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Beobachtungen zu Josef Winklers "Friedhof der bitteren Orangen"

Titel: Beobachtungen zu Josef Winklers "Friedhof der bitteren Orangen"

Wissenschaftlicher Aufsatz , 1995 , 75 Seiten , Note: 1

Autor:in: Mag. Manfred Wieninger (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende literaturwissenschaftliche Arbeit analysiert einerseits die Quellen von Josef Winklers Roman „Friedhof der bitteren Orangen“ und gibt andererseits einen Überblick über die publizistische Aufnahme und die juristische Rezeption des 1990 erschienenen Textes. Weiters wird der Frage nachgegangen, ob das Winklersche Œuvre dem Genre der bloßen Autobiographik zuzurechnen ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1) "Das Leid eines Bauernbuben" - Autobiographie, Fiktion oder Selbststilisierung?

2) Josef Winklers Moosbrugger - Eine kleine Quellenkunde des "Friedhofs der bitteren Orangen"

3) Der "wohlbekannte Masochist" - Zur publizistischen Aufnahme des "Friedhofs der bitteren Orangen"

4) Zur ‘juristischen Rezeption’ - Ein Exkurs

Nachwort

Bibliographie

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese wissenschaftliche Untersuchung analysiert den Roman "Friedhof der bitteren Orangen" von Josef Winkler mit einem Fokus auf die Intertextualität, die Rezeptionsgeschichte sowie die Spannungsfelder zwischen Autobiographie, Fiktion und juristischer Interpretation. Die Forschungsfrage zielt dabei insbesondere auf die methodische Verarbeitung von Quellenmaterialien und die öffentliche Wahrnehmung des literarischen Werkes ab.

  • Analyse der Gattungseinordnung (Autobiographie vs. Fiktion) im Werk Winklers.
  • Untersuchung der intertextuellen Quellenarbeit und Montage-Techniken.
  • Dokumentation der kritischen publizistischen Rezeption des Romans.
  • Juristische Auseinandersetzung und die Rolle der Realitätsebene im literarischen Text.

Auszug aus dem Buch

Josef Winklers "Friedhof der bitteren Orangen" ist ein widerwärtiger, ein ekliger, aber ein bannender und suggestiver Text.

In einer Wiederverwertung ihrer für die ORF-Hörfunksendung "Ex libris" im Oktober 1990 verfaßten Kritik - aus der wir bis jetzt zitiert haben - in der Wochenzeitschrift profil zwei Monate später verschärft Löffler diese Emotionalität noch:

"Ein anstößiges Buch, qualverliebt und quälend, eklig, aber auch bannend, suggestiv und von großem metaphorischem Reichtum."

Bemerkenswert wäre an den beiden Kritiken vielleicht noch, daß Löffler - man wäre versucht, ‘natürlich’ hinzuzufügen - nicht zwischen Autor und Erzähler oder Figur unterscheidet und den Dichter erbarmungslos mit seinem Werk gleichsetzt (Zum Vergleich: Thomas Mann würde sich sicherlich ganz artig bedankt haben, wenn man ihm die moralischen Qualitäten seines Ich-Erzählers Felix Krull unterstellt hätte).

Zusammenfassung der Kapitel

1) "Das Leid eines Bauernbuben" - Autobiographie, Fiktion oder Selbststilisierung?: Das Kapitel kritisiert die rein autobiographische Lesart des Winklerschen Œuvres und plädiert für eine stärkere Gewichtung der fiktionalen Aspekte gegenüber einer vermeintlichen Totalidentität von Autor und Erzähler.

2) Josef Winklers Moosbrugger - Eine kleine Quellenkunde des "Friedhofs der bitteren Orangen": Es wird untersucht, wie Winkler durch intertextuelle Montage, insbesondere unter Einbeziehung von Literatur und Gebetbüchern, eine eigene Romanwirklichkeit schafft.

3) Der "wohlbekannte Masochist" - Zur publizistischen Aufnahme des "Friedhofs der bitteren Orangen": Dieses Kapitel dokumentiert die zwiespältige und teils hochemotionale Rezeption des Romans in der deutschsprachigen Literaturkritik, die oft zwischen Lob für die Sprache und Abscheu vor den Inhalten schwankt.

4) Zur ‘juristischen Rezeption’ - Ein Exkurs: Der Exkurs beleuchtet den konkreten Ehrenbeleidigungsprozess gegen den Autor, der die Problematik der "Signatur der Authentizität" und die problematische Vermischung von literarischer Fiktion und juristischer Realität verdeutlicht.

Nachwort: Das Nachwort reflektiert die Arbeit als "Arkadien" und skizziert weitere lohnenswerte Forschungsansätze, etwa einen philologischen Vergleich mit früheren Manuskriptfassungen.

Bibliographie: Das Literaturverzeichnis listet die primären Werke sowie die umfangreiche sekundärliterarische Quellenbasis zur Erarbeitung der Untersuchung auf.

Schlüsselwörter

Josef Winkler, Friedhof der bitteren Orangen, Autobiographik, Fiktion, Intertextualität, Rezeptionsgeschichte, Literaturkritik, Kärntner Literatur, Quellenforschung, Montage-Roman, Ästhetik des Hässlichen, Katholizismus, Literaturprozesse, Werkanalyse, Narratologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der literarischen Analyse von Josef Winklers Roman "Friedhof der bitteren Orangen" unter Berücksichtigung von Rezeption und intertextuellen Verfahren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeitsschwerpunkte umfassen die Einordnung des Genres, die Quellenkunde des Romans, die zeitgenössische Literaturkritik sowie einen juristischen Exkurs zum Thema Autorenschaft und Realitätsbezug.

Was ist das primäre Ziel der Analyse?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Winkler seine narrativen Strategien wählt und warum eine rein biographische Interpretation der Texte den literarischen Gehalt verfehlt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse angewandt, die intertextuelle Querverweise, Rezeptionsgeschichte und diskursanalytische Ansätze im Umgang mit Literaturkritiken kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Quellen (wie Gebetsbücher und Zeitungsberichte), die Dokumentation der medialen Resonanz durch Kritiker und die kritische Beleuchtung des Rechtsstreits um den Autor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Kernbegriffe sind Intertextualität, Autobiographik, Rezeptionsgeschichte und das Spannungsfeld zwischen Fiktion und Realität.

Wie geht die Arbeit mit der "Jäger-Passage" um?

Die Passage wird als Beispiel für die Transformation eines realen Vorfalls in eine surreale, literarische Form untersucht, die später zum Ausgangspunkt eines realen Prozesses wurde.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Autor und Erzähler so wichtig?

Die Arbeit argumentiert, dass die Gleichsetzung von Autor und Erzähler, die in der Forschung und Kritik oft erfolgt, den Blick auf die ästhetische Gestaltung und die fiktionale Struktur des Werkes verstellt.

Ende der Leseprobe aus 75 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Beobachtungen zu Josef Winklers "Friedhof der bitteren Orangen"
Hochschule
Universität Wien  (Institut für Germanistik)
Veranstaltung
Romane in Österreich nach 1980
Note
1
Autor
Mag. Manfred Wieninger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1995
Seiten
75
Katalognummer
V54979
ISBN (eBook)
9783638500456
ISBN (Buch)
9783638688055
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Beobachtungen Josef Winklers Friedhof Orangen Romane
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mag. Manfred Wieninger (Autor:in), 1995, Beobachtungen zu Josef Winklers "Friedhof der bitteren Orangen", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54979
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  75  Seiten
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