Aus Heinrich Wittenwilers "Der Ring" wurden die Verse 658-1281 genauer untersucht und zeitgeschichtlich interpre-
tiert. Es handelt sich dabei um einen Ausschnitt aus dem ersten Teil dieses frühneuhochdeutschen Werks. Die besag-
ten Verse enthalten Neitharts Belehrungen über die Beichte und das mittelalterliche Turnier. Dabei wird zusätzlich auf die Figur des Neithart und dessen Funktion eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Die Beichtszene
- her Neithart
- Die Belehrung über das Bußsakrament
- Die Beichte von Lechspiss
- Die Laienbeichte
- Die Beichte von Heintzo
- Neithart belehrt Bertschi
- Die Turnierlehre
- Das Turnier
- Das nachturner
- Das Turnier zwüschen eseln und den rossen
- Schlusswort
- Anmerkungen
- Literaturangabe
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der „Ring“ von Heinrich Wittenwiler will den Leser nicht nur durch die Schilderung des Lebens der Menschen der damaligen Zeit unterhalten, sondern auch belehren. Das Werk verdeutlicht die zentralen Begriffe des Spätmittelalters, wie z.B. Höflichkeit, männliche Erziehung, Tugend und Tüchtigkeit. Wittenwiler zeichnet ein Bild des gesellschaftlichen Lebens im späten Mittelalter, insbesondere der Spannungen zwischen Adel und Bauern.
- Die Darstellung des Bauernstandes im Spätmittelalter
- Das Thema der Höflichkeit und ritterlicher Tugenden
- Die Rolle der Religion und Theologie im Leben der Menschen
- Die Kritik an der Oberflächlichkeit und Scheinheiligkeit
- Die Verwendung von Humor und Satire zur Gesellschaftskritik
Zusammenfassung der Kapitel
Im ersten Kapitel, dem Vorwort, erläutert Wittenwiler die zentrale Bedeutung des Werks. Das zweite Kapitel widmet sich der Beichtszene, in der der Protagonist Neithart die Bauern durch seine provokanten Handlungen zu einer Beichte führt. Dabei beleuchtet Wittenwiler den Konflikt zwischen Adel und Bauern sowie die Lehre des Bußsakraments. Die folgenden Kapitel behandeln weitere Themen, wie die Belehrung von Bertschi durch Neithart, die Turnierlehre und die Darstellung eines Turniers. Die letzten Kapitel konzentrieren sich auf die Folgen des Turniers und zeigen ein weiteres Turnier zwischen Eseln und Rossen.
Schlüsselwörter
Schlüsselwörter des Werks sind: Spätmittelalter, Bauern, Adel, Höflichkeit, Turnier, Religion, Bußsakrament, Satire, Humor, Gesellschaftskritik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in Heinrich Wittenwilers Werk "Der Ring"?
"Der Ring" ist ein spätmittelalterliches Werk, das das Leben der Menschen (insbesondere Bauern) schildert und dabei didaktische Lehren über Tugend, Höflichkeit und Religion mit Satire verbindet.
Welche Rolle spielt die Beichtszene im Buch?
Die Beichtszene dient der Belehrung über das Bußsakrament. Sie zeigt humorvoll und kritisch die religiösen Vorstellungen und Verfehlungen der bäuerlichen Charaktere auf.
Was erfährt man über das mittelalterliche Turnierwesen?
Das Werk enthält eine "Turnierlehre" und beschreibt Turniere, wobei Wittenwiler die ritterlichen Bräuche oft parodiert, indem er Bauern in diese eigentlich adeligen Rollen schlüpfen lässt.
Wer ist die Figur Neithart?
Neithart fungiert als Lehrer oder Mentor, der den Protagonisten Bertschi belehrt. Er ist eine Brückenfigur zwischen der Welt des Adels und der Bauern.
Welche gesellschaftliche Kritik übt Wittenwiler?
Er kritisiert die Oberflächlichkeit, die Scheinheiligkeit und die rauen Sitten seiner Zeit, indem er die Gegensätze zwischen ritterlichem Ideal und bäuerlicher Realität satirisch überspitzt.
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- Miriam Riediger (Author), 2001, Heinrich Wittenwiler "Der Ring" - Bearbeitung der Verse 658-1281, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58239