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Die Archäologie Trojas

Title: Die Archäologie Trojas

Seminar Paper , 2005 , 15 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Nicolai Specht (Author)

World History - Early and Ancient History
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Der Mythos Troia - Viele Künstler überlieferten die Ereignisse des Troianischen Krieges mündlich, der Tod des Priamos regte Dichter an, Werke zu verfassen und Homer war mit seiner Ilias der erste, der diese Vorkommnisse schriftlich festhielt. Der Mythos überlebte, der Reiz an der Suche nach Troia flachte hingegen ab. Mit Heinrich Schliemanns spektakulären Erfolgen Ende des 19. Jahrhunderts entstand jedoch ein neues Interesse an der Stadt Homers. Die Frage nach der Historizität des in Homers Ilias beschriebenen Troia und des Troianischen Krieges, bleibt jedoch bestehen. Die Archäologie Troias ist insofern von großem Interesse, da die Ausgrabungserfolge am Hissarlik für viel Aufsehen gesorgt haben und die archäologischen Funde größte Bedeutung für die Erforschung der homerischen Gesellschaft und Zeit darstellen. Mit meiner Arbeit möchte ich einen Eindruck über die archäologischen Arbeiten und Erfolge in vielleicht dem imposantesten historischen Ausgrabungsgebiet heutiger Zeit schaffen und den Leser vielleicht dazu anregen, sich intensiver mit den Themen Homer, Ilias und Troia zu beschäftigen. Beginnend mit einer kurz gehaltenen Beschreibung über die Stadt Troia und den Troianischen Krieg, werde ich Bezug auf die wichtigsten Archäologen der dortigen Forschungen nehmen und letztendlich die einzelnen Schichten, deren wichtigsten Ausgrabungserfolge und daraufhin gefassten Schlüsse darstellen und beschreiben, bevor in einem Fazit, das erarbeitete Ergebnis auf seine Wichtigkeit für die Geschichte und die heutige Zeit nochmals kurz zusammenfassend erläutert wird. In Anbetracht aktueller Ereignisse ist dieses Thema von noch größerer Relevanz, da Prof. Dr. Manfred Korfmann, der momentane Leiter der Ausgrabungen in Troia, vor wenigen Tagen an einer kurzen schweren Krankheit verstarb.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Geographie und Geschichte

3. Die Ausgrabungsgeschichte und ihre Archäologen

3.1. Frank Calvert

3.2. Heinrich Schliemann und Wilhelm Dörpfeld

3.3. Carl W. Blegen

3.4. Manfred Korfmann

4. Archäologie: Die Schichten Troias

4.1. Troia I – III (2920 – 2450 v. Chr.)

4.2. Troia IV – V (2100 - 1700 v. Chr.)

4.3. Troia VI – VII (1700 – 1150 v. Chr.)

4.4. Troia VIII – X (700 v. Chr. – 500 n. Chr.)

5. Die Suche nach der Stadtmauer

6. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die archäologische Erforschung Troias, um einen Überblick über die historischen Grabungsarbeiten zu geben und die wissenschaftliche Debatte um die Historizität des in der Ilias beschriebenen Schauplatzes zu beleuchten. Dabei steht die Frage im Vordergrund, inwieweit die archäologischen Befunde die literarischen Überlieferungen stützen können.

  • Historischer Überblick über die wichtigsten Archäologen und deren Methoden
  • Chronologische Analyse der archäologischen Schichten Troias
  • Untersuchung der archäologischen Belege für eine befestigte Unterstadt
  • Wissenschaftliche Debatte um die Historizität des Trojanischen Krieges
  • Interpretation des ökonomischen und sozialen Stellenwerts der Stadt in der Bronzezeit

Auszug aus dem Buch

3.4 Manfred Korfmann

Erst im Jahre 1988, nach 50 Jahren Grabungsunterbrechung, wurden die Ausgrabungen in Troia von einer 50-köpfigen Mannschaft unter Prof. Dr. Manfred Korfmanns (1942 – 2005) Führung wieder aufgenommen.

