Ausführliche Darlegung, was Arendt unter Politik versteht und auf welche Weise die Begriffe Politik und Freiheit miteinander verbunden sind, ausführliche Ausarbeitung der Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum / vom aristotelischem Politikverständnis heraus und Diskussion der Frage, ob eine an Aristoteles anschließende Theorie heute noch Relevanz beanspruchen kann.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Problematik der Minderheiten - Ausgangspunkt Arendts politischen Denkens
- Arendts Politik- und Freiheitsverständnis
- Das Elementare ihres Politikbegriffes
- Das Verhältnis von Politik und Freiheit und die Fortführung ihres Politikbegriffes
- Arendts Bezugnahme und Abgrenzung auf / von Aristoteles
- Relevanzanspruch einer an Aristoteles anknüpfenden politischen Theorie
- Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit Hannah Arendts politischer Theorie und untersucht ihre Vorstellung von Politik und Freiheit sowie deren Verbindung. Im Zentrum steht die Frage, wie sich Arendts Denken vom Politikverständnis des Aristoteles abgrenzt und gleichzeitig auf ihn bezieht. Abschließend wird die Relevanz einer an Aristoteles angelehnten politischen Theorie in der heutigen Zeit diskutiert.
- Arendts Politikbegriff und dessen Elementare
- Die Verbindung von Politik und Freiheit bei Arendt
- Arendts Auseinandersetzung mit Aristoteles
- Die Relevanz einer an Aristoteles anknüpfenden politischen Theorie im 21. Jahrhundert
- Die Problematik der Minderheiten als Ausgangspunkt für Arendts politisches Denken
Zusammenfassung der Kapitel
- Die Einleitung stellt Arendts Intention, eine neue politische Theorie zu entwickeln, dar und skizziert die zentralen Themen der Arbeit.
- Das zweite Kapitel beleuchtet die Problematik der Minderheiten, die Arendts politisches Denken maßgeblich beeinflusst hat. Es wird die Situation von Juden und Staatenlosen in der Weimarer Republik und die zunehmende Nivellierung der Gesellschaft durch den Nationalstaat thematisiert.
- Kapitel 3 widmet sich Arendts Politik- und Freiheitsverständnis. Es werden die drei menschlichen Tätigkeiten Arbeiten, Herstellen und Handeln in Bezug zueinander gesetzt und die Bedeutung des Handlungsbegriffs für die Politik herausgestellt. Weiterhin wird Arendts Freiheitsbegriff im Kontext ihres Politikverständnisses diskutiert.
- Das vierte Kapitel befasst sich mit Arendts Bezugnahme und Abgrenzung auf Aristoteles. Es wird die Frage diskutiert, wie ihre Definitionen von Politik und Freiheit in Relation zum antiken Denken stehen.
- Kapitel 5 analysiert den Relevanzanspruch einer an Aristoteles anknüpfenden politischen Theorie in der heutigen Zeit.
Schlüsselwörter
Die Arbeit behandelt die Themengebiete politische Theorie, Hannah Arendt, Politik, Freiheit, Aristoteles, Minderheiten, Totalitarismus, Antike, Neuzeit, Massengesellschaft, Behaviorismus, Assimilation, Antisemitismus, Nationalismus, Zionismus.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht Hannah Arendt unter Politik?
Für Arendt ist Politik eng mit dem „Handeln“ verknüpft – der einzigen Tätigkeit, die sich direkt zwischen Menschen ohne die Vermittlung von Dingen abspielt. Politik ist der Raum, in dem Freiheit durch gemeinsames Handeln und Sprechen in der Öffentlichkeit erscheint.
Welche drei menschlichen Tätigkeiten unterscheidet Arendt?
Arendt unterscheidet zwischen „Arbeiten“ (Sicherung des Überlebens), „Herstellen“ (Erschaffen einer künstlichen Welt von Dingen) und „Handeln“ (politisches Zusammenwirken in Pluralität).
Wie hängen Politik und Freiheit bei Arendt zusammen?
Freiheit ist für Arendt kein innerer Zustand, sondern ein politisches Phänomen. Sie kann nur dort existieren, wo Menschen in einem öffentlichen Raum gemeinsam handeln. Der Zweck der Politik ist die Freiheit.
Warum sind Minderheiten ein Ausgangspunkt für ihr Denken?
Arendts Erfahrungen mit der Situation von Juden und Staatenlosen in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus prägten ihr Verständnis von politischer Ausgrenzung und der Notwendigkeit eines stabilen öffentlichen Raums.
Inwieweit bezieht sich Arendt auf Aristoteles?
Arendt knüpft an das antike Verständnis der „Polis“ an, grenzt sich aber auch ab, indem sie untersucht, ob und wie aristotelische Konzepte in einer modernen Massengesellschaft noch Relevanz haben.
- Arbeit zitieren
- Martin Gliemann (Autor:in), 2006, Hannah Arendts Verständnis von Freiheit und Politik , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53949