In dieser Arbeit wird die Frage thematisiert, inwiefern die verschiedenen Lithologien entlang eines Flusses das Oberflächengewässer beeinflussen. Als das dazu geeignete Gewässer wurde die Wutach ausgewählt. In dem Verlauf des Flusses treten viele unterschiedliche Lithologien in Erscheinung, einige von ihnen sind sehr gut löslich und andere nur sehr schwer. Die Frage ist nun, ob die teilweise kurzen Strecken schon ausreichen, um eine messbare Beeinflussung der Flusschemie zu bewirken und ob man anhand eines Messergebnisses rückwirkend Aussagen über die Lithologie treffen kann. Auch der landwirtschaftliche Aspekt spielt in der Messreihe eine Rolle, da sich im Einzugsgebiet der Wutach viele landwirtschaftliche Betriebe befinden, die auch reichlich mineralische Dünger verwenden. Um zu verifizieren, ob Nebenflüsse eine Erhöhung der Konzentration im Flusswasser hervorrufen, wurden die Konzentrationen an Anionen und Kationen in zwei Nebenflüssen der Wutach gemessen und analysiert, ob diese eine erhebliche Auswirkung auf die Wasserchemie der Wutach haben.
Das kristalline Grundgebirge des Schwarzwaldes mit der darin liegenden Wutach-Region ist Teil einer großräumigen Struktur, die sich von der Iberischen Halbinsel bis nach Osteuropa zieht. Diese wird als Varisziden bezeichnet. Die Varisziden hatten ihren Ursprung in der variszischen Orogenese, die als Folge einer Kollision zwischen den paläozoischen Großkontinenten Gondwana und Laurussia vom späten Devon bis ins Oberkarbon stattfand. Dabei wurden mehrere dazwischenliegende Mikrokontinente mit eingeschlossen. Im hochmetamorphen Kernbereich der Varisziden befindet sich der Schwarzwald. Während der variszischen Gebirgsbildung bildeten sich verschiedene Gneise und Granite, die im südöstlichen Grundgebirge des Schwarzwaldes in verschiedenen Ausprägungen vorliegen. Die Granite sind vor allem im Oberdevon und Karbon als granitische Gesteinsschmelze während der variszischen Orogenese in das Gneisgebirge eingedrungen.
Inhaltsverzeichnis
- Danksagung
- Kurzfassung
- 1. Einleitung
- 1.1 Geologischer Rahmen
- 1.2 Fragestellung
- 2. Material und Methoden
- 2.1 Probenentnahme
- 2.2 Probenaufbereitung
- 3. Ergebnisse
- 3.1 Elektrische Leitfähigkeit
- 3.2 pH-Wert Messung
- 3.3 Temperatur
- 3.4 Konzentration von Magnesium, Kalium und Natrium
- 3.5 Konzentration von Chlorid
- 3.6 Konzentration von Calcium
- 3.7 Konzentration von Hydrogencarbonat und Sulfat
- 3.8 Konzentration von Fluor
- 3.9 Konzentration von Nitrat
- 4. Diskussion
- 4.1 Temperatur und pH-Wert
- 4.2 Eintrag an Kationen/Anionen
- 4.2.1 Magnesium
- 4.2.2 Kalium
- 4.2.3 Natrium und Chlorid
- 4.2.4 Calcium
- 4.2.5 Hydrogencarbonate
- 4.2.6 Sulfate
- 4.2.7 Fluor
- 4.2.8 Nitrat
- 4.3 Einfluss Nebenfluss
- 5. Zusammenfassung
- 6. Literaturverzeichnis
- 6.1 Literaturquellen
- 6.2 Onlinequellen
- 7. Datenanhang
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Bachelorarbeit untersucht den Einfluss der umliegenden Lithologie auf die Wasserchemie des Flusses Wutach. Dabei werden verschiedene Gesteinstypen und deren Auswirkungen auf die chemische Zusammensetzung des Flusswassers analysiert.
- Einfluss verschiedener Gesteine auf die Wasserchemie
- Analyse der Anionen- und Kationenkonzentrationen im Flusswasser
- Bedeutung der Landwirtschaft im Einzugsgebiet der Wutach
- Einfluß der Nebenflüsse auf die Wasserchemie der Wutach
- Untersuchung der Rolle von Seen im Flussverlauf
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Einleitung: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über den geologischen Rahmen der Wutachregion und stellt die Fragestellung der Arbeit vor.
- Kapitel 2: Material und Methoden: In diesem Kapitel werden die Methoden zur Probenentnahme und -aufbereitung detailliert beschrieben.
- Kapitel 3: Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der chemischen Wasseranalysen, einschließlich der Konzentrationen von verschiedenen Ionen.
- Kapitel 4: Diskussion: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der Wasseranalysen im Kontext der geologischen Gegebenheiten und landwirtschaftlichen Nutzung im Einzugsgebiet der Wutach diskutiert.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Schlüsselbegriffen Wasserchemie, Lithologie, Flusswasser, Wutach, Anionen, Kationen, Gesteinstypen, Landwirtschaft, Nebenflüsse, Seen.
Häufig gestellte Fragen
Wie beeinflusst das Gestein (Lithologie) die Wasserchemie eines Flusses?
Unterschiedliche Gesteine lösen sich verschieden stark im Wasser auf und geben spezifische Ionen (wie Calcium oder Magnesium) ab, was die chemische Zusammensetzung des Flusses prägt.
Warum wurde die Wutach für diese Untersuchung gewählt?
Die Wutach fließt durch sehr unterschiedliche geologische Schichten (von kristallinem Grundgebirge bis zu Sedimentgestein), was sie ideal für die Analyse lithologischer Einflüsse macht.
Welchen Einfluss hat die Landwirtschaft auf das Flusswasser?
Durch mineralische Düngemittel können erhöhte Konzentrationen von Nitrat und anderen Ionen in das Flusswasser gelangen, was die natürliche Chemie überlagert.
Verändern Nebenflüsse die Wasserchemie der Wutach messbar?
Ja, Nebenflüsse bringen Wasser aus anderen Einzugsgebieten mit eigener chemischer Signatur ein, was die Ionenkonzentration im Hauptfluss erhöhen oder verdünnen kann.
Was wurde bei den Wasserproben gemessen?
Gemessen wurden Parameter wie die elektrische Leitfähigkeit, der pH-Wert sowie die Konzentrationen von Anionen (Chlorid, Nitrat, Sulfat) und Kationen (Calcium, Magnesium, Natrium, Kalium).
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- Anonym (Autor), 2018, Einfluss der Lithologie auf die Wasserchemie eines Flusses, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/583574