Diese Hausarbeit beschäftigt sich besonders mit Goffmans Werken „Wir alle spielen Theater“ und „ Interaktion“. In dem Buch „Wir alle spielen Theater“ schildert Goffman die Selbstdarstellung im Alltag in Analogie zum Bühnenschauspiel. Das Buch „Interaktion“ ist in zwei Abschnitte unterteilt; der erste Abschnitt beschäftigt sich unter anderem mit dem Thema Rollendistanz. Da Goffmans Ausführungen zu diesen Themen sehr umfangreich sind, soll im Rahmen dieser Hausarbeit versucht werden, das Wesentliche seiner Forschungen knapp und übersichtlich herauszustellen und mit nahe liegenden, übertragbaren Beispielen zu konkretisieren.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Begriffe
- Goffmans Rollenbegriff
- Das „dramaturgische“ Modell
- Die Fassade
- Dramatische Gestaltung
- Idealisierung
- Die Ausdruckskontrolle
- Das Ensemble
- Ort und ortsbestimmtes Verhalten
- Kommunikation außerhalb der Rolle
- Rollendistanz
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit analysiert Erving Goffmans Konzepte der Selbstdarstellung im Alltag, insbesondere in seinen Werken „Wir alle spielen Theater“ und „Interaktion“. Ziel ist es, Goffmans Theorien verständlich und prägnant darzustellen und sie anhand von konkreten Beispielen zu veranschaulichen.
- Goffmans Rollenbegriff und seine Definition
- Das „dramaturgische“ Modell und die Analogie zur Theaterwelt
- Die Bedeutung von Fassade, Ensemble und ortsbestimmtem Verhalten
- Kommunikation außerhalb der Rolle und das Konzept der Rollendistanz
- Die Relevanz von Goffmans Theorien für das Verständnis sozialer Interaktion
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der Selbstdarstellung im Alltag ein und stellt die zentrale Bedeutung von Goffmans Arbeiten für die Soziologie heraus. Im zweiten Kapitel werden wichtige Begriffe wie Interaktion und Rolle erläutert. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit Goffmans Definition der Rolle als einem sozialen Determinismus, der Verhaltensmuster prägt. Kapitel 4 konzentriert sich auf Goffmans „dramaturgisches Modell“, das die soziale Welt mit dem Theater vergleicht und die Unterscheidung zwischen Aufrichtigen und Zynikern im Rollenspiel erläutert. Die Fassade, ein zentrales Element im „dramaturgischen Modell“, wird in Kapitel 4.1 genauer untersucht.
Schlüsselwörter
Die zentralen Begriffe dieser Arbeit sind: Selbstdarstellung, Interaktion, Rolle, „dramaturgisches Modell“, Fassade, Ensemble, ortsbestimmtes Verhalten, Kommunikation außerhalb der Rolle und Rollendistanz. Diese Themen beleuchten Goffmans Ansatz zur sozialen Interaktion und bieten wertvolle Einblicke in das Verhalten von Individuen in unterschiedlichen sozialen Kontexten.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet Goffmans Analogie vom „Theater“ im Alltag?
Goffman vergleicht soziale Interaktionen mit einer Bühnenaufführung, bei der Individuen Rollen spielen, um einen bestimmten Eindruck bei ihrem Publikum zu hinterlassen.
Was ist die „Fassade“ in der sozialen Interaktion?
Die Fassade umfasst alle Ausdrucksmittel (Kleidung, Mimik, Umgebung), die eine Person bewusst oder unbewusst einsetzt, um ihre Rolle glaubhaft darzustellen.
Was versteht Goffman unter „Rollendistanz“?
Rollendistanz bezeichnet die Fähigkeit eines Individuums, sich innerlich von der gespielten Rolle zu distanzieren und dies dem Publikum durch ironische oder spielerische Signale zu zeigen.
Was ist ein „Ensemble“ in der Soziologie?
Ein Ensemble ist eine Gruppe von Individuen, die zusammenarbeiten, um eine gemeinsame Definition einer Situation oder eine kollektive Vorstellung aufrechtzuerhalten.
Was bedeutet „Kommunikation außerhalb der Rolle“?
Es bezieht sich auf Verhaltensweisen, die hinter den Kulissen (Backstage) stattfinden, wo die Darsteller ihre offizielle Rolle ablegen und sich informell austauschen.
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- Anne Nickel (Author), 2006, "Wir alle spielen Theater" - Wie die menschliche Tragödie gespielt wird, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58676