Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Psychology - Social Psychology

'Die Lehrer oder die LehrerInnen?' - Unterschiede in der Einstellung gegenüber geschlechterspezifischen Berufsgruppen

Title: 'Die Lehrer oder die LehrerInnen?' - Unterschiede in der Einstellung gegenüber geschlechterspezifischen Berufsgruppen

Term Paper , 2006 , 24 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Andreas Schneider (Author)

Psychology - Social Psychology
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Das Messen von Einstellungen ist ein beliebtes Thema im Feld der Sozialpsychologie. Viele Umfragen befassen sich mit gesellschaftspolitischen Themen wie Atomkraftwerke oder EU – Erweiterung, mit der Einstellung zu bestimmten Produkten oder auch mit dem Bild eines Berufsstandes in der Bevölkerung.
In meiner Arbeit werde ich in die Einstellung gegenüber bestimmten Berufsgruppen messen und herausstellen, ob es einen Unterschied macht, wenn die Bezeichnung des Berufes hinsichtlich ihrer Geschlechterzugehörigkeit verändert wird.
Nach einem ersten Studium der einschlägigen Literatur formulierte ich zwei Hypothesen, die ich in meiner Arbeit überprüfen möchte

a) Die Frauenbewegung seit den 60er und 70er Jahren hat dazu beigetragen, dass Männer und Frauen auf beruflicher Ebene gleich wahrgenommen werden.

b) Sollten die geschlechterspezifischen Berufsgruppen unterschiedlich wahrgenommen werden, so lassen sich aus diesen Unterschieden allgemeine Unterschiede bezüglich der Wahrnehmung von Frauen und Männern in der Gesellschaft extrahieren.

In meinem ersten Kapitel werde ich die Begriffe der Wahrnehmung, der sozialen Wahrnehmung und der Intrapersonalen Wahrnehmungstheorien näher beleuchten. Hier wird es darum gehen, wie unsere Wahrnehmung funktioniert, wie Menschen andere Menschen wahrnehmen und wie Menschen, die wir kennen lernen direkt mit einer Reihe von Eigenschaften verknüpft werden.
Im zweiten Kapitel werde ich den Begriff der Einstellung erläutern. Wie Einstellungen entstehen und überdauern wird erklärt. Die Veränderung von Einstellungen ist ein vieldiskutiertes und interessantes Thema, was ich leider in dieser Arbeit aus aufgrund des vorgegebenen Umfangs nicht behandeln kann. Abgschlossen wird dieser Abschnitt mit dem Messen von Einstellungen.
In meinem dritten Arbeitsschritt werde ich meine durchgeführte Befragung näher beschreiben. In diesem Abschnitt werde ich auch die dann festgestellten Unterschiede in den Einstellungen darstellen. Anschließend werde ich versuchen die Ergebnisse der Umfrage zu erklären.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.) Vorwort

2.) Theoretische Vorarbeit 1: Wahrnehmung

2.1) Wahrnehmung

2.2.) Soziale Wahrnehmung / Personenwahrnehmung

2.3) Implizite Persönlichkeitstheorien

3.) Theoretische Vorarbeit 2: Einstellung

3.1) Der Begriff Einstellung

3.2) Das Entstehen von Einstellungen

3.3) Das Messen von Einstellungen

4.) Darstellung der durchgeführten Befragung

4.1) Erläuterung des Fragebogens

4.2.) Darstellung der Ergebnisse

4.3) Interpretation der relevanten Unterschiede

5.) Abschließende Bemerkungen

Zielsetzung & Themen

Diese Studienarbeit untersucht, ob die geschlechterspezifische Bezeichnung von Berufsgruppen die Einstellung und Wahrnehmung von Versuchspersonen beeinflusst. Ziel ist es, durch eine Befragung mittels semantischer Differentiale zu ermitteln, ob männliche oder weibliche Berufsbezeichnungen systemisch unterschiedlich bewertet werden.

  • Psychologische Grundlagen der Wahrnehmung
  • Theorien zur Entstehung und Messung von Einstellungen
  • Methodik des semantischen Differentials
  • Analyse geschlechterspezifischer Differenzen bei der Beurteilung von Berufsbildern

Auszug aus dem Buch

2.3) Implizite Persönlichkeitstheorien

In jedem Menschen existieren bestimmte Theorien, mit denen er Schlussfolgerungen über den Charakter anderer Menschen zieht. Bestimmte Eigenschaften werden in „Bündeln“ zusammengefasst; so sagt man bspw. von einer Person, die als humorvoll gilt, sie sei auch gesellig und warmherzig, weil diese beiden Eigenschaften zu demselben „Bündel“ gehören. Diese „Bündel“ oder Listen werden in übergeordnete Kategorien eingeordnet, welche positiv oder negativ bewertet sind (zum Beispiel mit gut oder schlecht). Ist eine Person mit einer bestimmten Liste verknüpft und damit generell bewertet worden, so werden dieser Person keine Eigenschaften zugeschrieben, die zu einer gegensätzlich bewerteten Liste gehören. Das zu Stande kommen dieser „Bündel“ ist noch nicht geklärt. Manche Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Zusammenstellung auf semantische Ähnlichkeiten zurückgehen.

