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Interessengruppen in Deutschland

Titel: Interessengruppen in Deutschland

Hausarbeit , 2005 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Fabian Paetzel (Autor:in)

Politik - Politisches System Deutschlands
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Bedeutung von Interessengruppen und ihrem Einfluss kann nicht ausreichend hervorgehoben werden. In den westlichen pluralistischen Gesellschaften resultiert aus dem politischen und gesellschaftlichen System eine politische Notwendigkeit, dass sich Interessen durch Interessengruppen aggregieren und artikulieren, da so der Wirkungsgrad optimiert werden kann. Wie grundlegend Verbände in der Gesellschaft sind, zeigt sich darin, dass in Deutschland über 2500 selbstständige Verbände
existieren, deren Einfluss und Anzahl stetig wächst. In der Literatur wächst die Anzahl von Büchern, die die Einflussmöglichkeiten von Interessengruppen untersuchen und dabei Optimierungsvorschläge unterbreiten, stetig. Der Einfluss von Interessengruppen kann jedoch lediglich auf einer Nominalskala ungenau spezifiziert werden, da die Einflusskanäle so vielseitig und die einzelnen Wirkungsgrade nur schwer zu messen sind. Da die politischen Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern unterschiedlich sind, resultieren unterschiedliche Relationen zwischen Staat und Interessengruppen. So ist eine starke und schwache Integration von Interessengruppen in den politischen Entscheidungsprozessen denkbar. Diese Relation in Deutschland soll im folgenden, innerhalb eines polit-theoretischen Kontextes, analysiert werden. Weiter ist interessant, wer die Adressaten einer Beeinflussung sind und wie Interessengruppen ihren Einfluss möglichst effizient gestalten können. Aus obigen grundlegenden Entwicklungstendenzen resultiert der Aufbau dieser Arbeit. Im 2 Kapitel wird vorerst eine Ontologie und Definition des Begriffes Interesse vorgestellt, bevor die Transformierung von Interessen in Interessengruppen analysiert wird. Eine Definition von Interessengruppen ist anschließend ebenso notwendig, wie deren Abgrenzung von Politischen Parteien. Um Interessengruppen in den gesellschaftlichen Kontext einordnen zu können, ist eine Typologisierung maßgeblich, um die Interaktion zwischen Staat und Interessengruppe und zwischen den diversen Interessengruppen zu erleichtern. Diese Typologisierung soll anhand dreier Dimensionen vorgenommen werden, um eine bloße Einordnung nach Aufgabenbereichen, wie sie in der Literatur meist verwandt wird, zu erweitern. Im 3. Kapitel wird vorerst eine theoretische Spezifizierung des Verhältnisses zwischen Staat und Interessengruppen vorgestellt, bevor die deutsche Situation analysiert wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Interessengruppen in Deutschland

2 Interessen und Interessengruppen

2.1 Sensibilisierung und Ontologie des Begriffes Interesse

2.2 Transformation und Institutionalisierung

2.3 Definition und Abgrenzung von Interessengruppen

2.4 Typologisierung von Interessengruppen

3 Einflussnahme von Interessengruppen in Deutschland

3.1 Verhältnis zwischen Interessengruppen und Staat

3.2 Hearings in Deutschland

3.3 Effizienzanalyse des Einflusses von Interessengruppen

4 Resumée und Perspektive

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle, Struktur und Wirkungsweise von Interessengruppen innerhalb des deutschen Regierungssystems. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Interessengruppen ihre Ziele im politischen Prozess effizient artikulieren und aggregieren können und in welcher Relation sie zum Staat stehen.

  • Grundlagen und ontologische Entwicklung des Begriffs Interesse
  • Prozesse der Transformation und Institutionalisierung von Interessengruppen
  • Abgrenzung von Interessengruppen gegenüber politischen Parteien
  • Analyse der Interaktion zwischen Staat und Interessengruppen (Pluralismus vs. Korporatismus)
  • Bedeutung von Hearings als Instrument der Einflussnahme
  • Effizienzanalyse durch Anwendung der Netzwerktheorie

Auszug aus dem Buch

3.1 Verhältnis zwischen Interessengruppen und Staat

Grundlegend kann das Verhältnis zwischen Staat und Interessengruppen politikwissenschaftlich anhand zweier Theorien determiniert werden, welche eine unterschiedliche Interaktion zwischen beiden Seiten begründen bzw. spezifizieren. Dabei handelt es sich um die Pluralismustheorie und die Korporatismustheorie, welche in diesem Abschnitt analysiert werden. Beiden Konzepten liegen folgende Prämissen respektive Annahmen zugrunde:

• Die Heterogenität von Interessen wird als wünschenswert und legitim erachtet.

