Die Europäische Union hat sich verpflichtet, das innergemeinschaftliche Wirtschaftsleben wettbewerblich zu organisieren und gleichzeitig auf umweltbewusstes Handeln Wert zu legen, d. h. Ressourcen zu schonen und Emissionen zu senken. Unter diesen beiden Aspekten ist das Ziel dieser Arbeit, einen Überblick über die Entwicklung des Güterverkehrs in Europa zu geben. Wie steht es dabei um die Eisenbahn als sauberes und umweltfreundliches Transportmittel im Vergleich zu anderen Verkehrsträgern? In welchen Staaten stellt die Bahn eine wirkliche Alternative zum LKW dar, und wie unterstützen sie den Transport auf der Schiene? Was wird für den Abbau technischer sowie politischer Barrieren getan, arbeiten die nationalen Bahnen zusammen, wird es eine „Europäische Bahn“ geben?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Bahn als umweltfreundlicher Verkehrsträger
- Umweltschutzmaßnahmen der Deutschen Bahn
- Entwicklung im Güterverkehr
- Notwendigkeit einer „Europäischen Bahn“
- Ausgangsbedingungen
- Ziele der Liberalisierungsstrategie der Europäischen Kommission
- Vergleich der europäischen Bahnen und Umsetzungsstand der Liberalisierung
- Ergebnisse der Liberalisierung im Vergleich
- Wettbewerbssituation
- Transitland Deutschland
- Rahmenbedingungen
- Instrumente zur Verlagerung des Transports von der Straße auf die Schiene
- Schwerverkehrsabgabe
- Gleisanschlussförderung
- Kombinierter Verkehr
- Beispiele für den Ausbau transeuropäischer Verkehrsnetze
- Railion – Die europäische Güterbahn
- Weitere Beispiele und Instrumente
- Versuch einer Vorhersage zur Entwicklung im Güterverkehr
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit analysiert die Entwicklung des Güterverkehrs in Europa im Kontext der europäischen Integration und der Notwendigkeit, sowohl wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit als auch Umweltschutz zu gewährleisten. Die Arbeit untersucht die Rolle der Bahn als umweltfreundlichen Verkehrsträger und beleuchtet die Herausforderungen der Liberalisierung des europäischen Bahnmarktes.
- Die Bedeutung der Bahn als umweltfreundlicher Verkehrsträger im Vergleich zu anderen Transportformen
- Die Herausforderungen und Chancen der Liberalisierung des europäischen Bahnmarktes
- Der Vergleich der europäischen Bahnen und die Wettbewerbslandschaft im Güterverkehr
- Die Rolle Deutschlands als Transitland und die Bedeutung des Ausbaus transeuropäischer Verkehrsnetze
- Die Entwicklung des Modal Splits im Güterverkehr und die Bedeutung von Instrumenten zur Verlagerung von der Straße auf die Schiene
Zusammenfassung der Kapitel
- Die Einleitung führt in das Thema ein und erläutert die Bedeutung der Bahn als umweltfreundlichen Verkehrsträger im Kontext der europäischen Integration.
- Kapitel 1 beleuchtet die Vorteile der Bahn im Umweltvergleich mit anderen Verkehrsträgern und präsentiert konkrete Umweltschutzmaßnahmen der Deutschen Bahn.
- Kapitel 2 analysiert die Entwicklung des Güterverkehrs in Europa und beleuchtet die Herausforderungen und Chancen der Bahn im Wettbewerb mit dem Straßengüterverkehr.
- Kapitel 3 befasst sich mit der Notwendigkeit einer „Europäischen Bahn“ und analysiert die Ziele und Herausforderungen der Liberalisierungsstrategie der Europäischen Kommission.
- Kapitel 4 vergleicht die europäischen Bahnen und bewertet den Umsetzungsstand der Liberalisierung, insbesondere im Hinblick auf die Wettbewerbslandschaft im Güterverkehr.
- Kapitel 5 untersucht die Rolle Deutschlands als Transitland und stellt Instrumente zur Verlagerung des Transports von der Straße auf die Schiene vor.
- Kapitel 6 zeigt Beispiele für den Ausbau transeuropäischer Verkehrsnetze und erläutert die Bedeutung der Zusammenarbeit im Bereich des Güterverkehrs.
Schlüsselwörter
Die Seminararbeit befasst sich mit den Schlüsselbegriffen europäische Integration, Güterverkehr, Bahn, Umweltschutz, Liberalisierung, Wettbewerb, Transitland, transeuropäische Verkehrsnetze, Modal Split, Schwerverkehrsabgabe, Gleisanschlussförderung, kombinierter Verkehr.
Häufig gestellte Fragen
Warum gilt die Bahn als umweltfreundlicher als der LKW?
Die Eisenbahn verursacht pro Tonnenkilometer signifikant weniger CO2-Emissionen und verbraucht weniger Ressourcen als der Straßengüterverkehr, was sie zu einem zentralen Baustein der umweltbewussten EU-Verkehrspolitik macht.
Was sind die Ziele der Liberalisierung des europäischen Bahnmarktes?
Die EU-Kommission möchte den Wettbewerb fördern, technische Barrieren zwischen nationalen Bahnsystemen abbauen und die Effizienz steigern, um mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu verlagern.
Welche Rolle spielt Deutschland als Transitland?
Aufgrund seiner zentralen Lage in Europa trägt Deutschland eine hohe Last des Transitverkehrs. Instrumente wie die LKW-Maut (Schwerverkehrsabgabe) und die Gleisanschlussförderung sollen den Schienenverkehr attraktiver machen.
Wird es eine „Europäische Bahn“ geben?
Die Arbeit untersucht Kooperationen wie „Railion“ und den Ausbau transeuropäischer Netze, die darauf abzielen, grenzüberschreitende Transporte so nahtlos wie möglich zu gestalten.
Was ist der „Kombinierte Verkehr“?
Hierbei werden verschiedene Verkehrsträger (z.B. LKW für die Kurzstrecke, Bahn für die Langstrecke) verknüpft, um die Vorteile der Schiene optimal zu nutzen, ohne an Flexibilität zu verlieren.
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- Christoph Wolf (Author), 2006, Positionierung der europäischen Bahnen im Güterverkehr, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61069