Hypertext-Lernumgebungen ermöglichen selbstgesteuertes Lernen, eine Form komplexen Handelns, für das der Einfluss von handlungsbezogenen Persönlichkeitsmerkmalen von Bedeutung scheint. Eines von diesen ist das Konstrukt der Kontrollüberzeugungen, die mehr oder weniger stark über Situationen und Lebensbereiche generalisierte Erwartung einer Person darüber, Ereignisse in ihrem Lebensraum weitgehend selbst beeinflussen zu können (internale Kontrollüberzeugungen) oder dabei von einer außerhalb von ihr liegenden Instanz abhängig zu sein (externale Kontrollüberzeugungen), d. h. einer anderen Person mit mehr Macht (soziale Externalität) oder Glück, Zufall und Schicksal (fatalistische Externalität). Hauptziel dieser an 322 SchülerInnen siebenter Klassen allgemeinbildender höherer Schulen in Wien und Niederösterreich durchgeführten Untersuchung war es, den Einfluss von generalisierten und bereichspezifischen Kontrollüberzeugungen auf die Navigation (gemessen als Anzahl betrachteter Knoten, Seitenaufrufen, Bearbeitungszeit und Bearbeitungstiefe) in einem Hypertext über das Mittelalter und das Ausmaß des Wissenserwerbs zu erforschen. Erwartungsgemäß wirkten sich sowohl generalisierte als auch hypertextspezifische Internalität statistisch signifikant auf die Navigation der TeilnehmerInnen aus: Bei mittlerer generalisierter und bei hoher hypertextspezifischer Internalität wurden die im Mittel höchsten Bearbeitungstiefen erreicht. Neben Kontrollüberzeugungen beeinflussten kognitive Fähigkeiten, Interesse an der Arbeit am Computer und eine positive Einstellung zum PC die Navigation der TeilnehmerInnen. Größerer Explorationsumfang und höher selbst eingeschätztes Vorwissen über das Mittelalter führten zu besseren Ergebnissen im Wissenstest.
Inhaltsverzeichnis
EINLEITUNG
THEORETISCHE GRUNDLAGEN
1. Kontrollüberzeugungen
1.1 Begriffsbestimmungen
1.2 Verwandte Konstrukte
1.3 Konstruktentwicklung
1.3.1 Soziale Lerntheorie von Rotter
1.3.2 Konstruktdifferenzierungen
1.3.2.1 Passive und defensive Externalität
1.3.2.2 Konstruktdifferenzierung von Levenson
1.3.3 Konzept der Selbstwirksamkeit von Bandura
1.3.4 Handlungstheoretisches Partialmodell der Persönlichkeit von Krampen
1.3.5 Bereichspezifische Kontrollüberzeugungen
1.4 Entwicklung von Kontrollüberzeugungen
1.4.1 Kontrollüberzeugungen und Sozialisation
1.4.2 Altersbedingte Veränderungen von Kontrollüberzeugungen
1.5 Messung von Kontrollüberzeugungen
1.6 Individuelle Unterschiede aufgrund von Kontrollüberzeugungen
1.7 Kontrollüberzeugungen im Zusammenhang mit Informationssuche, akademischen Leistungen und selbstgesteuertem Lernen
1.7.1 Informationssuche
1.7.2 Verhalten und Ergebnisse in akademischen Leistungssituationen
1.7.3 Selbstgesteuertes Lernen
1.7.3.1 Kontrollüberzeugungen im Zusammenhang mit selbstgesteuertem Lernen
1.7.3.2 Empirische Ergebnisse zu Kontrollüberzeugungen und selbstgesteuertem Lernen mit Computer
2. Das Medium Hypertext
2.1 Begriffsbestimmungen
2.2 Text und Hypertext
2.3 Geschichte von Hypertext
2.4 Anwendungsbereiche von Hypertext
2.5 Aufbau von Hypertext
2.5.1 Hypertext – Basis
2.5.2 Knoten
2.5.3 Links
2.5.4 Hypertext – Strukturen
2.6 Navigation in Hypertext
2.6.1 Browsing als hypertexttypisches Navigationsverhalten
2.6.2 Navigationsmuster
