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Das utilitaristische System von J.J.C. Smart und Bernard Williams

Titel: Das utilitaristische System von J.J.C. Smart und Bernard Williams

Hausarbeit , 2005 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Peggy Schirmer (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die folgende Auseinandersetzung mit dem Utilitarismus erhebt nicht den Anspruch den über hunderte von Jahren geführten Diskurs vollständig widerzuspiegeln. Sie möchte eine Auswahl zentraler Thesen des Utilitarismus vorstellen und sich kritisch mit ihnen auseinandersetzen.
Exemplarisch werden je ein Vertreter der Verfechter- und der Gegnerseite utilitaristischen Denkens vorgestellt. Der moderne Philosoph John J.C. Smart stellt sich in eine Reihe mit den klassischen Utilitaristen J.S. Mill, J. Bentham und H. Sidgwick. Als selbsternannter Handlungsutilitarist repräsentiert er den klassischen Utilitaristen. Bernard Williams, ein erklärter Gegner des Konsequenzialismus und a fortiori des Utilitarismus, stellt den Gegenpart dar. Williams setzte sich erstmals 1972, in seinem Buch "Morality - An Introduction to Ethics" mit dem Utilitarismus auseinander. Kurz darauf folgte die Veröffentlichung seines Essays "A critique of utilitarianism", welches zusammen mit Smarts Verteidigung "An outline of a system of utilitarian ethics" veröffentlicht wurde.
Die Arbeit konzentriert sich auf die Diskussion einiger zentraler Streitpunkte zwischen Smart und Williams, welche eine Stellvertreterfunktion für den Diskurs um den Utilitarismus einnehmen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Grundstruktur von Smarts Utilitarismus und Williams zentrale Kritikpunkte

2.1 Grundstruktur von Smarts Utilitarismus

2.2 Williams Darstellung des Konsequenzialismus und seine Kritik an ihm

2.3 Das Prinzip des Eudaimonismus

3. Regel- vs. Handlungsutilitarismus

4. Schlussworte

5. Bibliographie

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Hausarbeit analysiert die utilitaristische Ethik von J.J.C. Smart und stellt ihr die kritischen Positionen von Bernard Williams gegenüber, um zentrale Diskrepanzen in der moralphilosophischen Bewertung von Handlungen und Konsequenzen herauszuarbeiten.

  • Konsequenzialistische Grundstruktur des Utilitarismus
  • Kritik an der negativen Verantwortlichkeit
  • Hedonistische Wertbasis und ihre Problematisierung
  • Differenzierung zwischen Handlungs- und Regelutilitarismus

Auszug aus dem Buch

2.2. Williams Darstellung des Konsequenzialismus und seine Kritik an ihm

Den Grundgedanken des Konsequenzialismus zeichnet nach Williams aus, "dass einzig Sachverhalten ein intrinsischer Wert zukommen kann und dass alles andere, was einen Wert hat, diesen hat, weil es zu einigen intrinsisch wertvollen Sachverhalten beträgt". Doch wie er selbst bemerkt, scheint der Begriff "Sachverhalt" viel zu ungenau zu sein, um den Konsequenzialismus von anderen Moralkonzepten wie dem Kantianismus abzugrenzen. Um ein unterscheidendes Merkmal einzuführen schlussfolgert Williams logisch, dass der Konsequenzialismus den Wert einer Handlung immer als konzequenziell, d.h. als abgeleitet ansieht, nicht aber als intrinsisch. Der Wert der Handlung leitet sich daraus ab, inwieweit diese nützliche Sachverhalte hervorzubringen im Stande ist.

Ein Problem dieser einschränkenden Charakterisierung ergibt sich aber für eine spezielle Form des Konsequenzialismus, den Utilitarismus. Will man den Utilitarismus nicht per Definitionen bereits ins Unglück stürzten, darf man nicht davon ausgehen, dass der Utilitarist den Wert aller Handlungen als abgeleitet ansieht, außer es handelt sich um Glückserlebnisse, denen ein intrinsischer Wert beigemessen werden darf. Williams beschreibt diese Einschränkung bzw. Trivialisierung als unmodern und erklärt sich bereit, einen Begriff der Zufriedenheit anzuerkennen, mithilfe dessen es dem Individuum überlassen bleibt, welchen Tätigkeiten oder Handlungen es intrinsischen Wert bemisst und welchen nicht. Jetzt zeigt sich das Problem, welches die obige Charakterisierung des Konsequenzialismus mit sich bringt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des gewählten Diskurses zwischen dem Handlungsutilitaristen J.J.C. Smart und seinem Kritiker Bernard Williams sowie Definition des Rahmens dieser Untersuchung.

