In der Arbeit soll reflektiert werden, wie die Jugendstrafe im Kontext des Erziehungsgedankens, aus justizieller und (sozial-)pädagogischer Perspektive bewertet werden kann hinsichtlich (der Erfüllung) ihrer Zielsetzung und ob sie aus der Perspektive eines demokratischen, lebensweltorientierten Erziehungsverständnisses noch gerechtfertigt ist. Letzteres ist im Sinne einer Effektivität mit Bezug auf die Zielsetzung des Erziehungsgedankens vor dem Hintergrund vorherrschender Erziehungsverständnisse postmoderner Gesellschaften zu verstehen.
Das Jugendstrafrecht als Täterstrafrecht stellt im Gegensatz zum sachverhaltsbezogenen Erwachsenenstrafrecht im Hinblick auf den Erziehungsgedanken des Jugendgerichtsgesetzes (JGG) die Erforschung der Persönlichkeit der beschuldigten Person in den Mittelpunkt.
Zusammenfassung der Anmerkungen der Dozierenden:
- Einleitung zu lang (lieber aufteilen)
- Warum versucht wird das Verständnis von Erziehung zu definieren, wenn dies vorab als zum Scheitern verurteilt erklärt wird, hat sich nicht erschlossen
- Flüchtigkeitsfehler im Literaturverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
- Einleitende Bemerkungen und Einführung zum Erziehungsgedanken im Kontext des Jugendgerichtsgesetzes
- Die Jugendstrafe als Rechtsfolge im JGG – Intention und Wirklichkeit
- Sozial- und Legalbewährung als justizielles Ziel der Jugendstrafe
- Die Zielsetzungen und Rahmenbedingungen des Jugendstrafvollzugs vor dem Hintergrund lebensweltorientierter und demokratischer (sozial-) pädagogischer Ansätze
- Fazit und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit untersucht die Sinnhaftigkeit der Jugendstrafe unter justiziellem und (sozial-)pädagogischem Blickwinkel. Sie analysiert die Rechtsfolge der Jugendstrafe im Kontext des Erziehungsgedankens des Jugendgerichtsgesetzes (JGG) und eines demokratisch-partizipativen Erziehungsverständnisses.
- Der Erziehungsgedanke im JGG und seine historische Entwicklung
- Die Intention und Wirklichkeit der Jugendstrafe als Rechtsfolge
- Die Rolle von Sozial- und Legalbewährung als justizielles Ziel
- Die Zielsetzung des Jugendstrafvollzugs im Lichte lebensweltorientierter und demokratischer Ansätze
- Die Effektivität der Jugendstrafe vor dem Hintergrund postmoderner Erziehungsverständnisse
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitende Bemerkungen und Einführung zum Erziehungsgedanken im Kontext des Jugendgerichtsgesetzes
Dieses Kapitel führt in die Thematik der Jugendstrafe und den Erziehungsgedanken im JGG ein. Es thematisiert die unterschiedlichen Erziehungsverständnisse und deren Relevanz für die rechtliche und pädagogische Bewertung der Jugendstrafe.
2. Die Jugendstrafe als Rechtsfolge im JGG – Intention und Wirklichkeit
Dieses Kapitel analysiert die Jugendstrafe als Rechtsfolge im JGG, ihre Intentionen und ihre Umsetzung in der Praxis. Es untersucht, ob die Jugendstrafe den Anforderungen des Erziehungsgedankens gerecht wird und welche Probleme sich aus der Spannung zwischen dem strafrechtlichen und dem pädagogischen Anspruch ergeben.
3. Sozial- und Legalbewährung als justizielles Ziel der Jugendstrafe
Dieses Kapitel beleuchtet die Ziele der Jugendstrafe aus justiziellem Blickwinkel. Es analysiert, ob Sozial- und Legalbewährung tatsächlich durch die Jugendstrafe erreicht werden können und welche Faktoren die Wirksamkeit der Strafe beeinflussen.
4. Die Zielsetzungen und Rahmenbedingungen des Jugendstrafvollzugs vor dem Hintergrund lebensweltorientierter und demokratischer (sozial-) pädagogischer Ansätze
Dieses Kapitel untersucht die Zielsetzung und die Rahmenbedingungen des Jugendstrafvollzugs im Lichte lebensweltorientierter und demokratischer Ansätze. Es analysiert, inwieweit der Jugendstrafvollzug den Bedürfnissen und Entwicklungsbedürfnissen junger Menschen gerecht wird und ob er den Anforderungen eines demokratischen Erziehungsverständnisses entspricht.
Schlüsselwörter
Jugendstrafe, Jugendgerichtsgesetz (JGG), Erziehungsgedanke, (sozial-)pädagogische Perspektiven, Rechtsfolge, justizielles Ziel, Sozial- und Legalbewährung, Jugendstrafvollzug, lebensweltorientierte Ansätze, demokratische Ansätze, Erziehungsverständnisse, Effektivität, Postmoderne.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der zentrale Erziehungsgedanke im Jugendstrafrecht (JGG)?
Im Gegensatz zum Erwachsenenstrafrecht steht im JGG nicht die Tatvergeltung, sondern die Erziehung und die positive Beeinflussung der Persönlichkeitsentwicklung des Täters im Vordergrund.
Was unterscheidet das Jugendstrafrecht vom Erwachsenenstrafrecht?
Das Jugendstrafrecht ist ein Täterstrafrecht, bei dem die Erforschung der Persönlichkeit zentral ist, während das Erwachsenenstrafrecht primär sachverhalts- und tatbezogen ist.
Was versteht man unter Sozial- und Legalbewährung?
Dies sind justizielle Ziele der Jugendstrafe. Legalbewährung bedeutet das Ausbleiben neuer Straftaten, während Sozialbewährung die erfolgreiche Eingliederung in die Gesellschaft beschreibt.
Ist die Jugendstrafe aus pädagogischer Sicht noch zeitgemäß?
Die Arbeit diskutiert kritisch, ob die Jugendstrafe in ihrer jetzigen Form vor dem Hintergrund moderner, demokratischer und lebensweltorientierter Erziehungsverständnisse noch gerechtfertigt ist.
Welche Rolle spielt die Postmoderne in der Bewertung von Jugendstrafen?
In postmodernen Gesellschaften wandeln sich Erziehungsverständnisse hin zu mehr Partizipation, was die Wirksamkeit und Legitimation klassischer, repressiver Strafvollzugsmaßnahmen in Frage stellt.
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- Joy Baruna (Author), 2020, Die Sinnhaftigkeit der Jugendstrafe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/584846