2.6.3 Navigationstypen
2.7 Hypertext als Lernmedium
2.7.1 Argumente für Hypertext
2.7.1.1 Kognitive Plausibilität
2.7.1.2 Multimedialität
2.7.1.3 Kognitive Flexibilität
2.7.1.4 Lernerkontrolle
2.7.1.5 Entdeckendes und inzidentielles Lernen
2.7.2 Argumente gegen Hypertext
2.7.2.1 Desorientierung
2.7.2.2 Kognitive Überlastung
2.8 Personeninterne Faktoren
2.8.1 Geschlecht
2.8.2 Fähigkeiten
2.8.3 Vorwissen, Erfahrungen und Einstellungen
2.8.3.1 Domänenspezifisches Vorwissen
2.8.3.2 Erfahrung im Umgang mit Computer und Hypertext
2.8.3.3 Hypertext – Literacy
2.8.3.4 Einstellungen zu Computer und Hypertext
2.8.4 Interesse und Motivation
2.8.4.1 Interesse
2.8.4.2 Motivation
2.8.5 Selbstwirksamkeit
2.8.6 Kontrollüberzeugungen
3. Resümee und Ausblick
4. Fragestellungen und Forschungshypothesen
4.1 Herleitung der Fragestellungen
4.2 Ableitung der psychologischen Hypothesen
4.2.1 Zu Auswirkungen von generalisierten Kontrollüberzeugungen auf die Bearbeitung von Hypertext
4.2.2 Zu Auswirkungen von bereichspezifischen Kontrollüberzeugungen auf die Bearbeitung von Hypertext
4.2.3 Zu anderen Einflussfaktoren auf die Bearbeitung von Hypertext und ihren Zusammenhänge mit Kontrollüberzeugungen
4.2.3.1 Geschlechtsunterschiede
4.2.3.2 Fähigkeiten
4.2.3.3 Vorwissen, Erfahrungen und Einstellungen
4.2.3.4 Interesse und Motivation
4.2.3.5 Kompetenz- und Selbstwirksamkeitserwartungen
4.2.4 Zu unterschiedlichen Lernleistungen in Abhängigkeit von Kontrollüberzeugung und der Bearbeitung von Hypertext
4.3 Fragestellungen der explorativen Datenanalyse
METHODE
5. Untersuchungsplan
5.1 Unabhängige Variablen
5.2 Abhängige Variablen
5.3 Weitere Variablen
6. Untersuchungsinstrumente
6.1 Erhebung von demografischen Daten
6.2 Erhebung von Schulnoten
6.3 Fragebogen Interesse
6.4 Leistungstests
6.4.1 Allgemeines zur ISA und der Vorgabe der Subtests
6.4.2 Merkfähigkeit (ISA – Waren merken)
6.4.3 Logisches Schließen – numerisch (ISA – Zahlenreihen fortsetzen)
6.4.4 Logisches Schließen – verbal (ISA – Beziehungen herstellen)
6.5 Erhebung von Erfahrung und Vorwissen
6.5.1 Informationsnetztechnisches Vorwissen
6.5.1.1 Computer- und Internet-bezogene Erfahrungen
6.5.1.2 Erfahrung im Umgang mit Hypertext
6.5.2 Domänenspezifisches Vorwissen
6.6 Einstellung zum Computer
6.7 Kompetenz- und Kontrollüberzeugungen
6.7.1 Generalisierte Kompetenz- und Kontrollüberzeugungen (FKK)
6.7.1.1 Allgemeines zum FKK
6.7.1.2 Online-Umsetzung des gekürzten FKK
6.7.2 Bereichspezifische Kontrollüberzeugungen (KUT)
6.7.2.1 Allgemeines zum KUT
6.7.2.2 Adaptierung der Kurzform des KUT für die Erfassung der hypertextspezifischen Kontrollüberzeugungen
6.8 Hypertext „Essen und Trinken im Mittelalter“
6.8.1 Zur Entstehung des Hypertextes
6.8.2 Beschreibung des Hypertextes
6.8.3 Zur technischen Umsetzung der Datenerfassung im Hypertext
6.9 Wissenstest zum Hypertext
6.9.1 Erstellung des Wissenstests
6.9.2 Zur Vorgabe des Wissenstest in der Untersuchung
6.10 Fragebogen zur Beurteilung des Hypertextes und seiner Bearbeitung
7. Untersuchungsdurchführung
8. Untersuchungsablauf
8.1 Erster Teil der Untersuchung
8.2 Zweiter Teil der Untersuchung
9. Beschreibung der Stichprobe
ERGEBNISSE
10. Teststatistische Analysen der Untersuchungsinstrumente
10.1 Gekürzter FKK (generalisierte Kontrollüberzeugungen)
