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Regulationsstörungen in der frühen Kindheit

Title: Regulationsstörungen in der frühen Kindheit

Seminar Paper , 2006 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nina Sandleben (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Summary Excerpt Details

Säuglinge, die Schwierigkeiten bei ihrer Selbstregulation haben und daher viel schreien oder Probleme beim Stillen, Füttern, Essen und Schlafen haben, bereiten vielen Eltern Sorgen. Diese Probleme zählen zu den häufigsten Gründen für einen Besuch beim Kinderarzt. Auch wenn sie im ersten Lebensjahr fast bei allen Kindern zeitweise auftreten, aber generell schnell wieder vergehen, kann es vorkommen, dass die Probleme über eine lange Zeit in extremer Form anhalten. So können einige Säuglinge fast jede Nacht nicht ein- oder durchschlafen. Andere wollen über Wochen einfach nichts essen oder schreien exzessiv den ganzen Tag über, sind quengelig und unruhig und lassen sich trotz aller Bemühungen der Eltern nicht beruhigen. Etwa 15- 30 % der gesunden Säuglinge entwickeln solche „Schrei-, Schlaf- und Fütterstörungen“, die in der Forschung und Praxis als „Regulationsstörungen in der frühen Kindheit“ verstanden werden. Wie solche Regulationsstörungen im ersten Lebensjahr genauer definiert werden, welche Ursachen sie haben können und durch welche Störungsbilder sie gekennzeichnet sind, soll in der Arbeit dargestellt und beschrieben werden. Dabei wird erst zu erklären versucht, was (Selbst-)Regulationsstörung genau bedeutet, wechle Faktoren sie beinflussen und welche Bedeutung sie für die kindliche Entwicklung hat. Zum Schluss soll anhand der genaueren Störungsbeschreibung des „exzessiven Schreines“ aufgezeigt werden, wie sich Regulationsstörungen eventuell auf die sich entwickelnde Eltern- Kind- Beziehung auswiken, und warum eine Intervention durch eine Beratung oder Therapie hilfreich und notwenig sein könnte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Frühkindliche Regulationsprozesse

1.1 Selbstregulatorische Fähigkeiten des Säuglings

1.2 Eltern als unterstützende ‚Ko- Regulatoren’

2 Regulationsstörungen

2.1 Definition

2.2 Ätiologie und Entstehungsbedingungen

2.2.1 Mögliche Risikofaktoren

2.2.1 Das Teufelskreis- Prinzip

2.3 Störungsbilder und Prävalenz

3 Exzessives Schreien

3.1 Definition und Abgrenzung

3.1 Ätiologie und Prävalenz

3.2 Leitsymptome und Erscheinungsbild

3.3 Auswirkungen auf die Eltern- Kind- Beziehung

3.4 Interventions- und Therapiemöglichkeiten

4 Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen frühkindlicher Regulationsstörungen, mit einem besonderen Fokus auf exzessives Schreien. Ziel der Arbeit ist es, die Ursachen, Erscheinungsbilder und die wechselseitige Dynamik zwischen Säugling und Eltern zu beleuchten sowie die Notwendigkeit therapeutischer Interventionen zur Sicherung einer gesunden Eltern-Kind-Beziehung aufzuzeigen.

  • Grundlagen der frühkindlichen Selbstregulation
  • Entstehungsbedingungen von Regulationsstörungen
  • Die Dynamik des "Teufelskreis-Prinzips" in der Eltern-Kind-Interaktion
  • Symptomatik und diagnostische Abgrenzung bei exzessivem Schreien
  • Bedeutung von Unterstützung und therapeutischen Interventionen

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Das Teufelskreis- Prinzip

Die störungsverursachenden Probleme liegen daher nicht nur auf Seiten des Säuglings oder der Eltern: „ Immer sind beide Partner betroffen, und immer geht es um das Gelingen oder Misslingen ihres Zusammenspiels in... Interaktionskontexten, und dies unter Einfluss einer Vielzahl von potentiellen, untereinander vernetzten Belastungs- und Schutzfaktoren auf Seiten beider Partner und ihrer Umwelt“ (Papoušek 1999 ; S. 155). Bei der Entwicklung von Regulationsstörungen handelt es sich also vielmehr um einen Entwicklungsprozess, an dem beide, sich gegenseitig beeinflussend, beteiligt sind. In diesem „komplexen dynamischen System“ (ebd.) kann durch die fortlaufende wechselseitige Beeinflussung ein Kreislauf entstehen, durch den die Regulationsstörung zudem aufrechterhalten werden wird: So kann z.B. ein Säugling mit eingeschränkten Fähigkeiten in der Selbstregulation durch sein Verhalten bei seinen Eltern Verunsicherung hervorrufen, da er, trotz vieler verschiedener Beruhigungsbemühungen, nicht aufhören kann zu schreien. Diese Verunsicherung kann die intuitiven Fähigkeiten der Eltern störend beeinflussen. Sie können dann auf Grund dessen ihrem Kind nicht die Unterstützung geben, die es braucht. Es kann sich nicht beruhigen, schreit weiter und verstärkt so die Verunsicherung auf Seiten seiner Eltern.

