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Beteiligung von Eltern in der Schule. Gestaltung einer differenzierten Elternberatung

Titel: Beteiligung von Eltern in der Schule. Gestaltung einer differenzierten Elternberatung

Hausarbeit , 2020 , 21 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Tabea Taulien (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel dieser Arbeit ist es, Barrieren ausfindig zu machen, die Eltern daran hindern, an einer Beratung durch Lehrkräfte teilzunehmen und darauf aufbauend konkrete (Differenzierungs-) Maßnahmen zu generieren, wie ein Kontakt für Eltern attraktiver gestaltet werden kann, sodass sie besser erreicht werden. Differenzierung bezeichnet dabei die Berücksichtigung individuell verschiedener Merkmale und Lebenssituationen.

Um einen Überblick über das Beratungsangebot an deutschen Schulen zu bekommen, werden zunächst Formen der Elternberatung sowie Beratungsanlässe und -themen herausgearbeitet. Mit Hilfe des Angebots-Nutzungs-Modells der Elternberatung im schulischen Kontext werden anschließend die Rahmenbedingungen, die das Beratungsangebot an den Bildungsinstitutionen bestimmen, verdeutlicht und auf empirischer Basis die Faktoren ausfindig gemacht, von denen das Beratungsangebot an deutschen Schulen konkret abhängt. Die Ergebnisse können dahingehend einen Einblick geben, an welchen Stellen aktuell ein Verbesserungsbedarf besteht.

Im ersten Teil des dritten Kapitels wird der Frage nachgegangen, welche Eltern überhaupt schwer zu erreichen sind, wer also nicht regelmäßig an Terminen zur Elternberatung teilnimmt. Um her-auszufinden, welche Ursachen Kontaktprobleme haben können, wird zunächst untersucht, wovon die Beteiligung der Eltern in der Schule ihrer Kinder abhängt, um dann konkrete Hindernisse in der Kooperation zu benennen. Der letzte Teil der Arbeit ist schließlich Qualitätsmerkmalen einer erfolgreichen Elternberatung sowie praktischen Hinweisen für eine Differenzierung in der Beratung von Sorgeberechtigten gewidmet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Elternberatung

2.1 Das Elterngespräch und Anlässe der Elternberatung

2.2 Das Angebots-Nutzungs-Modell der Elternberatung im schulischen Kontext

2.3 Eine Studie von Hertel et al. zum Angebots-Nutzungs-Modell der Beratung

3. Kontaktbarrieren bei der Elternarbeit und Möglichkeiten der Gestaltung einer differenzierten Elternberatung

3.1 Ursachen mangelnder Beteiligung von Eltern im schulischen Kontext

3.1.1 Einfluss von Strukturmerkmalen auf die Elternbeteiligung

3.1.2 Modell zur elterlichen Beteiligung im schulischen Kontext

3.1.3 Kontaktbarrieren

3.2 Möglichkeiten der Gestaltung einer differenzierten Elternberatung

3.2.1 Qualitätsmerkmale einer gelingenden Elternberatung

3.2.2 Hinweise für eine Praxis der Differenzierung

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Barrieren, die Eltern von der Teilnahme an schulischen Beratungsgesprächen abhalten, und leitet daraus Strategien für eine differenzierte Elternberatung ab, um eine heterogenitätssensible Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus zu ermöglichen.

  • Analyse des Angebots-Nutzungs-Modells der Elternberatung
  • Untersuchung von Faktoren der elterlichen Beteiligung
  • Identifikation von Kontaktbarrieren in der Schule
  • Definition von Qualitätsmerkmalen für eine gelingende Beratung
  • Praktische Ansätze zur Differenzierung und Netzwerkbildung

Auszug aus dem Buch

3.1.3 Kontaktbarrieren

Die Kontaktbarrieren, die Eltern und Lehrkräfte daran hindern, regelmäßig ins Gespräch zu kommen, sind vielfältig. Sie lassen sich größtenteils jedoch gut den Kategorien des Modells zur elterlichen Beteiligung von Green et al. (2007) mit der Ergänzung von Sacher (2013) (s. Kapitel 3.1.2) zuordnen und können so strukturiert werden. Dabei wird in diesem Teilkapitel zusätzlich auf eine Studie von Harris und Goodall (2007) Bezug genommen, die die Häufigkeit verschiedener Kontaktbarrieren zwischen Eltern und Lehrkräften in Großbritannien untersucht haben.

Zwar lässt sich diese Studie sicherlich nicht ohne Weiteres auf deutsche Verhältnisse übertragen, sie kann jedoch einen groben Richtwert dafür geben, welche Hindernisse einer Kooperation von Eltern und Lehrkräften im Wege stehen.

