Leider sind Schüler heute nicht mehr so begeistert, wenn es um Gedichte und Lyrik geht. Das ist aber leider auch verständlich, bedenkt man, dass in manchem Unterricht die Auseinandersetzung mit einem Gedicht darin besteht, dass die Schüler den Auftrag bekommen, den Text zu lesen und zu analysieren. Dann werden bestimmte Textstellen markiert, besprochen und dann das Werk gedeutet. Bei diesem „herkömmlichen“ Vorgehen ist es unweigerlich vorgegeben, dass den meisten Schülern bald die Lust vergeht. Denn nicht allen liegt diese Form des Umgangs mit Gedichten, da hier die eigene Kreativität und Vorgehensweise meist zu kurz kommt.
Dagegen verspricht der sogenannte „Offene Unterricht“ eine Vielzahl an Möglichkeiten an ein Gedicht heranzutreten. Die Methoden dieses Unterrichts, der im Gegensatz zum geschlossenen Frage-Antwort-Prinzip vielerlei Formen und Methoden bietet Schüler zu fordern und anzuregen, selbst kreativ zu werden und ihre eigenen Ideen zu dem Gedicht vorzubringen, werden hier in einer kleinen Auswahl geschildert.2 Dabei behandelt diese Arbeit aber nicht den „offenen Unterricht“ als solches, sonder orientiert sich nur an dieser Form der Unterrichtsgestaltung.
Wenn Schüler durch eigene Arbeit und Vorgehensweise auf eine Deutung kommen, so ist das Ziel ebenfalls erreicht, nur mit der Ausnahme, dass man mehr Schüler für Lyrik und Gedichte begeistern kann, da sie ihre eigenen Meinungen und Ideen verwirklichen. Diese Arbeit stellt verschiedene solcher Methoden für Goethes „Erlkönig“ in der gymnasialen Unterstufe vor. Beschrieben werden diese aus verschiedenen Richtungen ihre Vorbereitung, Dauer, Vor- und Nachteile sowie natürlich Sinn und erreichbare Ziele. Als Endpunkt der Behandlung des Gedichtes im Unterricht steht natürlich dessen Interpretation und Verständnis durch die Schüler. Daher müssen und können gar nicht alle hier beschriebenen Methoden des offenen Unterrichts, in der Schule genutzt werden. Hier soll vielmehr eine Auswahl vorgestellt werden, aus der, passend zum jeweiligen Zeitplan, eine Sammlung entstehen kann.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Didaktiktheoretische Vorklärungen
2.1 Offener Unterricht“ – Ein kurzer Überblick?
2.2 Vorbereitung.
3. Der Primärtext
3.1 Johann Wolfgang von Goethes „Erlkönig“
3.2 Äußerer und innerer Aufbau
3.3. Analyse
4. Umsetzung der didaktischen Möglichkeiten
4.1 Methoden des offenen Unterrichts
4.2 Musik
4.2.1 Der Erlkönig in Liedform
4.2.2 Hintergrundmusik
4.3 Aus der Kunst
4.3.1 Kunst und Stimmung
4.3.2 Szenenbilder
4.4 Dialog / Rollenspiel
4.5 Schüler dichten selbst
4.6 Zeilenkombination
4.7 Standbild
4.8 Frage-Antwort-Prinzip
5. Beispiel für eine Unterrichtseinheit.
6. Ergebnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Möglichkeiten des „Offenen Unterrichts“ aufzuzeigen, um Schüler der gymnasialen Unterstufe motivierter und kreativer an Johann Wolfgang von Goethes Gedicht „Erlkönig“ heranzuführen, anstatt sie auf eine rein analytische Interpretation zu beschränken.
- Prinzipien des offenen Unterrichts als Alternative zum Frontalunterricht
- Methodenvielfalt für die Analyse von Lyrik (Musik, Kunst, Rollenspiel)
- Förderung von Kreativität und eigenständiger Deutungskompetenz
- Didaktische Vorbereitung und fächerübergreifende Ansätze
- Praktische Umsetzungsmöglichkeiten für eine Unterrichtseinheit
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Leider sind Schüler heute nicht mehr so begeistert, wenn es um Gedichte und Lyrik geht, wie einst Johann Wolfgang von Goethe. Das ist aber leider auch verständlich, bedenkt man, dass in manchem Unterricht die Auseinandersetzung mit einem Gedicht darin besteht, dass die Schüler den Auftrag bekommen, den Text zu lesen und zu analysieren. Dann werden bestimmte Textstellen markiert, besprochen und dann das Werk gedeutet.
