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Der Personenbegriff in der Praktischen Philosophie

Title: Der Personenbegriff in der Praktischen Philosophie

Intermediate Examination Paper , 2006 , 19 Pages

Autor:in: Patricia Detto (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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„Person“ ist ein Schlüsselbegriff, denn an ihm entscheiden sich viele Fragen der Philosophie, der Gesellschaft, der Politik und auch der Medien, zum Beispiel um solche Fragen zu beantworten, ob man an Embryonen forschen darf oder ob aktive Sterbehilfe erlaubt ist. Es geht immer um Menschen, aber ab wann oder bis zu welchem Zeitpunkt sind es Personen? Um diese Frage soll es in dieser Arbeit gehen. Ich möchte zunächst auf die Geschichte des Begriffs Person eingehen, dann kurz den Personenbegriff in der Praktischen Philosophie vorstellen und einen Aufsatz von Klaus Steigleder vorstellen zur Debatte in der Medizinethik zur Unterscheidung zwischen Menschen und Personen. Und dann am Beispiel des Kapitels über den Tod von Michael Quante seinen Personenbegriff und seine Definition des Lebensendes aufzeigen. Und im folgenden eine konträre Meinung zu Quante von Ralf Stoecker darlegen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichte des Personenbegriffs

3. Der Personenbegriff in der Praktischen Philosophie

4. Die Unterscheidung zwischen Menschen und Personen. Zur Debatte in der Medizinethik von Klaus Stegleder

5. Michael Quante

5.1. Verwendung des Begriffs Person bei Quante

5.2. Vorüberlegungen

5.3. Der Zeitpunkt des Todes bei Quante

6. Ralf Stoecker

6.1. Verwendung des Begriffs Person bei Stoecker

6.2. „An den Grenzen des Todes - ein Plädoyer für die moralphilosophische Überwindung der Hirntod-Debatte.“

7. Konklusion

8. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den philosophischen Personenbegriff, insbesondere in der Praktischen Philosophie und der Medizinethik, und analysiert anhand der konträren Ansätze von Michael Quante und Ralf Stoecker die moralischen Implikationen bei der Definition von Lebensbeginn und Lebensende.

  • Historische Entwicklung des Personenbegriffs
  • Differenzierung zwischen Menschen und Personen
  • Ethische Debatten in der Medizinethik
  • Personale Identität und Definition des Todes
  • Konflikt zwischen biologischem und personalem Lebensverständnis

Auszug aus dem Buch

5.2. Vorüberlegungen

Quante beginnt mit einigen Vorüberlegungen, die für wichtig sind und kommt dann zu einer Definition des Todes. In den Vorüberlegungen sagt er, dass es drei verschiedene Arten der Festlegung des Todeszeitpunktes gibt den Herz-Kreislauftod, den Ganzhirntod und den Teilhirntod. „Vor diesem Hintergrund sind dann folgende Szenarien denkbar:

(1) alle Hirnfunktionen, aber auch die Herz-Kreislauffunktionen sind irreversibel erloschen - Tod nach allen drei Konzeptionen

(2) alle Hirnfunktionen sind irreversibel erloschen, aber die Herz-Kreislauffunktionen und die Atmung werden maschinell gestützt aufrechterhalten - Tod nach Ganzhirn- und Teilhirntodkonzeption

(3) nur die Funktionen des Neocortex sind irreversibel erloschen, der Hirnstamm ist weiter funktionsfähig, Atmung und Herztätigkeit spontan - Tod nach dem Teilhirntodkonzept

(4) einige der Funktionen des Neocortex sind irreversibel ausgefallen - Tod nach einigen Teilhirntodkonzeptionen

(5) vollständiger irreversibler Ausfall des Hirnstamms bei Aufrechterhaltung der Funktion des Neocortex, Herz-Kreislauffunktionen und Beatmung werden maschinell gestützt aufrechterhalten – eventuell Tod nach dem in Großbritannien geltenden Konzept des Hirnstammtodes.“

