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Das Modell der Humankommunikation als Voraussetzung für die gewaltfreie Kommunikation

Title: Das Modell der Humankommunikation als Voraussetzung für die gewaltfreie Kommunikation

Term Paper , 2006 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Michael Frenz (Author)

Pedagogy - Theory of Science, Anthropology
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Der soziale Alltag in unserer Gesellschaft ist geprägt und durchwirkt von Interaktions-und Kommunikationsprozessen. Diese dienen dazu, Handlungsweisen aufeinander abzustimmen, Bedürfnisse und Emotionen auszudrücken sowie Wissen zu vermitteln und anderen eigene Gedanken mit zu teilen. Kommunikation ist dabei Ausdruck eines essenziellen Mitteilungsbedürfnisses. Dies betrifft sowohl den beständigen Wunsch nach Informationen, als auch das Bestreben nach Integration in die gemeinsame soziale Welt. (vgl. CRYSTAL, 1995, S. 10)
Dabei ist sprachlich vermittelte Kommunikation nicht nur auf die Vermittlung von referentiellen Sprechakten beschränkt. Sprachlich vermittelte zwischenmenschliche Kommunikation bezieht sich auch auf die Gefühlslagen und die situativ abhängigen Befindlichkeiten der jeweilig beteiligten Kommunikanten. Diese Sprechakte zwischenmenschlicher Kommunikation finden sich in gängigen Kommunikationsmodellen, wie beispielsweise in dem „Vier-Seiten Modell“ von SCHULZ VON THUN analytisch zergliedert wieder. SCHULZ VON THUN (1998) beschreibt in diesem Modell die zwischenmenschliche Kommunikation als eine wechselseitige, sich in den Nachrichten des jeweilig anderen aufeinander beziehende interaktive Handlungsweise. Diese wird durch vier Bestandteile dargestellt: den Sachinhalt, die Selbstoffenbarung, die Beziehung und den Appell (siehe SCHULZ VON THUN, 1998, S. 25ff).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Das Modell der Humankommunikation als Voraussetzung für die gewaltfreie Kommunikation

1.1 Die vier Seiten einer Nachricht

1.2 Kommunikationszufriedenheit

1.3 Kommunikationsökonomie

2. Kommunikativer Habitus in der gewaltfreien Kommunikation nach ROSENBERG (2004) im Sinne einer Humankommunikation (JOURDAN 1993)

2.1 Der Prozess der gewaltfreien Kommunikation

3. Anwendungsbeispiel

3.1 Beispiel: Schmutzige WG Küche

3.1.1 Beobachtung

3.1.2 Gefühle

3.1.3 Bedürfnis

3.1.4 Bitte

4. Mediation und gewaltfreie Kommuniktion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die theoretischen Grundlagen der Humankommunikation, insbesondere das Vier-Seiten-Modell nach Schulz von Thun sowie die Konzepte der Kommunikationszufriedenheit und -ökonomie nach Jourdan, um daraus ein tieferes Verständnis für die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) nach Rosenberg abzuleiten und deren Anwendungsmöglichkeiten in Mediationsprozessen aufzuzeigen.

  • Analyse des Vier-Seiten-Modells der Kommunikation.
  • Untersuchung der Faktoren für Kommunikationszufriedenheit und -ökonomie.
  • Darstellung des vierstufigen Prozesses der Gewaltfreien Kommunikation (GFK).
  • Gegenüberstellung von alltäglicher Kommunikation und GFK an einem Praxisbeispiel.
  • Transfer der Kommunikationsprinzipien auf den Kontext der Mediation.

Auszug aus dem Buch

Die vier Seiten einer Nachricht

SCHULZ VON THUN (1998) führt die vier Bestandteile dazu wie folgt aus:

• Sachinhalt: Hierunter wird der reine informative Gehalt der Nachricht verstanden. Im Vordergrund dieses Bestandteils steht die Sache, um die es in der Kommunikation geht.

• Selbstoffenbarung: Diese wird beschrieben als eine mehr oder weniger gewollte Selbstdarstellung und auch Selbstenthüllung. Innere Befindlichkeiten zum Kommunikationsvorgang finden in der Selbstoffenbarung ihren Ausdruck.

• Beziehung: In diesem Bereich geht es um die emotionale Positionierung zum Kommunikationspartner. Durch die Art und Weise des kommunikativen Umgangs miteinander wird deutlich, in welchem sozialen Verhältnis die Gesprächspartner stehen.