10.2 Adaptierte KUT-Kurzform (hypertextspezifische Kontrollüberzeugungen)
10.3 ISA-Subtests
10.4 Fragebogen zur Erhebung des Interesses
10.5 Fragebogen zur Erhebung von Computer-, Internet- und Hypertexterfahrung
10.6 Fragebogen zur Computer-Einstellung
10.7 Fragebogen zur Einschätzung des Vorwissens
10.8 Fragebogen zur Beurteilung des Hypertextes und seiner Bearbeitung
10.9 Wissenstest nach der Hypertext-Bearbeitung
11. Deskriptive Datenanalyse
11.1 Zu den Ergebnissen der Leistungstests
11.2 Zum informationsnetztechnischen Vorwissen und der Erfahrung im Umgang mit Hypertext
11.3 Zur Einstellung zum Computer
11.4 Zu Interessen und Motivation
11.5 Zum domänenspezifischen Vorwissen
11.6 Zur Navigation durch den Hypertext
11.7 Zum Wissenstest nach der Hypertextbearbeitung
11.8 Zur Beurteilung des Hypertextes
11.9 Zu generalisierten Kompetenzerwartungen und Kontrollüberzeugungen
11.10 Zusammenhänge zwischen generalisierten Kompetenzerwartungen und Kontrollüberzeugungen und möglichen Einflussfaktoren auf die Bearbeitung des Hypertextes
11.10.1 Kontrollüberzeugungen und kognitive Fähigkeiten
11.10.2 Kontrollüberzeugungen und Erfahrung mit Hypertext
11.10.3 Kontrollüberzeugungen und Einstellung zum Computer
11.10.4 Kontrollüberzeugungen, Interesse und Motivation
12. Hypothesenprüfung
12.1 Zu den die Navigation beeinflussenden Variablen
12.1.1 Geschlecht
12.1.2 Kognitive Fähigkeiten
12.1.3 Domänenspezifisches Vorwissen
12.1.4 Erfahrung im Umgang mit Hypertext
12.1.5 Positive Einstellung zum Computer
12.1.6 Interesse
12.1.7 Motivation
12.1.8 Generalisierte Kompetenzerwartungen
12.1.9 Zusammenfassung der Ergebnisse zu den die Navigation beeinflussenden Variablen
12.2 Zum Einfluss der generalisierten Kontrollüberzeugungen auf die Bearbeitung des Hypertextes
12.2.1 Anzahl betrachteter Hypertextseiten
12.2.2 Anzahl der Seitenaufrufe
12.2.3 Bearbeitungszeit
12.2.4 Bearbeitungstiefe
12.3 Zum Einfluss der bereichspezifischen Kontrollüberzeugungen auf die Bearbeitung des Hypertextes
12.3.1 Anzahl betrachteter Hypertextseiten
12.3.2 Anzahl der Seitenaufrufe
12.3.3 Bearbeitungszeit
12.3.4 Bearbeitungstiefe
12.3.5 Zusammenfassung der Ergebnisse zum Einfluss von Kontrollüberzeugungen auf die Navigation im Hypertext
12.4 Zu den Einflussfaktoren auf den Wissenserwerb
12.4.1 Vorwissen
12.4.2 Navigation im Hypertext
12.4.3 Kontrollüberzeugungen
12.4.4 Zusammenfassung der Ergebnisse zu den Einflussfaktoren auf den Wissenserwerb
12.5 Zusammenfassung der Hypothesenprüfung
13. Weitere Ergebnisse
13.1 Clusteranalyse zur Navigation
13.1.1 Allgemeines zur Clusteranalyse
13.1.2 Beschreibung der Cluster hinsichtlich des Navigationsverhaltens
13.1.3 Analyse der Cluster in Hinblick auf die neben der Navigation untersuchten Variablen
13.1.3.1 Kontrollüberzeugungen
13.1.3.2 Kognitive Fähigkeiten
13.1.3.3 Aufgabenschwierigkeit
13.1.4 Zusammenfassung der Ergebnisse zur Clusteranalyse
13.2 Weiterführende Analyse der Wissenstestergebnisse
13.2.1 Wissenstestrelevante Maße der Hypertextbearbeitung
13.2.2 Wissenstestbearbeitung von Personen in Clustern mit unterschiedlichem Navigationsverhalten
13.2.3 Lernleistung
13.2.3.1 Lernleistungsmaß (LLM)
13.2.3.2 Unterschiede in der Lernleistung aufgrund von Unterschieden in Personenmerkmalen und Navigationsverhalten
