Im Rahmen unseres soziologischen Seminars „Europäische Wirtschaftskulturen“ behandeln wir in dieser Hausarbeit das Beispielland Israel, wobei wir speziell den israelischen Wirtschaftsstil analysieren werden. Dazu stellt sich die Frage ob Israel überhaupt zu den europäischen Wirtschaftskulturen zählt? Obwohl das Land geografisch nicht zum europäischen Raum gehört, ist es gerade wegen der außergewöhnlichen Geschichte sehr stark mit dem europäischen kulturellen Erbe verbunden, so dass man im Falle Israels durchaus von einer europäischen Wirtschaftskultur sprechen kann. Politisch und geographisch liegt Israel an der Schnittstelle dreier Kontinente: Asien, Afrika und Europa. Diese Grenzlage sorgte in Israel für ein Aufeinanderprallen der verschiedenen Kulturen und Religionen. [...]
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Forschungsfrage und das Ziel der Arbeit
- Die Basis des theoretischen Rahmens und die Begriffserklärung
- Die Kultur:
- Der Kulturwandel
- Der Assimilationstyp
- Der Kontrasttyp
- Der Grenztyp
- Der Synthesetyp
- Der Zusammenhang zwischen Kultur und Ökonomie
- Die Kulturellen Aspekte
- Die Religion
- Die religiöse Verankerung des Wirtschaftsgedankens
- Widersprüche zwischen religiöser und staatlicher Orientierung
- Die Geschichte
- Die Anfänge des Judentums
- Die Wirtschaftskultur im Mittelalter
- Die Wirtschaft und die Kultur der Neuzeit
- Die geschichtliche Prägung der jüdischen Identität
- Die Religion
- Die Ideologie des Zionismus
- Die politischen Aspekte
- Die Vorstaatlichkeit und die Staatsgründung
- Die Parteien und die Wirtschaft
- Die sektorale Unterteilung der israelischen Wirtschaft
- Die Kibbuzim und die Moschawim
- Die Wirtschaftspolitik
- Heterogenität und Wandel der israelischen Gesellschaft
- Die Siedlung- und Wirtschaftsexpansion
- Die Bildungspolitik und wirtschaftliche Integration
- Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
- Die Wirtschaftspolitische Entwicklung Israels ab 1977
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit analysiert den israelischen Wirtschaftsstil im Kontext der europäischen Wirtschaftskulturen. Sie befasst sich mit der Frage, ob Israel, trotz seiner geografischen Lage außerhalb Europas, aufgrund seines kulturellen Erbes als Teil der europäischen Wirtschaftskulturen betrachtet werden kann.
- Entwicklung der israelischen Wirtschaftskultur
- Einfluss von Kultur und Geschichte auf die Wirtschaftsentwicklung
- Die Rolle des Zionismus und der politischen Entwicklung
- Der Einfluss der Religion auf die Wirtschaftskultur
- Heterogenität und Wandel der israelischen Gesellschaft
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die den Fokus auf die Analyse des israelischen Wirtschaftsstils im Rahmen der europäischen Wirtschaftskulturen legt. Das zweite Kapitel beleuchtet die Forschungsfrage und das Ziel der Arbeit, wobei die wirtschaftliche Transformation Israels im Fokus steht. Der dritte Teil definiert den Begriff "Kultur" und beleuchtet die verschiedenen Typen des Kulturwandels. Die Kapitel vier und fünf behandeln die kulturellen und historischen Aspekte, die die jüdische Religion und Geschichte sowie die Ideologie des Zionismus umfassen. Die politischen Aspekte werden im sechsten Kapitel behandelt, wobei die Vorstaatlichkeit, die Staatsgründung, die politischen Parteien und die Wirtschaftspolitik im Vordergrund stehen. Kapitel sieben beleuchtet die Heterogenität und den Wandel der israelischen Gesellschaft, während Kapitel acht und neun sich mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Wirtschaftspolitik Israels ab 1977 auseinandersetzen.
Schlüsselwörter
Die Arbeit thematisiert die Wirtschaftskultur Israels im Kontext der europäischen Wirtschaftskulturen, unter besonderer Berücksichtigung von Kulturwandel, Religion, Geschichte, Zionismus, Wirtschaftspolitik und gesellschaftlicher Entwicklung. Die theoretischen Ansätze von Max Weber, North und Berger liefern den Rahmen für die Analyse. Behandelt werden Themen wie die jüdische Religion, die Geschichte des Judentums, die Rolle des Zionismus, die Staatsgründung Israels, die sektorale Unterteilung der israelischen Wirtschaft, die Kibbuzim und Moschawim sowie die Bildungspolitik und die wirtschaftliche Integration.
Häufig gestellte Fragen
Zählt Israel zur europäischen Wirtschaftskultur?
Geografisch liegt Israel in Asien, wird aber aufgrund seiner Geschichte, der Herkunft vieler Einwanderer und enger kultureller Bindungen oft als Teil des europäischen Erbes betrachtet.
Welchen Einfluss hat die Religion auf die israelische Wirtschaft?
Die religiöse Verankerung des Wirtschaftsgedankens spielt eine Rolle, führt aber auch zu Widersprüchen zwischen säkularen staatlichen Zielen und religiösen Vorschriften.
Was sind Kibbuzim und Moschawim?
Kibbuzim sind kollektive Siedlungen mit gemeinsamem Eigentum, während Moschawim genossenschaftlich organisierte Dörfer sind, in denen die Bauern individuell wirtschaften.
Welche Rolle spielt der Zionismus für die ökonomische Entwicklung?
Die zionistische Ideologie trieb den Aufbau des Landes, die Landgewinnung und die Ansiedlung von Industrien massiv voran, um einen lebensfähigen jüdischen Staat zu schaffen.
Wie hat sich die israelische Wirtschaftspolitik seit 1977 verändert?
Es fand ein Wandel von einer stark staatlich gelenkten Wirtschaft hin zu einer stärker liberalisierten, marktorientierten Wirtschaft mit Fokus auf High-Tech statt.
- Quote paper
- Sascha Vilovic (Author), Anne Semmerling (Author), 2005, Wirtschaftskultur Israel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57886