Der Dekalog ist oft Thema in Predigten oder Andachten. So werden häufig Auslegungen zu einzelnen Geboten getroffen und damit diese Gebote hervorgehoben. Jedoch ist mir aufgefallen, dass dabei das Gebot: „ Du sollst dir kein Bildnis machen“ oft in den Hintergrund tritt und sehr selten in der Auslegung im Gottesdienst große Bedeutung erlangt. Ich habe mir deshalb das Thema: „Du sollst dir kein Bildnis machen“ gewählt, damit ich erkennen kann, aus welchem Hintergrund dieses Gebot erlassen wurde und welche Auswirkungen das auf das Volk Israel hatte. Ebenso erachte ich für wichtig, welche Bedeutung das Bilderverbot für unser heutiges Reden, Denken und Schaffen hat und wie Christus als Ikone, Ebenbild Gottes, im Bezug zum Bilderverbot steht. Hebt Jesus vielleicht dieses Gebot auf und ist es für uns Christen deshalb heute nicht mehr von Bedeutung.
Inhaltsverzeichnis
- Vorbesinnung
- Exegetische Betrachtung
- Jesus Christus, das Ebenbild Gottes
- Persönliches Urteil – widerspricht Christus dem Bilderverbot, oder hebt er es sogar auf?
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Bilderverbot im Dekalog und dessen Bedeutung im Kontext der israelitischen Religion. Ziel ist es, die exegetischen Hintergründe des Verbots zu erforschen, die Auswirkungen auf das Volk Israel zu analysieren und die Rolle von Jesus Christus als Ebenbild Gottes im Bezug auf das Bilderverbot zu beleuchten.
- Das Bilderverbot im Dekalog und seine historische Einordnung
- Die Religionen im Umfeld der Israeliten und ihr Umgang mit Bildern
- Die Bedeutung des Bilderverbots für das Judentum
- Die Rolle von Jesus Christus als Ikone und das Bilderverbot
- Die Relevanz des Bilderverbots für die heutige Zeit
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel behandelt die Vorbesinnung auf das Bilderverbot und stellt die Relevanz dieses Gebots im Kontext des Dekalogs heraus. Im zweiten Kapitel erfolgt eine exegetische Betrachtung des Bilderverbots im Kontext der Religionen des antiken Nahen Ostens, insbesondere im Vergleich zum Umgang mit Götterbildern bei den Ägyptern und Mesopotamiern. Im dritten Kapitel wird die Beziehung zwischen Jesus Christus als Ebenbild Gottes und dem Bilderverbot diskutiert.
Schlüsselwörter
Dekalog, Bilderverbot, Gottesbild, Fluidum, Jahwe, Jesus Christus, Ikone, Religion, Kult, Exegese, Theologie des Alten Testaments
Was besagt das Bilderverbot im Dekalog?
Das Gebot „Du sollst dir kein Bildnis machen“ untersagt die bildliche Darstellung Gottes, um die Transzendenz Jahwes zu wahren und Götzendienst zu verhindern.
Wie unterschied sich Israel von seinen Nachbarvölkern in Bezug auf Götterbilder?
Während Ägypter und Mesopotamier ihre Götter in Statuen und Bildern verehrten, blieb Gott in der israelitischen Religion unsichtbar und nicht darstellbar.
Ist Jesus Christus ein Widerspruch zum Bilderverbot?
Jesus wird im Neuen Testament als das „Ebenbild Gottes“ (Ikone) bezeichnet. Die Arbeit untersucht, ob dies das alttestamentliche Verbot aufhebt oder neu interpretiert.
Welche Bedeutung hat das Bilderverbot für das heutige Denken?
Es mahnt dazu, sich kein festes, einschränkendes „Bild“ von Gott oder Mitmenschen zu machen, um der lebendigen Realität und Freiheit Raum zu geben.
Warum wird das Bilderverbot in Gottesdiensten oft vernachlässigt?
Die Autorin stellt fest, dass andere Gebote häufiger im Fokus stehen, obwohl das Bilderverbot zentral für das Verständnis des Gottesbildes im Judentum und Christentum ist.