Bei diesem „herkömmlichen“ Vorgehen ist es unweigerlich vorgegeben, dass den meisten Schülern bald die Lust vergeht. Denn nicht allen liegt diese Form des Umgangs mit Gedichten, da hier die eigene Kreativität und Vorgehensweise meist zu kurz kommt.
Dagegen verspricht der sogenannte „Offene Unterricht“ eine Vielzahl an Möglichkeiten an ein Gedicht heranzutreten. Die Methoden dieses Unterrichts, der im Gegensatz zum geschlossenen Frage-Antwort-Prinzip vielerlei Formen und Methoden bietet Schüler zu fordern und anzuregen, selbst kreativ zu werden und ihre eigenen Ideen zu dem Gedicht vorzubringen, werden hier in einer kleinen Auswahl geschildert. Dabei behandelt diese Arbeit aber nicht den „offenen Unterricht“ als solches, sonder orientiert sich nur an dieser Form der Unterrichtsgestaltung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die rückläufige Begeisterung für Lyrik im schulischen Unterricht und stellt den offenen Unterricht als kreative Alternative vor.
2. Didaktiktheoretische Vorklärungen: Dieses Kapitel definiert die Merkmale des offenen Unterrichts und erläutert wichtige Kriterien bei der Vorbereitung einer Unterrichtseinheit.
3. Der Primärtext: Neben der Textgrundlage werden hier der Aufbau des „Erlkönigs“ dargelegt und erste inhaltliche Deutungsansätze erarbeitet.
4. Umsetzung der didaktischen Möglichkeiten: Das umfangreichste Kapitel stellt verschiedene fächerübergreifende und kreative Methoden vor, um das Gedicht aktiv und handlungsorientiert im Unterricht zu behandeln.
5. Beispiel für eine Unterrichtseinheit: Hier wird beispielhaft aufgezeigt, wie die zuvor vorgestellten Methoden in einer sinnvollen zeitlichen Abfolge kombiniert werden können.
6. Ergebnis: Das Fazit fasst zusammen, dass ein offener Unterricht die Lernatmosphäre verbessert und die Schüler nachhaltig für die Beschäftigung mit Gedichten motivieren kann.
Schlüsselwörter
Offener Unterricht, Goethes Erlkönig, Lyrikdidaktik, Kreatives Interpretieren, Schüleraktivierung, Fächerübergreifender Unterricht, Unterrichtsmethoden, Handlungsorientierung, Literaturunterricht, Rollenspiel, Szenenbilder, Motivation, Interpretation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung von Methoden des offenen Unterrichts, um das Interesse und die Motivation von Schülern der gymnasialen Unterstufe für die Lyrik, speziell Goethes „Erlkönig“, zu steigern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Im Zentrum stehen die didaktische Vorbereitung, die Abkehr vom reinen Frontalunterricht sowie die Vorstellung praktischer, kreativer Methoden wie Musik, Kunst und Rollenspiel zur Textarbeit.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, eine Sammlung an unterrichtspraktischen Möglichkeiten aufzubauen, durch die Schüler aktiv und kreativ zu einem eigenen Verständnis und einer Interpretation des Gedichtes gelangen.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Der Autor stützt sich auf didaktische Fachliteratur und theoretische Grundlagen des offenen Unterrichts, um diese methodisch auf die spezifischen Anforderungen der Analyse des „Erlkönigs“ zu übertragen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis, die textanalytische Vorbereitung und die detaillierte Vorstellung zahlreicher Lehrmethoden, inklusive Zeitplanung, Materialbedarf und Zielsetzung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten über Begriffe wie Offener Unterricht, Kreatives Interpretieren, Schüleraktivierung und Handlungsorientierung definieren.
Wie wichtig ist die Freiwilligkeit bei den vorgestellten Methoden?
Freiwilligkeit wird als „oberstes Gebot“ bezeichnet, da der offene Unterricht auf der aktiven Mitarbeit basiert und Schüler bei Zwang die Freude am Gedicht verlieren könnten.
Warum wird der „Erlkönig“ als Beispiel gewählt?
Das Gedicht eignet sich aufgrund seiner klaren Rollenstruktur und der düsteren Atmosphäre hervorragend für kreative Umsetzungen wie Musik, Standbilder oder Rollenspiele.
- Quote paper
- Florian Huber (Author), 2004, Johann Wolfgang von Goethes Erlkönig. Verschiedene Unterrichtsmethoden in der Gymnasialen Unterstufe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59382