• Interessengruppen bilden und definieren ihre Ziele frei.

• Miteinander konkurrierende Gruppen haben gleiche Rechte.

• Eine homogene Gesellschaft ist nicht das Ziel des politischen Prozesses.

• Die Durchsetzung bestimmter Interessen soll effizient gestaltet sein.

Die Pluralismustheorie spezifiziert das Verhältnis zwischen Staat und Interessengruppen als fragmentierend bzw. relativ „lose“. So ist der bilaterale Kommunikations-, Informations- und Koordinationsaufwand als niedrig zu deklarieren. Die Interessengruppen sind somit wenig in einem politischen Entscheidungsprozess eingebunden. Die verschiedenen Interessengruppen können auf dem Netz der Konfliktlinien positioniert werden, allerdings ist der Staat nur lose und punktuell mit diesem Netz verbunden und diesem übergeordnet. Die Konsensfindung im Pluralismus spielt sich eher auf der Ebene der Konfliktlinien ab, dabei greift der Staat je nach Konflikt unterschiedlich ein.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Interessengruppen in Deutschland: Einleitung in die Bedeutung und Notwendigkeit von Interessengruppen im pluralistischen System sowie ein Überblick über den Aufbau der Arbeit.

2 Interessen und Interessengruppen: Theoretische Herleitung des Interessenbegriffs sowie Analyse der Faktoren, die zur Institutionalisierung und Bildung von Interessengruppen führen, inklusive ihrer Typologisierung.

3 Einflussnahme von Interessengruppen in Deutschland: Untersuchung der Interaktion zwischen Staat und Interessengruppen mittels Pluralismus- und Korporatismustheorie sowie eine Analyse der praktischen Einflussnahme durch Hearings und Netzwerke.

4 Resumée und Perspektive: Zusammenfassende Bewertung der Rolle von Interessengruppen und die Notwendigkeit, deren Einfluss im politischen Kontext zu kanalisieren und zu kontrollieren.

Schlüsselwörter

Interessengruppen, Verbände, Lobbyismus, Pluralismus, Korporatismus, Hearings, Interessenaggregation, Interessenartikulation, Netzwerktheorie, politische Entscheidungsfindung, Einflussnahme, Deutschland, Insider-Outsider-Theorie, institutionelle Kontrolle, Politische Ökonomie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle, Bedeutung und Wirkungsweise von Interessengruppen im deutschen politischen System des Jahres 2005.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Das Spektrum reicht von der theoretischen Definition des Interessenbegriffs über die Typologisierung von Verbänden bis hin zur Analyse ihrer Einflussnahme auf den Staat.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird untersucht, wie Interessengruppen innerhalb des politischen Systems agieren, wie sie ihr Tauschpotential nutzen und wie der Staat auf diese Einflussnahme reagiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt politikwissenschaftliche Theorien, insbesondere die Pluralismus- und Korporatismustheorie sowie die Netzwerktheorie, um die Interaktion zwischen Staat und Gesellschaft zu spezifizieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Bedingungen der Institutionalisierung, der Abgrenzung von Interessengruppen zu Parteien sowie einer Effizienzanalyse von Lobby-Instrumenten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Interessenaggregation, Korporatismus, Hearings, Insider-Outsider-Dynamik und Netzwerkpflege.

Warum sind Hearings für Interessengruppen in Deutschland so wichtig?

Hearings dienen der Institutionalisierung der Interessenvertretung; sie ermöglichen es Verbänden, Expertenwissen einzubringen und Abgeordnete direkt zu informieren.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur "Macht der Verbände"?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Einfluss von Interessengruppen zwar nicht als generell negativ einzustufen ist, jedoch ein Bedarf an besserer Kanalisierung und Kontrolle innerhalb des demokratischen Systems besteht.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Interessengruppen in Deutschland
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Institut für Politische Wissenschaft)
Veranstaltung
Regierungssystem Deutschland
Note
1,3
Autor
Fabian Paetzel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
16
Katalognummer
V55669
ISBN (eBook)
9783638505581
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Interessengruppen Deutschland Regierungssystem Deutschland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fabian Paetzel (Autor:in), 2005, Interessengruppen in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55669
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Leseprobe aus  16  Seiten
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