In dieser Arbeit ist untersucht worden, ob und in welcher Weise sich die Mitgliedstaaten und sonstige Akteure der Europäischen Union gemäß dem EU-Vertrag solidarisch zueinander verhalten.
Zur Beantwortung dieser Frage sind sowohl von der EU veröffentlichte Wirtschaftszahlen und Fakten als auch in wissenschaftlichen Zeitschriften und Büchern veröffentlichte Beiträge untersucht worden. Die erzielten Ergebnisse wurden durch eigene Kommentare und Interpretationen erweitert.
Das Ergebnis ist relativ klar und enttäuschend zugleich. Die
Mitgliedstaaten der EU, sowohl alte als auch neue, sind primär an eigenen Interessen orientiert, und lassen in weiten Teilen solidarisches Verhalten vermissen.
Ohne diese Solidarität wird es schwer, die für das Jahr 2010
geplanten Ziele zu erreichen.
The idea of this essay was finding out, if and in which way the member states of the European Union and other actors behave in solidarity, according to the treaty of the European Union. Officially by the EU published budget information and other facts, but also scientific publications in magazines and books were examined to find the answers to the question.
The results were extended by own comments and interpretations.
The results are relatively obvious and disappointing. The European
member states, new ones and old ones in the same way, are primarily orientated towards their own needs, and so they lack solitarily behavior.
Without solidarity it will be hard to complete the goals, which are set for the year 2010.
Inhaltsverzeichnis
1. VORWORT
2. POLITISCHE UND WIRTSCHAFTLICHE VORAUSSETZUNGEN
3. DIE FINANZIELLE VORAUSSCHAU DER EUROPÄISCHEN KOMMISSION VON 2007-2013
3.1. POSITIONEN ZU DEN EIGENMITTELN
3.1.1. EIGENMITTELOBERGRENZE
3.1.2. EIGENMITTELBESCHAFFUNG
3.1.3. RABATT DES VEREINIGTEN KÖNIGREICHS
3.2. POSITIONEN ZU DEN GEMEINSCHAFTSAUSGABEN
3.2.1. AGRARWIRTSCHAFT
3.2.2. STRUKTURPOLITIK
3.2.3. INTERNE UND EXTERNE POLITIKBEREICHE
3. SCHLUSSTEIL
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, inwieweit die Mitgliedstaaten und Akteure der Europäischen Union ihrer Verpflichtung zur Solidarität gemäß Art. 1 des EU-Vertrags im Kontext der Finanziellen Vorausschau 2007-2013 nachkommen.
- Analyse der Finanziellen Vorausschau 2007-2013
- Interessenkonflikte zwischen Nettozahlern und Nettoempfängern
- Reformvorhaben in der Agrar- und Strukturpolitik
- Rolle der EU-Eigenmittel und des britischen Rabatts
- Umsetzung der Lissabon-Ziele als Integrationsmotor
Auszug aus dem Buch
3.2.2. Strukturpolitik
Die Programme, die sich auf Strukturfonds und Kohäsionsfonds stützen, sollen die allgemeine und berufliche Bildung fördern, um Qualifikation und Flexibilität der Arbeiter in neuen Bereichen zu ermöglichen, damit diese vom strukturellen Wandel profitieren können. Gleichzeitig soll in Innovation und Forschung investiert werden. Durch diese Maßnahmen sollen Länder und Regionen attraktiver, und ihr Wachstum gesichert werden (Bugnot 2005: 5).
Während die Verhandlungen zur Agrarpolitik ohne große Komplikationen abliefen, und keines der EU-Mitglieder an den bereits vereinbarten Modalitäten rütteln wollte, sorgen die Reformen in der Strukturpolitik für große Uneinigkeit zwischen Nettozahlern, Nettoempfängern der alten EU-15, und den neu beigetretenen Staaten. Daher sind die strukturpolitischen Maßnahmen der zentrale Punkt der kommenden Verhandlungen.
Die Kommission berücksichtigt in ihren Vorstellungen eine EU mit 27 Mitgliedern, also inklusive Rumänien und Bulgarien im Jahre 2007.
Zusammenfassung der Kapitel
1. VORWORT: Einleitung in die Ziele des Lissabon-Programms und die Rolle der Solidarität als Basis für die Finanzielle Vorausschau der EU.
2. POLITISCHE UND WIRTSCHAFTLICHE VORAUSSETZUNGEN: Erörterung der Interessenkonflikte zwischen Nettozahlern und Nettoempfängern sowie der Bedeutung von Agrar- und Strukturpolitik für den EU-Haushalt.
3. DIE FINANZIELLE VORAUSSCHAU DER EUROPÄISCHEN KOMMISSION VON 2007-2013: Detaillierte Analyse der Positionen zu Eigenmitteln, Ausgabenobergrenzen und den spezifischen Politikbereichen wie Agrarwirtschaft und Strukturpolitik.
3. SCHLUSSTEIL: Fazit zur solidarischen Haltung der Mitgliedstaaten, das ein überwiegend interessengeleitetes Verhalten der Akteure feststellt.
Schlüsselwörter
Solidarität, Europäische Union, Finanzielle Vorausschau, Nettozahler, Nettoempfänger, EU-Haushalt, Agrarpolitik, Strukturpolitik, Lissabon-Programm, Eigenmittel, EU-Erweiterung, Interessenkonflikt, Kohäsionsfonds, BNE, Integration.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit analysiert die solidarische Haltung der EU-Mitgliedstaaten bei der Gestaltung der Finanziellen Vorausschau 2007-2013 unter Berücksichtigung von Art. 1 des EU-Vertrags.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Arbeit befasst sich schwerpunktmäßig mit den Verhandlungen über den EU-Haushalt, den Konflikten um Eigenmittel sowie den Reformbestrebungen in der Agrar- und Strukturpolitik.
Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es zu ermitteln, ob die Mitgliedstaaten ihre nationalen Eigeninteressen zugunsten der gemeinschaftlichen Solidarität und der Lissabon-Ziele zurückstellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Es handelt sich um eine deskriptive Analyse, die offizielle EU-Dokumente, Studien der Stiftung Wissenschaft und Politik sowie Fachliteratur auswertet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die politische Ausgangslage, die Diskussionen zu den Eigenmitteln der EU sowie die Auseinandersetzungen um die Verteilung der Gemeinschaftsausgaben.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Publikation am besten?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Finanzgerechtigkeit, EU-Integration, Verteilungskampf und Solidaritätsgebot charakterisiert.
Wie steht es laut der Arbeit um die Reform der Agrarpolitik?
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass trotz Bemühungen zur Entkopplung von Direktzahlungen Frankreich und andere Profiteure ihren Einfluss erfolgreich geltend machen konnten.
Welche Rolle spielt der britische Rabatt in der Argumentation?
Der britische Rabatt wird als ein Punkt des einheitlichen Unmuts identifiziert, da sich die meisten Mitgliedstaaten durch dessen Fortbestehen ungerecht behandelt fühlen.
- Quote paper
- Andreas Kleine (Author), 2005, Solidarität in der EU-25, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57833