2. Die Grundstruktur von Smarts Utilitarismus und Williams zentrale Kritikpunkte: Untersuchung der utilitaristischen Moralprinzipien, der konsequenzialistischen Logik und der spezifischen Kritikpunkte Williams hinsichtlich Integrität und negativer Verantwortlichkeit.

2.1 Grundstruktur von Smarts Utilitarismus: Erläuterung der universalistischen Position Smarts, die den Utilitarismus als Handlungsbewertung anhand von Konsequenzen definiert.

2.2 Williams Darstellung des Konsequenzialismus und seine Kritik an ihm: Analyse der Probleme, die bei der rein konsequenzialistischen Bewertung von Handlungen entstehen, insbesondere im Hinblick auf den Wert von Handlungen im Vergleich zu Sachverhalten.

2.3 Das Prinzip des Eudaimonismus: Diskussion der hedonistischen Basis des Utilitarismus, der Frage nach der Messbarkeit von Glück und der qualitativen Unterscheidung von Vergnügen.

3. Regel- vs. Handlungsutilitarismus: Vergleich der beiden Strömungen des Utilitarismus, ihrer jeweiligen Vor- und Nachteile sowie der Frage, ob Regelutilitarismus eine echte Verbesserung darstellt.

4. Schlussworte: Resümee der kritischen Auseinandersetzung und Bestätigung, dass der Regelutilitarismus keine überzeugende Lösung für die gegen ihn vorgebrachten Einwände liefert.

5. Bibliographie: Verzeichnis der in der Arbeit zitierten Quellen und Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Utilitarismus, Konsequenzialismus, Handlungsutilitarismus, Regelutilitarismus, J.J.C. Smart, Bernard Williams, Eudaimonismus, Hedonismus, negative Verantwortlichkeit, Integrität, Moralprinzip, Ethik, Nutzenprinzip, Glücksmessung, deontologische Ethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das utilitaristische System von J.J.C. Smart im kritischen Dialog mit den Einwänden von Bernard Williams.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit beleuchtet die konsequenzialistische Grundstruktur, das eudaimonistische Verständnis von Glück und die Unterscheidung zwischen Handlungs- und Regelutilitarismus.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist eine erste fundierte Herantastung an den philosophischen Diskurs zwischen Smart und Williams sowie die Darstellung zentraler utilitaristischer Thesen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Text- und Diskursanalyse auf Basis der Primärliteratur von Smart und Williams.

Welche Inhalte stehen im Hauptteil im Fokus?

Im Fokus stehen Smarts utilitaristisches Grundgerüst, die konsequenzialistische Begründung, Williams' Kritik an der negativen Verantwortlichkeit und die Debatte über hedonistische Wertbasen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Utilitarismus, Konsequenzialismus, Handlungs- vs. Regelutilitarismus und Moralphilosophie klassifizieren.

Warum lehnt Williams die negative Verantwortlichkeit ab?

Williams argumentiert, dass dieses Prinzip zur Entpersonalisierung des Menschen führt und die Integrität des Individuums missachtet, da man für alles, was man nicht verhindert, verantwortlich gemacht wird.

Können Handlungs- und Regelutilitarismus nach Smart unterschieden werden?

Smart argumentiert, dass Regelutilitarismus bei konsequenter Anwendung letztlich wieder in Handlungsutilitarismus umschlägt, da rationale Ausnahmen zur Maximierung des Nutzens unvermeidbar sind.

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Details

Titel
Das utilitaristische System von J.J.C. Smart und Bernard Williams
Hochschule
Universität Leipzig  (Institut für Philosophie)
Veranstaltung
"Bernard Williams - Der Begriff der Moral "
Note
1,3
Autor
Peggy Schirmer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
17
Katalognummer
V57305
ISBN (eBook)
9783638518048
ISBN (Buch)
9783638752299
Sprache
Deutsch
Schlagworte
System Smart Bernard Williams Bernard Williams Begriff Moral
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Peggy Schirmer (Autor:in), 2005, Das utilitaristische System von J.J.C. Smart und Bernard Williams , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57305
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Leseprobe aus  17  Seiten
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