Bei der ausgewählten Quelle handelt es sich um einen Ausschnitt aus einer internationalen Pressekonferenz des Staatsratvorsitzenden Walter Ulbricht am 15.Juni 1961. Sie ist eine Antwort auf die Frage einer Journalistin von der „Frankfurter Rundschau“, Doherr, im Zusammenhang der innerdeutschen Beziehung und der Errichtung der Staatsgrenzen der DDR. Die Quelle liegt in gedruckter Form vor. In dieser Quelle befindet sich kein Begriff der nicht verständlich wäre bzw. zeitgenössisch eine andere Bedeutung aufweist. Am 12. September 1944 wurde das Londoner Protokoll unterzeichnet, welches als Abkommen zwischen Großbritannien, USA und der UdSSR über den Berliner Viermächtestatus galt. Dieser Status sah vor, Berlin in einen Ost- (gehört der SBZ an) sowie Westeil (USA, Großbritannien, ab 14.11.1944 auch Frankreich) zu gliedern. Der Rest des Landes wurde in die Sektoren, der Siegermächte des Zweiten Weltkrieges (amerikanischer, britischer und französischer) und der SBZ (sowjetisch besetzte Zone), aufgeteilt. Das Potsdamer Abkommen vom 2.August 1945 signalisierte die endgültige Festlegung des Viermächtestatus. Als Gipfelpunkt der Teilung wurden im Mai 1949 die BRD und am 7.10.1949 die DDR gegründet. „Regelung der Beziehungen zwischen Westberlin und der Regierung der Deutschen Demokratischen Republik“ ( S. 934 Z. 9-10): In einer Note an die Westmächte forderte die sowjetische Regierung den Abzug der westlichen Schutzmächte aus Berlin und die Umwandlung Westberlins in eine selbständige politische Einheit. In diesem am 27.11.1958 veröffentlichten Berlin-Ultimatum legte Chruschtschow die Unwirksamkeit des Potsdamer Abkommens fest und untermauerte seine Forderungen nach einer ´freien Stadt´ mit einer sechsmonatigen Schonfrist für den Westen. Chruschtschow sah so die Chance der DDR sich zu stabilisieren und gegenüber der BRD mehr Macht und Eigenständigkeit zu erreichen. Allerdings blieb die Berlin-Frage bis auf weiteres unbeantwortet.
Inhaltsverzeichnis
- Quellenkritik
- Quellenbeschreibung
- Innere Kritik
- Sprachliche Aufschlüsselung
- Sachliche Aufschlüsselung
- Quelleninterpretation
- Inhaltsangabe
- Einordnung in den historischen Kontext
- Vorgeschichte
- Im Kontext der DDR-Politik
- Chronik des Mauer-(Baus)
- Reaktion und Folgen
- Ergebnis und Ausblick
- Quellen und Literatur
- Quellen
- Literatur (Auswahlbibliographie)
- Bilddokumente
- Anhang: Die Quelle
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Quelleninterpretation analysiert einen Ausschnitt aus einer Pressekonferenz von Walter Ulbricht im Juni 1961, der sich auf die Errichtung der innerdeutschen Grenze bezieht. Der Text untersucht den historischen Kontext der Quelle, analysiert die sprachliche und sachliche Aussagekraft und setzt sie in Beziehung zu den politischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten der Zeit.
- Die Entstehung der innerdeutschen Grenze im Kontext des Kalten Krieges
- Die Rolle der sowjetischen Politik und die Besatzungszonen in Deutschland
- Die Bedeutung der Berlin-Frage und die Spannungen zwischen Ost- und Westdeutschland
- Walter Ulbrichts Sicht auf den Mauerbau und die Beziehungen zwischen DDR und BRD
- Die Folgen des Mauerbaus für die Menschen in Deutschland
Zusammenfassung der Kapitel
Die Quellenkritik befasst sich mit der Beschreibung und Analyse der Quelle, einschließlich der sprachlichen und sachlichen Aufschlüsselung. Die Quelleninterpretation stellt den Inhalt der Quelle dar und ordnet sie in den historischen Kontext ein. Sie beleuchtet die Vorgeschichte der Grenzziehung, die politische Situation in der DDR und die Reaktion auf den Mauerbau.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter dieser Arbeit sind: Mauerbau, innerdeutsche Grenze, Walter Ulbricht, DDR, BRD, Kalter Krieg, Berlin-Frage, Ost-West-Konflikt, Besatzungszonen, Potsdamer Abkommen, Grenzsicherungsmaßnahmen, politische Beziehungen, historische Kontext.
Häufig gestellte Fragen
Was war die Bedeutung von Walter Ulbrichts Aussage im Juni 1961?
Auf einer Pressekonferenz am 15. Juni 1961 sagte Ulbricht den berühmten Satz: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“, nur zwei Monate bevor der tatsächliche Mauerbau begann.
Was war das Berlin-Ultimatum von 1958?
Chruschtschow forderte den Abzug der Westmächte aus Berlin und die Umwandlung Westberlins in eine „freie Stadt“, um die DDR zu stabilisieren und den Viermächtestatus zu beenden.
Warum wurde Berlin in Sektoren aufgeteilt?
Dies basierte auf dem Londoner Protokoll von 1944 und dem Potsdamer Abkommen, die Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg unter die Kontrolle der vier Siegermächte (USA, Großbritannien, Frankreich, UdSSR) stellten.
Was war der Anlass für den Mauerbau am 13. August 1961?
Der massive Flüchtlingsstrom von Ost nach West bedrohte die wirtschaftliche Existenz der DDR, weshalb die Führung unter Ulbricht mit Zustimmung Moskaus die Grenze physisch abriegelte.
Welche Folgen hatte der Mauerbau für die deutsche Teilung?
Der Mauerbau zementierte die Spaltung Deutschlands für Jahrzehnte, trennte Familien und markierte einen dramatischen Höhepunkt des Kalten Krieges.
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- Stephan Terrey (Author), 2005, Quelleninterpretation nach der neuen deutschen Rechtschreibung zum Thema: 'Mauerbau 13. August 1961', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56118