13.2.4 Zusammenfassung der weiterführenden Analyse der Wissenstestergebnisse
DISKUSSION
14. Ergebnisse der Untersuchung und ihre Diskussion im Kontext der bisherigen Forschung zu Kontrollüberzeugungen und Hypertext
14.1 Korrelative Ergebnisse
14.2 Auswirkungen von personeninternen Faktoren auf die Navigation
14.2.1 Personenvariablen ohne Einfluss auf die Navigation
14.2.1.1 Geschlecht
14.2.1.2 Informationsnetztechnisches Vorwissen
14.2.1.3 Domänenspezifisches Vorwissen
14.2.1.4 Interesse am Thema des Hypertextes, Motivation und Kompetenzerwartungen
14.2.2 Personenvariablen mit Einfluss auf die Navigation
14.2.2.1 Kognitive Fähigkeiten
14.2.2.2 Interesse an der Arbeit mit dem PC und positive Einstellung zum Computer
14.3 Die Bedeutung von Kontrollüberzeugungen
14.3.1 Erklärungsansätze für die Ergebnisse zu generalisierten und bereichspezifischen Kontrollüberzeugungen
14.3.2 Einfluss von Kontrollüberzeugungen auf die Navigation im Hypertext
14.4 Einflussfaktoren auf den Wissenserwerb
14.4.1 Vorwissen
14.4.2 Navigation
14.4.3 Kontrollüberzeugungen
14.4.4 Erklärungsansätze für die Ergebnisse des Wissenstests
15. Reflexion: Kritikpunkte und Anregungen für zukünftige Untersuchungen
16. Implikationen für die Praxis
ZUSAMMENFASSUNG
LITERATUR
Zielsetzung & Themen
Ziel der Studie ist es zu untersuchen, inwieweit unterschiedliche Ausprägungen generalisierter und bereichspezifischer Kontrollüberzeugungen die Informationssuche (Navigation) von GymnasiastInnen der 11. Schulstufe in einem Hypertext über das Mittelalter sowie den daraus resultierenden Wissenserwerb beeinflussen.
- Einfluss von Kontrollüberzeugungen auf das Navigationsverhalten
- Zusammenhang zwischen Personenmerkmalen und Wissenserwerb im Hypertext
- Differenzierung zwischen generalisierten und hypertextspezifischen Kontrollüberzeugungen
- Rolle kognitiver Fähigkeiten und motivationaler Faktoren beim Lernen mit Hypertext
- Analyse von Navigationsmustern und Wissenstestergebnissen
Auszug aus dem Buch
1.1 Begriffsbestimmungen
Die Kontrollüberzeugungen (= „locus of control of reinforcement“, Rotter, 1966), ein zentrales Konzept, wenn es um die Ausübung von Tätigkeiten geht, sind theoretisch in der Sozialen Lerntheorie von Rotter (siehe Kapitel 1.3.1, S. 29f.) verankert. Es handelt sich bei ihnen allgemein um Erwartungen bezüglich der Instanz, die von der Person als verantwortlich für Konsequenzen ihres Verhaltens angesehen wird. Je nachdem, ob diese Instanz als innerhalb oder außerhalb der Person liegend betrachtet wird, wird unterschieden zwischen
internaler Kontrollüberzeugung: Die handelnde Person sieht sich selbst bzw. ihr Verhalten als Verursacher der entsprechenden Konsequenzen.
externaler Kontrollüberzeugung: Die Person nimmt an, dass die Ergebnisse ihres Handelns von Faktoren wie Glück, Zufall, dem Einwirken von Personen mit mehr Macht und anderen externen Bedingungen bestimmt werden, die außerhalb ihrer eigenen Einflussmöglichkeiten liegen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Kontrollüberzeugungen: Dieses Kapitel erläutert das theoretische Konstrukt der Kontrollüberzeugungen, deren Entwicklung sowie verschiedene Differenzierungsmöglichkeiten, wie die Unterscheidung zwischen Internalität und Externalität.
