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Die internationale Stellung von Deutsch als Wissenschaftssprache in den Sozialwissenschaften am Beispiel der Wirtschaftswissenschaft

Title: Die internationale Stellung von Deutsch als Wissenschaftssprache in den Sozialwissenschaften am Beispiel der Wirtschaftswissenschaft

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Verena Abthoff (Author)

German Studies - Linguistics
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Deutsch - die Sprache von Goethe, Marx, Freud, Hegel und Einstein - war zu Beginn des 20. Jahrhunderts Weltsprache der Wissenschaft. Heute, 100 Jahre später, scheinen Spitzenforscher Englisch zu sprechen. Doch spielt Deutsch in der internationalen Wissenschaftskommunikation überhaupt keine Rolle mehr? In der vorliegenden Hausarbeit geht es um die internationale Stellung der deutschen Sprache als Wissenschaftssprache. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Beschreibung der Entwicklung und der Darstellung der momentanen Situation. Im Vordergrund steht also die Beantwortung von Wie-Fragen (zum Beispiel: Wie sieht die Entwicklung des deutschsprachigen Zitatenanteils in nicht-deutsprachigen Fachzeitschriften aus?), nicht die Beantwortung von Warum-Fragen (zum Beispiel: Warum nimmt der Anteil deutschsprachiger Zitate kontinuierlich ab?). Beschreibungen sind eine notwendige Voraussetzung für Erklärungen1und somit der erste Schritt einer Analyse. Deshalb konzentriere ich mich auf die Darstellung des Sachverhalts; Ansätze zu Erklärungen werden nur am Rande erwähnt. Direkte Anhaltspunkte für den Grad der Internationalität der deutschen Sprache2erhält man, wenn man einen Blick in das fremdsprachige (nicht-deutschsprachige) Ausland wirft.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Rolle von Deutsch als internationale Wissenschaftssprache in den Sozialwissenschaften – eine historische Betrachtung

2.1 Wirtschaftswissenschaft: eine repräsentative Sozialwissenschaft?

3. Untersuchungsmethoden

3.1 Deutsch als Zitatensprache nicht-deutschsprachiger Wirtschaftsfachzeitschriften

3.1.1 Vorgehensweise der Zitatenanalyse

3.1.2 Ergebnisse der Zitatenanalyse wichtiger wirtschaftswissenschaftlicher Fachzeitschriften von 1920 bis 1990

3.1.3 Fazit der Zitatenanalyse

3.1.4 Kritische Beurteilung der Zitatenanalyse als Untersuchungsmethode

3.2 Deutsch als Sprache auf internationalen Konferenzen der Wirtschaftswissenschaft

3.3 Deutschkenntnisse nicht-deutschsprachiger Wirtschaftswissenschaftler

3.4 Deutsch als Sprache in der Lehre nicht-deutschsprachiger Länder: wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge und Wirtschaftsdeutsch-Kurse

4. Auswertung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die internationale Stellung der deutschen Sprache als Wissenschaftssprache innerhalb der Wirtschaftswissenschaften, um zu prüfen, ob das Fach als gemäßigt anglophon einzustufen ist oder bereits eine vollständige Dominanz des Englischen vorliegt.

  • Historische Entwicklung der deutschen Sprache in den Sozialwissenschaften
  • Quantitative Analyse der Zitierhäufigkeit deutscher Publikationen
  • Sprachwahl und internationale Konferenzen der Wirtschaftswissenschaft
  • Deutschkenntnisse nicht-deutschsprachiger Fachwissenschaftler
  • Stellenwert deutschsprachiger Studiengänge im Ausland

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Ergebnisse der Zitatenanalyse wichtiger wirtschaftswissenschaftlicher Fachzeitschriften von 1920 bis 1990

Die Zitatenanalyse wichtiger wirtschaftswissenschaftlicher Fachzeitschriften gliedert sich in folgende Untersuchungsschwerpunkte: 1. Deutsch als Zitatenquelle („Gesamtüberblick über den Anteil an deutschsprachigen Zitaten“), 2. Vergleich der deutschsprachigen mit den englischsprachigen Zitatenanteilen, 3. Vergleich der deutschsprachigen mit den französischsprachigen Zitatenanteilen, 4. Vergleich der Sprachen Englisch, Deutsch, Französisch (Vergleich der deutschsprachigen mit den englisch- und französischsprachigen Zitatenanteilen), 5. Weitere Zitatensprachen (außer Englisch, Deutsch, Französisch), 6. Publikationssprachen.

