In dieser Seminararbeit werde ich die Folgen des Ehebruchs in den Liaisons dangereuses, im Frankreich des 18. Jahrhunderts untersuchen. Als Basis dieser Untersuchung liegt der Arbeit der Roman les liaisons dangereuses von Choderlos de Laclos, in deutscher Übersetzung vor. Dabei werde ich mich nur auf den Roman beziehen, obwohl es viele Filmadaptionen gibt. Ich versuche zu klären, ob nicht gerade die Opfer des Romans Täter des Ehebruchs waren und in welcher Tragweite sich deshalb die Konsequenzen auf sie ausgewirkt haben. Starb das vermeintliche Opfer wirklich daran, dass es sich der wahren Liebe geöffnet hat, oder doch an den Folgen eines schlechten Gewissens seinem Ehemann gegenüber? Oder wollte der Autor uns sagen, dass man diese verschiedenen Wertesysteme der Liebe nicht vereinen kann? Des Weiteren versuche ich darzulegen, ob nicht die offiziellen Bösen auch Opfer ihrer Zeit wurden. Vielleicht sogar Opfer ihrer eigenen Prinzipien. Das wachsende Verlangen, jede Regung rational erklären zu müssen, kann unter Umständen zu der Gefühlskälte geführt haben, die beide ‚Bösewichte’ an den Tag legen. Gibt es Gewinner und Verlierer und wenn ja, warum sterben die ‚Guten’ während die ‚Bösen’ nur bestraft werden?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Frankreich im 18. Jahrhundert
- De Laclos Vita
- De Laclos und seine Zeit
- Les Liaisons et les Dangereuses
- Die Charaktere in den Liaisons dangereuses
- Das Verständnis der Opfer- und Täterrolle
- Liebe und Leidenschaft
- Der Teufel im Spiel der Liebe
- Liebe und ihre Illusion
- Konsequenzen: Mord, Rufmord, Selbstmord, Ächtung und Kloster
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit analysiert die Folgen des Ehebruchs in Choderlos de Laclos' Roman "Les Liaisons dangereuses" im Kontext des Frankreichs des 18. Jahrhunderts. Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob die Opfer des Romans möglicherweise selbst Täter des Ehebruchs sind und inwiefern sich die Konsequenzen auf sie auswirken. Außerdem wird untersucht, ob die vermeintlichen "Bösen" des Romans ebenfalls Opfer ihrer Zeit und ihrer eigenen Prinzipien geworden sind.
- Die Folgen des Ehebruchs im Frankreich des 18. Jahrhunderts
- Die Ambivalenz von Opfer- und Täterrolle
- Die Bedeutung der Liebe und Leidenschaft in der Gesellschaft
- Die Rolle von Moral und Rationalität in menschlichen Beziehungen
- Die Folgen von Verrat und Manipulation
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der Seminararbeit ein und stellt die Forschungsfragen vor. Das zweite Kapitel widmet sich dem historischen Kontext des Romans, beleuchtet die Biografie des Autors Choderlos de Laclos und die gesellschaftlichen Verhältnisse im Frankreich des 18. Jahrhunderts. Das dritte Kapitel analysiert die Charaktere des Romans und die Dynamik zwischen Opfer- und Täterrolle. Im vierten Kapitel wird die Rolle von Liebe und Leidenschaft in der Handlung untersucht, einschließlich der Folgen, die diese Emotionen für die Figuren haben.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Schlüsselbegriffen Ehebruch, Opfer- und Täterrolle, Liebe und Leidenschaft, Moral und Rationalität, Manipulation, Gesellschaftliche Normen und das Frankreich des 18. Jahrhunderts.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in „Les Liaisons dangereuses“?
Der Roman von Choderlos de Laclos thematisiert Intrigen, Manipulation und Ehebruch im französischen Adel des 18. Jahrhunderts.
Sind die Opfer im Roman auch Täter?
Die Arbeit untersucht, ob die Opfer durch ihr eigenes Handeln und das Nachgeben gegenüber dem Ehebruch eine Mitschuld an ihrem Schicksal tragen.
Warum sterben die „Guten“ am Ende des Romans?
Es wird analysiert, ob der Autor damit die Unvereinbarkeit verschiedener Wertesysteme der Liebe oder die tödlichen Folgen eines schlechten Gewissens aufzeigen wollte.
Sind die „Bösewichte“ auch Opfer?
Die Arbeit stellt die These auf, dass Valmont und Merteuil Opfer ihrer Zeit und ihrer eigenen Prinzipien der extremen Rationalität und Gefühlskälte sind.
Welche Rolle spielt die Rationalität im Roman?
Das Verlangen, jede menschliche Regung rational zu erklären, führt bei den Protagonisten zu einer emotionalen Isolation und schließlich zum Untergang.
Was sind die Konsequenzen des Ehebruchs im Buch?
Die Folgen reichen von Rufmord und gesellschaftlicher Ächtung bis hin zu Duellen, Klosteraufenthalten und dem Tod.
- Quote paper
- Daniela Kröner (Author), 2006, Untersuchung über die Konsequenzen des Ehebruchs in Choderlos de Laclos "Les Liaisons Dangereuses" - in Bezugnahme auf die Opfer- und Täterrollen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60878