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Vergleich des OpRisk-Managementprozesses mit dem Kreditrisiko-Managementprozess

Title: Vergleich des OpRisk-Managementprozesses mit dem Kreditrisiko-Managementprozess

Seminar Paper , 2006 , 41 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Peter Gröninger (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

Im Rahmen von Basel 2 wurden verbindliche Anforderungen zur Behandlung von Risiken erlassen. Ziel ist es, Bankenkrisen zu verhindern, so dass die übrigen Wirtschaftsabläufe auf nationaler und internationaler Ebene sichergestellt sind. Zur Erfüllung dieser Anforderungen muss ein Kreditinstitut im Rahmen der Mindestkapitalanforderungen (Säule 1) die Risiken mit Eigenkapital unterlegen. Ferner sollen Kreditinstitute durch das aufsichtliche Überprüfungsverfahren (Säule 2) ermutigt werden, die internen Verfahren zur Beurteilung der individuellen Risikoposition sowie einer angemessenen Kapitalausstattung permanent zu verbessern. Dazu gehört auch die Weiterentwicklung von Methoden des Risikomanagements und interner Kontrollen. Auf nationaler Ebene wird dies durch das Gesetz über das Kreditwesen (KWG) konkretisiert. Gemäß § 25a KWG muss ein Kreditinstitut „über eine Geschäftsorganisation verfügen, die die Einhaltung der von den Instituten zu beachtenden gesetzlichen Bestimmungen gewährleistet.“ Demzufolge müssen „geeignete Regelungen zur Steuerung, Überwachung und Kontrolle der Risiken“ vorhanden sein. Die dritte Säule (Marktdisziplin) fordert die Offenlegung der Anwendung der Eigenkapitalvorschriften, der Ausstattung und Struktur des Eigenkapitals sowie die qualitative und quantitative Darstellung des eingegangenen Risikos. Durch die Offenlegung sollen die Kreditinstitute zusätzlich angereizt werden, ihre Risiken zu kontrollieren und zu steuern. Die Sound Practices bzw. die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) gehen auf die Anforderungen der drei Säulen für das operationelle bzw. das Kreditrisiko ein. Der Fokus dieser Arbeit liegt dabei auf der Herausarbeitung wesentlicher Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Managementprozess, bzw. der Übertragbarkeit von etablierten Steuerungskomponenten des Kreditrisikos auf das operationelle Risiko. Abschießend wird im Zuge einer kritischen Analyse herausgearbeitet, ob die Gemeinsamkeiten und Unterschiede bzw. die Übertragbarkeit einzelner Managementkomponenten gerechtfertigt sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG UND ZIELSETZUNG

2 MANAGEMENT DER KREDITRISIKEN

2.1 Definition des Kreditrisikobegriffs und Überblick

2.2 Managementprozess der Kreditrisiken

2.2.1 Risikoidentifikation und Risikoklassifizierung

2.2.2 Risikobewertung und Steuerung

3 MANAGEMENT OPERATIONELLER RISIKEN

3.1 Definition operationelle Risiken und Überblick

3.2 Managementprozess operationeller Risiken

3.2.1 Risikoidentifikation

3.2.2 Risikobewertung und Steuerung

4 ANALYSE DER GEMEINSAMKEITEN UND UNTERSCHIEDE

4.1 Grundsätzliche Unterschiede

4.2 Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Rahmenbedingungen

4.2.1 Geschäftsleitungsebene

4.2.2 Organisationsstruktur

4.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Managementprozess

4.3.1 Wissensmanagement

4.3.2 Risikoidentifikation, Risikoklassifizierung und Datenerfassung

4.3.2.1 Risikoidentifikation und Klassifizierung

4.3.2.2 Datenerfassung

4.3.3 Prüfungs- und Berichtswesen

4.3.4 Risikosteuerung

4.3.4.1 Steuerung auf Einzelkredit und Event-Typ-Ebene

4.3.4.1.1 Risikovorsorge

4.3.4.1.2 Risikominderung

4.3.4.1.3 Krisenbewältigung

4.3.4.2 Steuerung auf Portfolioebene

4.3.4.2.1 Diversifikationseffekt

4.3.4.2.2 Derivate und Hedging

4.3.5 Bewertung

4.3.5.1 Bewertung des Kreditrisikos

4.3.5.2 Bewertung des operationellen Risikos

4.3.5.2.1 Grundlegende Voraussetzungen AMA-Ansätze

4.3.5.2.2 Loss Distribuion Approach (LDA)

5 SCHLUSSBETRACHTUNG UND KRITISCHE ANALYSE

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem Management von Kreditrisiken und operationellen Risiken im Bankwesen. Ziel ist es zu untersuchen, ob bewährte Steuerungskomponenten aus dem Kreditrisikomanagement auf das operationelle Risiko übertragen werden können und inwieweit diese Ansätze bei kritischer Betrachtung gerechtfertigt sind.

  • Vergleich der Managementprozesse beider Risikoarten
  • Analyse der Rahmenbedingungen und Organisationsstrukturen
  • Untersuchung von Identifikations-, Bewertungs- und Steuerungsmethoden
  • Evaluation von Transferierbarkeit und Einsatzmöglichkeiten von Hedging-Instrumenten

Auszug aus dem Buch

4.3.2.2 Datenerfassung

Aufgrund der Tatsache, dass operationelle Risiken eine sehr junge Disziplin im Risikomanagement darstellen und nur sehr wenige Kreditinstitute über konsistente und umfassende Prozesse zur Datensammlung verfügen, mangelt es an den nötigen Daten. Im Unterschied zu Kreditrisiken besteht teilweise auch ein geringer Anreiz für die Mitarbeiter selbst verursachte oder gar beabsichtigte Verluste aus operationellen Risiken zu berichten, wodurch wichtige Daten verloren gehen können. Bei Kreditrisiken liegt die Ursache in der sich verschlechternden Bonität des Schuldners, so dass Gründe eher in Datenbanken dokumentiert werden.