Insgesamt ist deutlich erkennbar, dass „Deutsch [während des Untersuchungszeitraums, also von 1920 bis 1990] in der Wirtschaftswissenschaft – im Gegensatz zur Chemie – […] nie eine dominante Wissenschaftssprache war“. Im Laufe der Untersuchungszeit wird der Anteil der deutschsprachigen Zitate immer geringer, d.h. dass ältere Zeitschriftenjahrgänge tendenziell mehr deutschsprachige Zitate enthalten als die jüngeren. Nach 1970 gibt es so gut wie keine deutschsprachigen Zitate mehr. In Zeitschriften der Nachbarländer Deutschlands (Niederlande, Polen, Ungarn, Frankreich) greifen die Autoren (zu Beginn des Untersuchungszeitraums) stärker auf deutschsprachige Wissenschaftspublikationen zurück als Autoren der Zeitschriften entfernterer Länder (USA, UdSSR). Die größten Anteile deutschsprachiger Zitate sind in Zeitschriften ostmitteleuropäischer Länder zu finden.

Der Vergleich der deutschsprachigen mit den englischsprachigen Zitatenanteilen zeigt eine gegenläufige Entwicklung: Der deutschsprachige Anteil fällt kontinuierlich, der englischsprachige Anteil hingegen steigt. Deutlich erkennbar ist diese Entwicklung allerdings erst nach dem Zweiten Weltkrieg; ab diesem Zeitpunkt wird Englisch sehr dominant, Deutsch verschwindet teilweise ganz.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Forschungsinteresse an der internationalen Stellung der deutschen Sprache und grenzt den Untersuchungsgegenstand auf die Wirtschaftswissenschaft ein.

2. Die Rolle von Deutsch als internationale Wissenschaftssprache in den Sozialwissenschaften – eine historische Betrachtung: Dieses Kapitel zeichnet den historischen Aufstieg und Wandel von Deutsch als Wissenschaftssprache nach und diskutiert, warum bestimmte Fachdisziplinen unterschiedliche sprachliche Ausprägungen aufweisen.

2.1 Wirtschaftswissenschaft: eine repräsentative Sozialwissenschaft?: Hier wird begründet, warum die Wirtschaftswissenschaft als Beispiel für die Untersuchung gewählt wurde, trotz ihrer starken Bindung an den angelsächsischen Raum.

3. Untersuchungsmethoden: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen wissenschaftlichen Zugänge, um die internationale Präsenz der deutschen Sprache empirisch zu erfassen.

3.1 Deutsch als Zitatensprache nicht-deutschsprachiger Wirtschaftsfachzeitschriften: Dieses Kapitel untersucht die Rolle von Deutsch als Quelle für internationale Fachpublikationen.

3.1.1 Vorgehensweise der Zitatenanalyse: Darstellung der methodischen Kriterien, nach denen die Fachzeitschriften und Zitate für die Analyse ausgewählt und quantifiziert wurden.

3.1.2 Ergebnisse der Zitatenanalyse wichtiger wirtschaftswissenschaftlicher Fachzeitschriften von 1920 bis 1990: Analyse der empirischen Daten zum Anteil deutscher Zitate im Zeitverlauf und Vergleich mit anderen Sprachen.

3.1.3 Fazit der Zitatenanalyse: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, die eine Dominanz des Englischen belegt und die ursprüngliche Hypothese der gemäßigten Anglophonie widerlegt.

3.1.4 Kritische Beurteilung der Zitatenanalyse als Untersuchungsmethode: Reflektion über die Grenzen der Methode, wie etwa die begrenzte Anzahl an Zeitschriften oder die Problematik, dass Zitieren nicht zwingend Lesen bedeutet.

3.2 Deutsch als Sprache auf internationalen Konferenzen der Wirtschaftswissenschaft: Untersuchung des Stellenwerts der deutschen Sprache in mündlichen wissenschaftlichen Austauschformaten anhand existierender Umfragedaten.

