Die Klasse ist eine Unterstufe der zweijährigen Berufsfachschule und besteht aus 20 Schülern/Schülerinnen, 8 Schülerinnen und 12 Schülern im Alter von 16 bis 21 Jahren. Neben 14 deutschen Schülern bilden 3 türkische Schüler, eine iranische Schülerin, eine Schülerin aus Mazedonien und ein Schüler aus dem Libanon die Klassengemeinschaft. Im Unterrichtsgespräch sowie bei der Bearbeitung von schriftlichen Arbeitsaufträgen bestanden bisher keine sprachlichen Schwierigkeiten.
Inhaltsverzeichnis
1. Angaben zur Lerngruppe
1.1 Lerngruppenzusammensetzung
1.2 Besonderheiten der Lerngruppe
1.3 Ausprägungen der Kompetenzbereiche in der Lerngruppe
1.4 Unterrichtseinsatz in der Klasse
2. Didaktisch-methodische Analyse
2.1 Vorgaben der Richtlinien/ Legitimation des Themas
2.2 Einordnung der Unterrichtsstunde in die Unterrichtsreihe
2.3 Hauptintention
2.4 Didaktische Reduktion
2.5 Methodisches Vorgehen
3. Lernziele
4. Geplanter Unterrichtsverlauf
5. Literatur- und Quellenverzeichnis
6. Anhang
Zielsetzung & Themen
Ziel der Unterrichtseinheit ist es, den Schülern die Anwendung der Portfolioanalyse als strategisches Instrument zur Beurteilung der Absatzsituation eines Unternehmens anhand des Fallbeispiels "Zart & Bitter GmbH" zu vermitteln und ihre Methodenkompetenz zu stärken.
- Grundlagen und Aufbau der Portfolio-Matrix (Marktwachstum, relativer Marktanteil)
- Transfer der theoretischen Analyse auf ein praxisnahes Modellunternehmen
- Strategische Ableitung von Marketingentscheidungen für verschiedene Produktgruppen
- Förderung der Methodenkompetenz durch kooperative Lernformen (Gruppenarbeit, Plakatgestaltung)
- Reflexion über Präsentationstechniken und Gruppenprozesse
Auszug aus dem Buch
2.5 Methodisches Vorgehen
Zu Beginn der Unterrichtsreihe wurde von mir das Unternehmen Zart & Bitter eingeführt. Es handelt sich um einen Schokoladenhersteller mit Sitz in Essen Werden, dessen Hautabnehmer Supermärkte im Ruhrgebiet sind. Das Unternehmen feierte unlängst ihr 5-jähriges Jubiläum. Allerdings ist niemandem dort zurzeit zum Feiern zumute, da der Absatz schon seit einigen Monaten äußerst schleppend verläuft.
Der Einstiegsmotivation dient eine E-Mail des neuen Geschäftsführers Herrn Becker. Er möchte sich zusammen mit seinen Assistenten um 8:45 Uhr einen Überblick über die wirtschaftliche Situation der Zart & Bitter GmbH verschaffen. Die Ausgangssituation zieht sich als roter Faden durch die Doppelstunde und ermöglicht dadurch eine Verlaufsmotivation. Der Einstieg ist bewusst sehr offen gewählt, um die Schüler zum selbstständigen Handeln anzuregen. Es schließt sich eine fragend entwickelnde Phase auf der Basis des erklärend-induktiven Unterrichtsverfahrens an. Die Schüler argumentieren, dass es notwendig sei, sich alle Produkte von Zart & Bitter anzuschauen, um die wirtschaftliche Situation abschließend beurteilen zu können.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Angaben zur Lerngruppe: Analyse der soziologischen Zusammensetzung, der Lernvoraussetzungen sowie der fachlichen und methodischen Kompetenzen der Klasse.
2. Didaktisch-methodische Analyse: Darlegung der curricularen Legitimation, der methodischen Einordnung in die Unterrichtsreihe und der didaktischen Entscheidungen.
3. Lernziele: Definition der fachlichen, sozialen und methodischen Lernziele, die in der Unterrichtsstunde erreicht werden sollen.
4. Geplanter Unterrichtsverlauf: Detaillierte tabellarische Planung der Phasen, Methoden und eingesetzten Medien.
5. Literatur- und Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten fachwissenschaftlichen Literatur und offiziellen Lehrpläne.
6. Anhang: Bereitstellung der Arbeitsmaterialien, Beobachtungsbögen und didaktischen Hilfsmittel.
Schlüsselwörter
Portfolioanalyse, Marktanteil, Marktwachstum, Absatzmarketing, Zart & Bitter GmbH, Methodenkompetenz, Produktlebenszyklus, Strategische Planung, Gruppenarbeit, Marketing-Management, Didaktisches Fenster, Fallbeispiel, Berufskolleg, Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsunterricht.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Unterrichtsentwurf?
Der Entwurf beschreibt die Planung einer Doppelstunde für eine Berufsfachschulklasse, in der die Portfolioanalyse als Instrument der strategischen Absatzplanung erarbeitet und auf ein Modellunternehmen angewendet wird.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Arbeit behandelt die Portfolioanalyse, die Produktbewertung mittels Marktwachstum und Marktanteil sowie die Ableitung von Marketing-Normstrategien.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?
Schüler sollen die wirtschaftliche Lage der "Zart & Bitter GmbH" mittels der Portfoliomatrix beurteilen und Zusammenhänge zwischen Marktposition und Produktlebenszyklus erkennen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird ein handlungsorientierter Ansatz gewählt, basierend auf einer Fallstudie (Modellunternehmen), Gruppenarbeit und anschließender methodischer Reflexion.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Erarbeitung der Begrifflichkeiten, die Gruppenarbeit zur Erstellung der Portfolio-Matrix auf Wandplakaten und die anschließende Präsentation und kritische Reflexion der Ergebnisse.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind die Portfolio-Matrix, das "Zart & Bitter"-Modellunternehmen, Methodenkompetenz und die Förderung des selbstständigen Arbeitens.
Wie wurde das Modellunternehmen didaktisch reduziert?
Um die Schüler nicht zu überfordern, wurde auf die Nutzung komplexer Fachbegriffe wie "Strategische Geschäftseinheiten" verzichtet und der Fokus auf praxisnahe Begriffe wie Produkte, beobachten oder fördern gelegt.
Welche Rolle spielt das "didaktische Fenster"?
Das didaktische Fenster ermöglicht den Schülern ausreichend Zeit für die komplexe Gruppenarbeit und die vertiefte Auseinandersetzung mit der Portfolio-Matrix inklusive der Präsentationsphase.
- Quote paper
- Arndt Slabihoud (Author), 2005, Portfolioanalyse als Instrument absatzpolitischer Entscheidungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55189