sowohl operativer Instrumente (z.B. Berichtswesen, Kennzahlen) als auch strategischer Instrumente (z.B. Portfoliomanagement, Wertschöpfungskette).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Zu den Kernbegriffen zählen Beteiligungscontrolling, strategische und operative Instrumente, Kennzahlensysteme, Portfoliotechnik sowie Unternehmenswertorientierung.
Wie wird die "Szenariotechnik" im Kontext der Arbeit bewertet?
Sie wird als hochflexibles Instrument zur ganzheitlichen Untersuchung zukünftiger Entwicklungen gewürdigt, wobei jedoch die Komplexität der Erstellung und die Prognoseunsicherheit als Nachteile hervorgehoben werden.
Warum ist laut Autor kein "spezielles Instrument" für das Beteiligungscontrolling ausreichend?
Der Autor argumentiert, dass kein einzelnes Instrument die Anforderungen an Genauigkeit und Zukunftsorientierung vollständig erfüllt, weshalb ein effektives Controlling zwingend auf einen Instrumenten-Mix setzen muss.
- Quote paper
- Christian Mechnik (Author), 2002, Instrumente des Beteiligungscontrollings, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6227