3.3 Deutschkenntnisse nicht-deutschsprachiger Wirtschaftswissenschaftler: Analyse der Sprachkompetenzen internationaler Forscher und deren Einfluss auf die Nutzung deutschsprachiger Fachliteratur.

3.4 Deutsch als Sprache in der Lehre nicht-deutschsprachiger Länder: wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge und Wirtschaftsdeutsch-Kurse: Darstellung des aktuellen Angebots an deutschsprachigen Studiengängen im Ausland und deren Bedeutung für die zukünftige Sprachwahl der Forschergeneration.

4. Auswertung: Synthese der Einzelergebnisse, die zu dem Schluss führt, dass Deutsch in der modernen Wirtschaftswissenschaft eine untergeordnete Rolle spielt.

Schlüsselwörter

Wissenschaftssprache, Wirtschaftswissenschaft, Zitatenanalyse, Englischsprachigkeit, Internationalität, Sozialwissenschaften, Fachzeitschriften, Sprachkenntnisse, Konferenzsprache, Deutsch als Fremdsprache, Publikationssprache, Amerikanisierung, Wissenschaftskommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht die internationale Bedeutung der deutschen Sprache als Wissenschaftssprache innerhalb der Wirtschaftswissenschaften im Zeitraum von 1920 bis 1990.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen Zitiergewohnheiten, die Sprachwahl auf Konferenzen, Fremdsprachenkenntnisse von Wissenschaftlern sowie das Angebot an deutschsprachigen Studiengängen im internationalen Ausland.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit prüft, ob die Wirtschaftswissenschaft eine „gemäßigt anglophone“ Disziplin ist, in der Deutsch noch eine relevante Rolle spielt, oder ob das Englische dominiert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt hauptsächlich quantitative Zitatenanalysen sowie die Auswertung von Umfragedaten zur Sprachkompetenz und Lehre.

Was wird im Hauptteil detailliert analysiert?

Der Hauptteil gliedert sich in methodische Abschnitte zur Analyse von Zitaten, Konferenzsprachen und Bildungsangeboten, um ein umfassendes Bild der Sprachstellung zu gewinnen.

Welche Schlagworte charakterisieren die Untersuchung?

Wissenschaftssprache, Wirtschaftswissenschaft, Internationalisierung, Dominanz des Englischen und wissenschaftliche Rezeptionsforschung.

Hat sich die Vermutung der Autorin bestätigt?

Nein, die in der Einleitung formulierte Hypothese, dass die Wirtschaftswissenschaft nur gemäßigt anglophon sei, konnte durch die Daten nicht bestätigt werden; stattdessen dominiert das Englische fast vollständig.

Warum spielt die Chemie als Vergleichsfach eine Rolle?

Die Chemie dient als Referenzpunkt, um zu zeigen, wie sich die internationale Stellung von Sprachen je nach Fachdisziplin und wissenschaftlichem Renommee unterschiedlich entwickeln kann.

Welche Rolle spielen deutschsprachige Studiengänge im Ausland?

Diese Studiengänge werden als essenziell für die Ausbildung zukünftiger Wissenschaftler gesehen, da sie die Vertrautheit mit deutscher Fachliteratur fördern können, auch wenn sie im internationalen Vergleich selten sind.

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Details

Title
Die internationale Stellung von Deutsch als Wissenschaftssprache in den Sozialwissenschaften am Beispiel der Wirtschaftswissenschaft
College
University of Duisburg-Essen
Course
Hauptseminar: Die Rolle von Deutsch und anderen Sprachen in der internationalen Wissenschaftskommunikation
Grade
1,0
Author
Verena Abthoff (Author)
Publication Year
2005
Pages
22
Catalog Number
V54158
ISBN (eBook)
9783638494243
ISBN (Book)
9783656786771
Language
German
Tags
Stellung Deutsch Wissenschaftssprache Sozialwissenschaften Beispiel Wirtschaftswissenschaft Hauptseminar Rolle Deutsch Sprachen Wissenschaftskommunikation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Verena Abthoff (Author), 2005, Die internationale Stellung von Deutsch als Wissenschaftssprache in den Sozialwissenschaften am Beispiel der Wirtschaftswissenschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/54158
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