Des Weiteren stellt es ein Problem dar, Schadensfälle exakt Kredit- oder operationellen Risiken zuzuordnen. So kann ein Kreditausfall auch auf menschliches Versagen eines Mitarbeiters zurückgeführt werden. Ähnlich zu Kreditrisiken kann auch auf externe Verlustdaten zurückgegriffen werden, wobei diese auch mit Überschneidungsproblemen zu anderen Risiken behaftet sein können. Um aber eine exakte Steuerung von operationellen Risiken auf Gesamtbankebene vornehmen zu können, müssen Überschneidungen von operationellen Risiken zu anderen Risikoarten herausgefiltert werden, so dass eine verursachungsgerechte Zuordnung vorgenommen werden kann.

Zusätzlich stellt sich die Frage, ob externe Verlustdaten zur individuellen Abbildung des Risikopotenzials eines Kreditinstitutes beitragen. Für Kreditrisiken ist die Datenverfügbarkeit über externe Datenbanken wie Reuters oder Bloomberg besser. Ferner beziehen sich diese Daten direkt auf die Bonität des Schuldners und sind somit besser zur Abbildung des Risikopotenzials der Bank geeignet. Im Gegensatz dazu beziehen sich Verlustdaten beim operationellen Risiko z. B. auf Prozesse, die von Kreditinstitut zu Kreditinstitut unterschiedlich sein können.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG UND ZIELSETZUNG: Einleitung in die Anforderungen von Basel II und die gesetzliche Grundlage durch das KWG, mit Fokus auf den Vergleich der Managementprozesse von Kredit- und operationellen Risiken.

2 MANAGEMENT DER KREDITRISIKEN: Erläuterung der Definition von Kreditrisiken und der Struktur des Managementprozesses inklusive Identifikation, Bewertung und Steuerung.

3 MANAGEMENT OPERATIONELLER RISIKEN: Darstellung der Definition für operationelle Risiken und der wesentlichen Merkmale des dazugehörigen Managementprozesses.

4 ANALYSE DER GEMEINSAMKEITEN UND UNTERSCHIEDE: Detaillierte Gegenüberstellung der Rahmenbedingungen und Prozessschritte beider Risikoarten, unter Berücksichtigung von Wissensmanagement, Datenerfassung und Steuerungsmechanismen.

5 SCHLUSSBETRACHTUNG UND KRITISCHE ANALYSE: Kritische Würdigung der Übertragbarkeit von Kreditmanagement-Komponenten auf operationelle Risiken und Plädoyer für ein konzernübergreifendes Risikomanagement.

Schlüsselwörter

Basel II, Kreditrisiko, Operationelles Risiko, Risikomanagement, MaRisk, Risikoidentifikation, Risikobewertung, Risikosteuerung, Gesamtkapital, Value-at-Risk, Verlustdaten, Hedging, Kreditderivate, Wissensmanagement, Gesamtbanksteuerung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einem rechtsvergleichenden und prozessualen Vergleich zwischen der Steuerung von Kreditrisiken und operationellen Risiken im Kontext der bankenaufsichtlichen Anforderungen von Basel II.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definitionen, den Managementprozess (Identifikation, Bewertung, Steuerung), die organisatorischen Rahmenbedingungen sowie Möglichkeiten der Risikominderung und Hedging-Instrumente.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist die Herausarbeitung wesentlicher Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Managementprozess beider Risikoarten, um zu klären, ob sich Methoden der Kreditrisikosteuerung erfolgreich auf das operationelle Risiko übertragen lassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine deskriptive und analytische Literaturarbeit durchgeführt, die regulatorische Anforderungen (MaRisk, Sound Practices) mit theoretischen Modellen und Instrumenten vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Unterschiede in der Ursachenbezogenheit, der Datenerfassung, der organisatorischen Einbindung sowie die Anwendbarkeit von derivativen Instrumenten und Versicherungen zur Risikosteuerung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Basel II, Gesamtkapital, Risikoklassifizierung, Value-at-Risk und Gesamtbanksteuerung definiert.

Worin liegt der Hauptunterschied bei der Datenerfassung zwischen Kredit- und operationellen Risiken?

Kreditrisiken basieren oft auf dokumentierten Bonitätsveränderungen und externen Datenbanken, während operationelle Risiken bei Mitarbeitern oft auf geringer Meldebereitschaft basieren und stark prozessabhängig sind.

Warum wird die Übertragung von Hedging-Strategien auf operationelle Risiken kritisch hinterfragt?

Aufgrund der extremen Vielseitigkeit und der binären Natur operationeller Risiken ist die Implementierung von Hedge-Strukturen, wie beispielsweise durch Aktiengeschäfte, selbst mit neuen, erheblichen Marktrisiken verbunden.

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Details

Title
Vergleich des OpRisk-Managementprozesses mit dem Kreditrisiko-Managementprozess
College
University of Frankfurt (Main)  (Professur für Derivative und Financial Engineering)
Course
Operational Risk
Grade
1,3
Author
Peter Gröninger (Author)
Publication Year
2006
Pages
41
Catalog Number
V57955
ISBN (eBook)
9783638522625
ISBN (Book)
9783656805762
Language
German
Tags
Vergleich OpRisk-Managementprozesses Kreditrisiko-Managementprozess Operational Risk
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Peter Gröninger (Author), 2006, Vergleich des OpRisk-Managementprozesses mit dem Kreditrisiko-Managementprozess, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57955
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