Die Kategorie „Motivationale Überzeugungen der Eltern“ des Modells zur elterlichen Beteiligung umfasst, wie bereits erwähnt, das Rollenverständnis und die Selbstwirksamkeit. Ein hinderliches Rollenverständnis ist nach Sacher (vgl. 2013, S. 6) der Glaube daran, für die Bildung der Kinder nicht verantwortlich zu sein. Er geht davon aus, dass einige Eltern den Schulerfolg ihrer Kinder lediglich auf Glück oder angeborene Begabung zurückführen und so keinen Sinn in einer Förderung und/oder einer Zusammenarbeit mit den Lehrkräften sehen (vgl. Sacher 2008, S. 233). Harris und Goodall (2007) haben für diese Art von Kontaktbarriere keine übertragbare Kategorie. Sie geben jedoch an, dass 7% der Eltern aus diesem oder aus anderen Gründen nicht an Elternarbeit interessiert sind (vgl. ebd. S. 57). Darüber hinaus können kulturell bedingte Unterschiede im Rollenverständnis Barrieren in der Kommunikation darstellen (vgl. Sacher 2016, S. 107). Die Schule muss die verschiedenen Ansichten akzeptieren, sofern das Kind nicht vernachlässigt wird – „schon allein mit Rücksicht auf Art. 6 Abs. 2 des Grundgesetzes, der die Erziehung der Kinder als das natürliche Recht der Eltern bezeichnet“ (ebd. S. 106).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit einer differenzierten Elternberatung im inklusiven Kontext und definiert das Ziel, Kontaktbarrieren für Eltern abzubauen.

2. Die Elternberatung: Dieses Kapitel definiert Formen und Anlässe der Elternberatung und führt das Angebots-Nutzungs-Modell als theoretischen Rahmen ein.

3. Kontaktbarrieren bei der Elternarbeit und Möglichkeiten der Gestaltung einer differenzierten Elternberatung: Das Kernkapitel analysiert Ursachen für mangelnde Elternbeteiligung und schlägt praxisorientierte Qualitätsmerkmale und Differenzierungsmöglichkeiten vor.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass "Schwererreichbarkeit" kein Persönlichkeitsmerkmal ist, sondern ein Differenzierungsdefizit seitens der Schule, und betont die Notwendigkeit individueller, passgenauer Beratungsangebote.

Schlüsselwörter

Elternberatung, Elternbeteiligung, Inklusion, Kontaktbarrieren, Angebots-Nutzungs-Modell, Differenzierung, Erziehungspartnerschaft, Schulklima, Lehrkraft, Kommunikation, Sorgeberechtigte, Elternhaus, Heterogenität, Bildungsbiografie, Beratungspraxis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die Herausforderung, dass die Elternarbeit an deutschen Schulen oft nicht ausreichend auf die heterogene Elternschaft ausgerichtet ist, und untersucht, wie Lehrkräfte diese Zusammenarbeit durch differenzierte Beratung verbessern können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören das theoretische Angebots-Nutzungs-Modell der Elternberatung, die Identifikation von Kontaktbarrieren aus verschiedenen Perspektiven und die Erarbeitung von Qualitätsstandards für eine gelingende Kooperation.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Barrieren zu identifizieren, die Eltern von der aktiven Teilnahme an Beratungsgesprächen abhalten, und daraus konkrete Maßnahmen zur Gestaltung einer attraktiveren und differenzierteren Elternberatung abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Auswertung relevanter Fachliteratur sowie spezifischer empirischer Studien (u.a. Hertel et al. 2013, Sacher 2004, Green et al. 2007) basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Rahmenbedingungen der Elternberatung dargestellt, gefolgt von einer Analyse der Ursachen mangelnder Beteiligung und einem Katalog mit praktischen Hinweisen für eine differenzierte Praxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Elternberatung, Inklusion, Kontaktbarrieren, Differenzierung, Erziehungspartnerschaft und heterogenitätssensible Kommunikation.

Warum wird der Begriff "schwer erreichbar" in der Arbeit kritisch hinterfragt?

Die Arbeit argumentiert, dass dieser Begriff den Eltern ein negatives Persönlichkeitsmerkmal zuschreibt. Stattdessen wird die "Schwererreichbarkeit" als ein Differenzierungsdefizit der Schule interpretiert, das durch veränderte Maßnahmen überwunden werden kann.

Welche Rolle spielt das Angebots-Nutzungs-Modell?

Das Modell verdeutlicht, dass das Beratungsangebot der Lehrkräfte von prozessualen und strukturellen Rahmenbedingungen abhängt und die Nutzung dieser Angebote wiederum durch die individuellen Merkmale der Eltern bestimmt wird.

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Details

Titel
Beteiligung von Eltern in der Schule. Gestaltung einer differenzierten Elternberatung
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover  (Institut für Sonderpädagogik)
Veranstaltung
Beratung in inklusiven Kontexten
Note
1,0
Autor
Tabea Taulien (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
21
Katalognummer
V593669
ISBN (eBook)
9783346198952
ISBN (Buch)
9783346198969
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Elternarbeit Elternberatung Schule Eltern Differenzierung Angebots-Nutzungs-Modell Elternbeteiligung Kontaktbarrieren Inklusion Sorgeberechtigte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tabea Taulien (Autor:in), 2020, Beteiligung von Eltern in der Schule. Gestaltung einer differenzierten Elternberatung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/593669
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Leseprobe aus  21  Seiten
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