Der erst kürzlich verstorbene Manfred Korfmann war Professor für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie an der Universität Tübingen, wissenschaftlicher Leiter der Troia-Ausstellung in Bonn und leitete seit besagtem Jahr 1988 die Ausgrabungen in Troia. Jedes Jahr im Sommer begab sich Korfmann mit einem Team von angesehenen Archäologen zu einer mehrmonatigen Ausgrabungskampagne nach Troia, um großflächige Untersuchungen der Burg und systematische Untersuchungen der Untersiedlung durchzuführen. Die Fortschritte dieser archäologischen Arbeiten kann man auf einer Internetseite der Uni Tübingen (http://www.uni-tuebingen.de/troia/) abrufen. Unter seiner Leitung wurden von insgesamt 370 Wissenschaftlern 13.240 Quadratmeter Boden abgegraben und letztendlich war er überzeugt, dass das in Homers Ilias beschriebene Troia wirklich existiert habe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in den Mythos Troia ein und erläutert die Motivation sowie die Zielsetzung der Arbeit bezüglich der archäologischen Erforschung der Stadt.

2. Geographie und Geschichte: Dieses Kapitel beschreibt die strategisch günstige Lage Troias an den Dardanellen, die den wirtschaftlichen Aufstieg der Stadt begünstigte.

3. Die Ausgrabungsgeschichte und ihre Archäologen: Hier werden die wichtigsten Akteure von Frank Calvert bis Manfred Korfmann sowie deren maßgebliche Beiträge zur Entdeckung und Erforschung Troias dargestellt.

4. Archäologie: Die Schichten Troias: Dieser Abschnitt bietet eine detaillierte chronologische Analyse der verschiedenen Siedlungsschichten von Troia I bis Troia X.

5. Die Suche nach der Stadtmauer: Das Kapitel befasst sich mit den modernen Forschungsmethoden, insbesondere der magnetischen Prospektion, zum Nachweis der Befestigungsanlagen der Unterstadt.

6. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die Bedeutung Troias als archäologische Fundstätte und reflektiert über den aktuellen Diskussionsstand zur Historizität des Trojanischen Krieges.

Schlüsselwörter

Troia, Archäologie, Ausgrabungen, Hissarlik, Homer, Ilias, Historizität, Heinrich Schliemann, Manfred Korfmann, Bronzezeit, Unterstadt, magnetische Prospektion, Stadtmauer, Siedlungsschichten, Troianischer Krieg

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine Übersicht über die archäologische Erforschung Troias, von den Anfängen bis zu den modernen Untersuchungen der 1990er Jahre.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Geschichte der Ausgrabungen, die Interpretation der archäologischen Schichten sowie die Frage nach der historischen Existenz des trojanischen Schauplatzes aus Homers Ilias.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Leser über die archäologischen Erfolge in Troia zu informieren und die wissenschaftliche Bedeutung der Grabungen für die Geschichte zu erläutern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine Literaturanalyse und eine strukturierte Aufarbeitung der archäologischen Berichte durch, um die Grabungsergebnisse chronologisch darzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der bedeutenden Archäologen, die detaillierte Beschreibung der Siedlungsschichten und die spezifische Untersuchung der Stadtmauer-Funde.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Troia, Hissarlik, Archäologie, Historizität und die Namen der wichtigsten Archäologen wie Schliemann und Korfmann.

Warum war der Fund der Unterstadt so bedeutsam?

Der Fund der Unterstadt mittels magnetischer Prospektion widerlegte die Annahme, der Hissarlik sei zu klein für die in der Ilias beschriebene mächtige Stadt gewesen.

Welche Rolle spielt die magnetische Prospektion bei den Ausgrabungen?

Sie ermöglichte es, den Untergrund zu erforschen und Verteidigungsstrukturen wie Verteidigungsgräben zu identifizieren, ohne den Boden großflächig durch Ausgrabungen zu zerstören.

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Details

Title
Die Archäologie Trojas
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Geschichte)
Course
Proseminar „Homer und seine Zeit“
Grade
2,0
Author
Nicolai Specht (Author)
Publication Year
2005
Pages
15
Catalog Number
V60950
ISBN (eBook)
9783638545105
ISBN (Book)
9783656816034
Language
German
Tags
Archäologie Trojas Proseminar Zeit“
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicolai Specht (Author), 2005, Die Archäologie Trojas, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60950
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