Der Ursprung der Impliziten Persönlichkeitstheorien liegt in der Prototypenforschung. Dieser Ansatz geht davon aus, dass jeder Mensch ein bestimmtes Bild in von Personengruppen in sich trägt, das er mit der vor ihm stehenden vergleicht. Wie sehr sieht dieser Busfahrer dem „typischen Busfahrer“ ähnlich? Der Prototypenansatz beschäftig sich mehr mit der Identifikation eines Objektes, als mit den Kategorien selber. Der Ansatz verrät uns allerdings, dass wir bei der Beurteilung, ob diese Person zu diesem oder jenem Prototyp gehört, die Eigenschaften als maßgeblich betrachten, die wir am häufigsten wahrnehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Vorwort: Der Autor führt in die Thematik der Einstellungsforschung ein und formuliert zwei Hypothesen über den Einfluss der geschlechterspezifischen Berufsbezeichnung auf die Wahrnehmung.

2.) Theoretische Vorarbeit 1: Wahrnehmung: Dieses Kapitel beleuchtet psychologische Grundlagen der Wahrnehmung, soziale Wahrnehmung und implizite Persönlichkeitstheorien als Basis für das spätere Verständnis von Einstellungsbildung.

3.) Theoretische Vorarbeit 2: Einstellung: Hier werden der Begriff der Einstellung, deren Entstehungsprozesse sowie wissenschaftliche Messverfahren, insbesondere das semantische Differential, theoretisch fundiert.

4.) Darstellung der durchgeführten Befragung: Dieser Teil beschreibt die methodische Konstruktion des Fragebogens und präsentiert die empirisch ermittelten Mittelwerte der Probanden zu verschiedenen Berufsbezeichnungen.

5.) Abschließende Bemerkungen: Der Autor bewertet die gewonnenen Ergebnisse, verwirft die eingangs aufgestellten Hypothesen und reflektiert die Rolle von sogenannten „Soft Skills“ bei der Bewertung von Berufsgruppen.

Schlüsselwörter

Sozialpsychologie, Wahrnehmung, Einstellungsforschung, Semantisches Differential, Geschlechterspezifische Berufsbezeichnungen, Personenwahrnehmung, Implizite Persönlichkeitstheorien, Prototypenforschung, Soziale Erwünschtheit, Soft Skills, Befragung, Einstellungsobjekt, Urteilsbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der sozialpsychologischen Frage, ob die grammatikalische Geschlechtsform (maskulin oder feminin) einer Berufsbezeichnung die Wahrnehmung und Bewertung der entsprechenden Person durch Dritte beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen die psychologische Wahrnehmungstheorie, die Struktur und Entstehung von Einstellungen sowie deren empirische Messbarkeit im Kontext von Berufen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist die Überprüfung der Hypothese, ob die Frauenbewegung zu einer gleichwertigen Wahrnehmung der Geschlechter in Berufen geführt hat und ob Unterschiede in der Benennung zu systematischen Verschiebungen in der Bewertung führen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor verwendet das „semantische Differential“, ein Skalierungsverfahren, bei dem Probanden Berufsgruppen entlang verschiedener Dimensionen (z.B. freundlich – unfreundlich) bewerten müssen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Wahrnehmungs- und Einstellungspsychologie sowie in einen empirischen Teil, in dem die Ergebnisse der Befragung ausgewertet und interpretiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sozialpsychologie, Wahrnehmung, semantisches Differential, geschlechterspezifische Berufsbezeichnungen und die impliziten Persönlichkeitstheorien.

Warum wurden gerade Richter, Ärzte oder Lehrer als Beispiele gewählt?

Der Autor wählte bewusst Berufsgruppen aus, die in der Gesellschaft einen hohen Bekanntheitsgrad haben, um sicherzustellen, dass die Versuchspersonen die Begriffe sofort einordnen konnten.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur geschlechterspezifischen Wahrnehmung?

Der Autor stellt fest, dass weibliche Berufsbezeichnungen tendenziell positiver bewertet werden und dass bei Berufen mit höherem Grad an persönlicher Nähe die Unterschiede in der Wahrnehmung stärker ausfallen als bei rein professionellen Berufsfeldern.

Excerpt out of 24 pages  - scroll top

Details

Title
'Die Lehrer oder die LehrerInnen?' - Unterschiede in der Einstellung gegenüber geschlechterspezifischen Berufsgruppen
College
University of Cooperative Education Villingen-Schwenningen
Course
Einführung in die Sozialpsychologie
Grade
1,3
Author
Andreas Schneider (Author)
Publication Year
2006
Pages
24
Catalog Number
V56004
ISBN (eBook)
9783638508124
ISBN (Book)
9783656777298
Language
German
Tags
Lehrer LehrerInnen Unterschiede Einstellung Berufsgruppen Einführung Sozialpsychologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Schneider (Author), 2006, 'Die Lehrer oder die LehrerInnen?' - Unterschiede in der Einstellung gegenüber geschlechterspezifischen Berufsgruppen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56004
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  24  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint