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Die Feminisierung von Titel-, Amts- und Berufsbezeichnungen in Frankreich

Eine Betrachtung des öffentlichen und wissenschaftlichen Diskurses

Titre: Die Feminisierung von Titel-, Amts- und Berufsbezeichnungen in Frankreich

Thèse de Bachelor , 2020 , 59 Pages , Note: 1.3

Autor:in: Sophia Linten (Auteur)

Philologie française - Linguistique
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Im Jahr 1906 wurde die Französin Marie Curie als erste Frau an den Lehrstuhl für Physik der Sorbonne berufen. Dies war gewiss ein Fortschritt bezüglich der Integrierung von Frauen in traditionell männliche Berufe. Dennoch musste Curie den maskulinen Titel professeur führen. Ebenso wurde die französische Geheimagentin Dominique Prieur noch im Jahr 1988 mit folgenden Worten beschrieben: „[…] le capitaine Prieur, enceinte, rentrait à Paris […].“ Diese prominenten Beispiele verdeutlichen die Tatsache, dass die Feminisierung von Titel-, Amts- und Berufsbezeichnungen in Frankreich schon lange eine Problematik darstellt. Das Thema lässt sich dem Bereich der feministischen Linguistik zuordnen, welche davon ausgeht, dass Frauen erhebliche Nachteile haben, wenn sie in der Arbeitswelt oder politischen Ämtern mit maskulinen Bezeichnungen versehen werden.

Die Feminisierungsdebatte ist aktuell in Frankreich aus zweierlei Hinsicht sehr präsent. Einerseits wurde vor etwa 20 Jahren im Jahr 1999 ein wegbereitendes Regelwerk zur Feminisierung von Titel-, Amts- und Berufsbezeichnungen veröffentlicht. Darüber hinaus publizierte die seit ihrem Bestehen gegen feminine Bezeichnungen gerichtete französische Sprachinstitution Académie Française im Jahr 2019 einen Erlass, welcher in Zukunft mehr feminine Bezeichnungen im aktuellen Wörterbuch der Académie verspricht. Diese beiden Ereignisse bieten den Anlass, die aktuellen Feminisierungstendenzen in Frankreich zu prüfen und der Fragestellung nachzugehen, ob sich feminine Titel-, Amts- und Berufsbezeichnungen inzwischen in Frankreich durchgesetzt haben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung
  • Die Geschlechterstruktur der französischen Sprache
  • Die Entstehung der sprachlichen Geschlechterordnung
    • Feminine Berufsbezeichnungen im Mittelalter
    • Der Einfluss der Académie Française im 17. Jahrhundert
    • Les Remarques sur la langue françoise
    • Die gesellschaftliche Stellung der Frau im Zeitspiegel
  • Die Kontroverse: Regierung vs. Académie Française
  • Empirische Analyse aktueller Feminisierungstendenzen in Frankreich
    • Wörterbücher
    • Stellenanzeigen im Internet
    • Zeitungen
  • Fazit

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Diese Arbeit befasst sich mit der Feminisierung von Titel-, Amts- und Berufsbezeichnungen in Frankreich und untersucht die Entwicklung dieser Thematik im öffentlichen und wissenschaftlichen Diskurs. Sie betrachtet insbesondere die Kontroverse zwischen der französischen Regierung und der Académie Française, die sich in Bezug auf die Feminisierung von Bezeichnungen unterschiedlicher Meinung sind.

  • Die geschlechtsspezifische Struktur der französischen Sprache
  • Die historische Entwicklung der Feminisierung von Berufsbezeichnungen
  • Die aktuelle Debatte um die Feminisierung von Bezeichnungen in Frankreich
  • Eine empirische Analyse aktueller Tendenzen der Feminisierung in verschiedenen Bereichen
  • Die Rolle der Académie Française in der Debatte um die Feminisierung der Sprache

Zusammenfassung der Kapitel

  • Das erste Kapitel führt in die Problematik der Feminisierung von Titel-, Amts- und Berufsbezeichnungen in Frankreich ein und stellt die Relevanz des Themas im Kontext der feministischen Linguistik dar.
  • Kapitel zwei beschreibt die Theorie des generischen Maskulinums, das in der französischen Sprache weit verbreitet ist und die Debatte um die Feminisierung prägt.
  • Kapitel drei beleuchtet die Entwicklung der sprachlichen Geschlechterordnung in Frankreich, wobei der Fokus auf das Mittelalter und den Einfluss der Académie Française im 17. Jahrhundert liegt.
  • Kapitel vier analysiert die Kontroverse zwischen der Regierung und der Académie Française bezüglich der Feminisierung von Berufsbezeichnungen.
  • Kapitel fünf präsentiert eine empirische Analyse aktueller Feminisierungstendenzen in Frankreich, die sich auf Wörterbücher, Stellenanzeigen im Internet und Zeitungen konzentriert.

Schlüsselwörter

Feminisierung, Titel-, Amts- und Berufsbezeichnungen, Frankreich, Académie Française, generisches Maskulinum, feministische Linguistik, Stellenanzeigen, Zeitungen, Wörterbücher, empirische Analyse, öffentlicher Diskurs.

Häufig gestellte Fragen

Warum ist die Feminisierung von Berufsbezeichnungen in Frankreich ein aktuelles Thema?

Das Thema ist präsent durch neue Regelwerke von 1999 und einen Erlass der Académie Française von 2019, der erstmals eine stärkere Öffnung für feminine Formen in deren Wörterbuch verspricht.

Was ist das generische Maskulinum?

Das generische Maskulinum ist die Verwendung der männlichen Form für Personen aller Geschlechter. In Frankreich wird kritisiert, dass dies Frauen in der Arbeitswelt und Politik unsichtbar macht.

Welche Position vertritt die Académie Française traditionell?

Die Académie Française galt lange als strikte Gegnerin femininer Bezeichnungen und verteidigte die Vorherrschaft des Maskulinums als neutralen Standard der französischen Sprache.

Gab es im Mittelalter bereits feminine Berufsbezeichnungen?

Ja, historisch gesehen gab es im Mittelalter viele feminine Berufsbezeichnungen, die erst im 17. Jahrhundert unter dem Einfluss der Académie Française und Werken wie "Les Remarques sur la langue françoise" verdrängt wurden.

Wie sieht die aktuelle Praxis in französischen Stellenanzeigen aus?

Empirische Analysen zeigen eine zunehmende Tendenz zur Verwendung femininer Formen in Stellenanzeigen und Zeitungen, was auf einen gesellschaftlichen Wandel hindeutet.

Wer war Marie Curie in diesem sprachlichen Kontext?

Marie Curie ist ein prominentes Beispiel: Obwohl sie 1906 als erste Frau einen Lehrstuhl an der Sorbonne erhielt, musste sie den rein maskulinen Titel "professeur" führen.

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Résumé des informations

Titre
Die Feminisierung von Titel-, Amts- und Berufsbezeichnungen in Frankreich
Sous-titre
Eine Betrachtung des öffentlichen und wissenschaftlichen Diskurses
Université
University of Duisburg-Essen  (Romanistik)
Note
1.3
Auteur
Sophia Linten (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
59
N° de catalogue
V539340
ISBN (ebook)
9783346151742
ISBN (Livre)
9783346151759
Langue
allemand
mots-clé
Feminisierung Gender Titelbezeichnungen Amtsbezeichnungen Berufsbezeichnungen Frankreich Französische Sprachwissenschaft Feministische Linguistik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sophia Linten (Auteur), 2020, Die Feminisierung von Titel-, Amts- und Berufsbezeichnungen in Frankreich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/539340
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Extrait de  59  pages
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