Dadurch kommt Quante zu dem Pluralismusproblem, ob der Mensch verschiedene Tode stirbt den einer Person und den des Organismus, bzw. ob es mehrere Todesbegriffe gibt, die nebeneinander bestehen. Er kommt dann zu dem Schluss: „ Ob eine Definition des Todes akzeptabel ist, folgt also nicht aus naturwissenschaftlichen oder empirischen Bedingungen allein, sondern muss vor dem Hintergrund weitergehender (philosophischer, religiöser, kultureller) Überzeugungen entschieden werden. Die Bestimmung eines adäquaten Todesbegriffes erfordert daher,..., weitreichende begriffliche Analysen und ist damit ein philosophisches Unterfangen.“ Er fordert, dass es eine Definition des Todesbegriffes gibt, die rein deskriptiver Natur ist und dass es keine Pluralität von Todesbegriffen gibt, sondern nur noch Kriterien benannt werden, also folglich eine nicht-pluralistische deskriptive Konzeption des Todes. Er wird im Folgenden sich um die Analyse des Ereignis des Todes bemühen und absehen von dem Prozess des Sterbens und dem Status des Tot-Seins.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung des Personenbegriffs als Schlüsselbegriff für ethische Fragen in der Gesellschaft und Definition des Ziels der Arbeit.

2. Geschichte des Personenbegriffs: Chronologischer Überblick über die Entwicklung des Personenkonzepts von der Antike über die Scholastik bis zur modernen Philosophie.

3. Der Personenbegriff in der Praktischen Philosophie: Erörterung der zentralen Bedeutung des Personenkonzepts für Menschenrechte, Ethik und politische Philosophie.

4. Die Unterscheidung zwischen Menschen und Personen. Zur Debatte in der Medizinethik von Klaus Stegleder: Analyse der medizinethischen Debatte über moralischen Status unter Berücksichtigung verschiedener philosophischer Positionen wie der von Peter Singer.

5. Michael Quante: Darstellung der Verwendung des Begriffs Person bei Quante, seiner Unterscheidung von Todeskonzeptionen und der Festlegung auf ein Ganzhirntodkriterium.

6. Ralf Stoecker: Diskussion von Stoeckers Kritik am modernen Personenbegriff und seine Verteidigung der Heiligkeit des menschlichen Lebens gegenüber der Hirntod-Debatte.

7. Konklusion: Abschließende Betrachtung der konträren Positionen von Quante und Stoecker und Einordnung der Ergebnisse in den Kontext der modernen Transplantationsmedizin.

8. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten philosophischen Texte und Quellen.

Schlüsselwörter

Personenbegriff, Praktische Philosophie, Medizinethik, Menschenwürde, Ganzhirntod, Hirntod-Debatte, Michael Quante, Ralf Stoecker, Personale Identität, Lebensende, Ethik, Organtransplantation, Utilitarismus, Kontinuitätsargument, Lebensbegriff

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem philosophischen Personenbegriff und dessen Anwendung in der modernen Praktischen Philosophie sowie der Medizinethik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von "Person" und "Mensch", die ethische Bewertung von Lebensbeginn und Lebensende sowie die Kontroverse um die Hirntod-Diagnostik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, anhand der konträren Ansätze von Michael Quante und Ralf Stoecker zu analysieren, wie unterschiedlich der Personenbegriff definiert wird und welche Konsequenzen dies für moralische Entscheidungen in der Medizin hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Analyse, die zentrale Texte und Ansätze bekannter Philosophen zur Personentheorie kritisch gegenüberstellt und vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Ansätze von Klaus Steigleder zur medizinethischen Debatte sowie die detaillierte Darstellung und Gegenüberstellung der Positionen von Michael Quante und Ralf Stoecker zum Thema Tod und Personalität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Personenbegriff, Medizinethik, Hirntod, moralischer Status, Personale Identität und Lebensende.

Warum spielt der Unterschied zwischen "Mensch" und "Person" in der Medizinethik eine so große Rolle?

Dieser Unterschied ist entscheidend, da er häufig genutzt wird, um den moralischen Status eines Wesens zu bestimmen – etwa in Fragen der Organspende, der Forschung an Embryonen oder der Sterbehilfe.

Wie unterscheidet sich die Auffassung von Michael Quante von der von Ralf Stoecker?

Quante vertritt eine eher liberale Position, die eine enge Verbindung zwischen Personalität und Gehirnfunktionen (Ganzhirntod) zieht, während Stoecker die Heiligkeit des menschlichen Lebens betont und die Gleichsetzung von Hirntod mit dem Tod des Menschen kritisch hinterfragt.

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Details

Title
Der Personenbegriff in der Praktischen Philosophie
College
Martin Luther University  (Institut für Philosophie)
Author
Patricia Detto (Author)
Publication Year
2006
Pages
19
Catalog Number
V60341
ISBN (eBook)
9783638540445
ISBN (Book)
9783638752817
Language
German
Tags
Personenbegriff Praktischen Philosophie Person
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Patricia Detto (Author), 2006, Der Personenbegriff in der Praktischen Philosophie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60341
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