2. Das Medium Hypertext: Hier wird der Hypertext als Lernmedium definiert, sein Aufbau beschrieben und die Navigation als zentraler Prozess des Wissenserwerbs in nicht-linearen Umgebungen detailliert analysiert.
3. Resümee und Ausblick: Dieses Kapitel fasst die theoretischen Überlegungen zusammen und bereitet auf die empirische Untersuchung vor, indem es die Bedeutung von Persönlichkeitsmerkmalen für den Wissenserwerb mit Hypertext hervorhebt.
4. Fragestellungen und Forschungshypothesen: Basierend auf der Theorie werden hier die Forschungsfragen abgeleitet und psychologische Hypothesen formuliert, die den Einfluss von Kontrollüberzeugungen und anderen Einflussfaktoren auf das Navigationsverhalten und den Wissenserwerb prüfen.
5. Untersuchungsplan: Das Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen bei der Online-Studie mit GymnasiastInnen, einschließlich der abhängigen und unabhängigen Variablen.
6. Untersuchungsinstrumente: Hier werden die verwendeten Fragebogenverfahren (FKK, KUT), Leistungstests (ISA) und die Gestaltung des Hypertextes zur Datenerfassung im Detail vorgestellt.
Schlüsselwörter
Kontrollüberzeugungen, Locus of Control, Hypertext, Navigation, Wissenserwerb, Internalität, Externalität, Selbstwirksamkeit, selbstgesteuertes Lernen, kognitive Fähigkeiten, Computer-Erfahrung, Medienpsychologie, Schulleistung, explorative Datenanalyse, Lernleistung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie sich die Persönlichkeitsmerkmale "Kontrollüberzeugungen" auf das Navigationsverhalten von SchülerInnen bei der Arbeit mit einem Hypertext und auf den damit verbundenen Lernerfolg auswirken.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Psychologie der Kontrollüberzeugungen, die Funktionsweise von Hypertexten als Lernmedien und deren Interaktion mit personeninternen Faktoren.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist der Nachweis, dass verschiedene Ausprägungen von Kontrollüberzeugungen (internal vs. external) das Suchverhalten und den Wissenserwerb in einer Hypertext-Umgebung signifikant beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein exploratives Design mit einer quantitativen Online-Studie an 322 SchülerInnen durchgeführt, wobei Fragebögen und Leistungstests sowie die Analyse von Logfiles zur Navigation eingesetzt werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden nach der theoretischen Fundierung der Untersuchungsplan, die Messinstrumente, der konkrete Ablauf der Datenerhebung und die ausführliche statistische Auswertung und Diskussion der Ergebnisse präsentiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Kontrollüberzeugungen, Hypertext-Navigation, Wissenserwerb, Internalität, Externalität und selbstgesteuertes Lernen.
Welche Rolle spielt die "Bearbeitungstiefe" in der Arbeit?
Die Bearbeitungstiefe (STM) ist ein zentraler abhängiger Navigationsparameter, der berechnet, wie tief ein Nutzer in die hierarchische Struktur des Hypertexts vordringt und dort Zeit verbringt, um tieferes Lernen zu ermöglichen.
Welches Ergebnis zur Internalität ist besonders bemerkenswert?
Die Studie zeigt, dass eine hohe hypertextspezifische Internalität mit einer höheren Bearbeitungstiefe einhergeht, was darauf hindeutet, dass Internale gezielter in die Tiefen des Hypertexts vordringen.
- Quote paper
- MMag. Margarete Poekl (Author), 2005, Einfluss von Kontrollüberzeugungen auf die Navigation in Hypertext und den Wissenserwerb, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59708