Dieser Prozess wird als sogenannter „Teufelskreis negativer Gegenseitigkeit“ (Papoušek 2004, S. 97 f.f.) bezeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema frühkindliche Regulationsstörungen ein, erläutert die Bedeutung für die kindliche Entwicklung und umreißt die Struktur der Arbeit.

1 Frühkindliche Regulationsprozesse: Dieses Kapitel beschreibt die physiologischen Anpassungsprozesse nach der Geburt und die Entwicklung basaler Selbstregulationsfähigkeiten des Säuglings sowie die Rolle der Eltern als Ko-Regulatoren.

2 Regulationsstörungen: Hier werden Definitionen, ätiologische Faktoren wie Risikokonstellationen und das Teufelskreis-Prinzip sowie die verschiedenen Störungsbilder und deren Prävalenz analysiert.

3 Exzessives Schreien: Dieses Hauptkapitel widmet sich detailliert der Definition, den Ursachen, den Symptomen, den Folgen für die Eltern-Kind-Beziehung sowie den therapeutischen Interventionsmöglichkeiten bei Schreibabys.

4 Ausblick: Der Ausblick resümiert die Relevanz der Thematik und betont die Bedeutung frühzeitiger präventiver Angebote zur Förderung der Eltern-Kind-Beziehung.

Schlüsselwörter

Regulationsstörungen, Frühkindliche Entwicklung, Selbstregulation, Eltern-Kind-Beziehung, Exzessives Schreien, Schreibabys, Ko-Regulation, Teufelskreis-Prinzip, Stressbelastung, Psychosoziale Faktoren, Prävention, Beratung, Therapie, Interaktion, Bindungsstörung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit Störungen der Selbstregulation bei Säuglingen, insbesondere mit dem klinischen Bild des exzessiven Schreiens, und deren Auswirkungen auf die frühkindliche Entwicklung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die frühkindliche Selbstregulation, die Bedeutung elterlicher Unterstützung, die Entstehung von Regulationsstörungen sowie Interventionsmöglichkeiten bei dysfunktionalen Eltern-Kind-Interaktionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Dynamik von Regulationsstörungen zu erklären, den Kreislauf negativer Interaktionen zu verdeutlichen und die Notwendigkeit professioneller Beratung für betroffene Familien zu unterstreichen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Aufarbeitung klinischer Forschungsdaten, insbesondere der Erkenntnisse der "Münchener Sprechstunde für Schreibabys".

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definitionen, die ätiologischen Entstehungsbedingungen, das "Teufelskreis-Prinzip" sowie die spezifische Symptomatik und Behandlungsmöglichkeiten bei exzessiv schreienden Säuglingen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Regulationsstörungen, Schreibabys, Ko-Regulation, Eltern-Kind-Beziehung und Teufelskreis-Prinzip.

Was besagt das "Teufelskreis-Prinzip" konkret in Bezug auf die Eltern?

Es beschreibt einen Prozess, bei dem das unstillbare Schreien des Säuglings die Eltern verunsichert und erschöpft, was wiederum ihre feinfühlige Reaktionsfähigkeit mindert, wodurch der Säugling noch weniger Unterstützung erfährt und die Störung aufrechterhalten wird.

Welche Rolle spielt die "Münchener Sprechstunde" in dieser Hausarbeit?

Sie dient als wesentliche empirische Quelle, um Prävalenzraten, Risikofaktoren und den Erfolg von Beratungsangeboten bei Regulationsstörungen wissenschaftlich zu belegen.

Warum ist eine Intervention bei Schreibabys so dringend notwendig?

Neben der Entlastung der Eltern ist eine Intervention entscheidend, um eine Bindungsstörung zu verhindern und die negativen, potenziell gesundheitsgefährdenden Folgen chronischer Belastung für das Kind abzuwenden.

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Details

Title
Regulationsstörungen in der frühen Kindheit
College
Free University of Berlin  (Kleinkindpädagogik)
Grade
1,0
Author
Nina Sandleben (Author)
Publication Year
2006
Pages
22
Catalog Number
V60222
ISBN (eBook)
9783638539531
ISBN (Book)
9783656815877
Language
German
Tags
Regulationsstörungen Kindheit frühe Kindheit Säuglingsalter Eltern-Kind-Beziehung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nina Sandleben (Author), 2006, Regulationsstörungen in der frühen Kindheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60222
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