• Appell: Durch diesen Bestandteil wird beschrieben, inwieweit der Sprecher die zukünftigen Handlungen des anderen beeinflussen möchte. Auch eventuelle Funktionalisierungsabsichten sind hier verortet.

Was in einer Kommunikationshandlung vor sich geht, wird mit diesem Modell sehr anschaulich analytisch dargestellt. Dieses Modell bildet den Kern eines anerkannten Kommunikationsverständnisses, dass vielfältig in der wissenschaftlichen Literatur angeführt und referiert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Das Modell der Humankommunikation als Voraussetzung für die gewaltfreie Kommunikation: Dieses Kapitel führt in die Grundlagen der zwischenmenschlichen Kommunikation ein und erläutert das Vier-Seiten-Modell nach Schulz von Thun sowie die Konzepte Kommunikationszufriedenheit und -ökonomie.

2. Kommunikativer Habitus in der gewaltfreien Kommunikation nach ROSENBERG (2004) im Sinne einer Humankommunikation (JOURDAN 1993): Das Kapitel verknüpft die theoretischen Kommunikationsmodelle mit der Haltung der Gewaltfreien Kommunikation und stellt deren vier zentralen Prozessschritte vor.

3. Anwendungsbeispiel: Anhand des Beispiels einer WG-Küche wird der praktische Unterschied zwischen einer alltäglichen, oft konfliktbehafteten Kommunikation und der Anwendung der strukturierten GFK-Methode verdeutlicht.

4. Mediation und gewaltfreie Kommuniktion: Das abschließende Kapitel überträgt die Erkenntnisse über Humankommunikation und GFK auf den Anwendungsbereich der Mediation, um kooperative Lösungen in Konfliktsituationen zu fördern.

Schlüsselwörter

Humankommunikation, Gewaltfreie Kommunikation, GFK, Schulz von Thun, Vier-Seiten-Modell, Kommunikationszufriedenheit, Kommunikationsökonomie, Mediation, Konfliktlösung, Bedürfnis, Beobachtung, Gefühl, Bitte, Empathie, soziale Interaktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die theoretischen Voraussetzungen gelungener zwischenmenschlicher Kommunikation und zeigt auf, wie das Modell der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) nach Marshall B. Rosenberg dazu beitragen kann, Konflikte empathisch zu bearbeiten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen Kommunikationsmodelle, die Konzepte der Kommunikationszufriedenheit und -ökonomie sowie die praktische Anwendung der GFK in Alltagssituationen und der Mediation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein wissenschaftliches Verständnis für die Mechanismen der Kommunikation zu schaffen, um diese für eine gewaltfreie und beziehungsorientierte Konfliktlösung nutzbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Zusammenführung relevanter Kommunikationsmodelle (Schulz von Thun, Jourdan) sowie deren Anwendung auf das praxisorientierte Konzept der GFK von Rosenberg.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung durch das Vier-Seiten-Modell, die detaillierte Darstellung der GFK-Prozessschritte und deren Veranschaulichung durch ein konkretes Fallbeispiel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Humankommunikation, Gewaltfreie Kommunikation, Empathie, Kommunikationszufriedenheit und Mediation charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die GFK von der „alltäglichen Kommunikation“ laut des Anwendungsbeispiels?

Während alltägliche Kommunikation oft von Vorwürfen, Interpretationen und Schuldzuweisungen geprägt ist, trennt die GFK strikt zwischen objektiver Beobachtung, Gefühlen, Bedürfnissen und klaren Bitten.

Welche Rolle spielen kommunikationsökonomische Faktoren in der Humankommunikation?

Kommunikationsökonomische Faktoren, wie etwa mentale oder psychische Ressourcen, beeinflussen das Zustandekommen oder Ausbleiben von Kommunikation und sind entscheidend für die Gestaltung eines effizienten und erfolgreichen Austauschs.

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Details

Title
Das Modell der Humankommunikation als Voraussetzung für die gewaltfreie Kommunikation
College
Free University of Berlin
Grade
1,3
Author
Michael Frenz (Author)
Publication Year
2006
Pages
15
Catalog Number
V59500
ISBN (eBook)
9783638534185
ISBN (Book)
9783656798941
Language
German
Tags
Modell Humankommunikation Voraussetzung Kommunikation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Frenz (Author), 2006, Das Modell der Humankommunikation als Voraussetzung für die gewaltfreie Kommunikation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59500
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