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Das Traumbuch des Artemidoros von Daldis

Title: Das Traumbuch des Artemidoros von Daldis

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 23 Pages

Autor:in: Magistra Artium Silvia Bielert (Author)

World History - Early and Ancient History
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Summary Excerpt Details

Die Traumdeutung hat den Menschen schon immer fasziniert. Bereits in den frühesten uns erhaltenen europäischen Schriften, den Epen Homers, finden wir die Beschäftigung mit diesem Thema. Und auch die Babylonier, die Ägypter und die Hethiter beschäftigten sich noch lange vor den Griechen mit ihren Träumen und deren Inhalt. Bedeutung und Ursache des Traumes haben sich freilich im Laufe der Zeit geändert, doch zehrt auch noch die moderne Traumforschung und Traumanalyse von den altgriechischen „Vorreitern“.

Ursprünglich hatte ich vor meine Arbeit weniger spezifisch zu gestalten. Nicht nur um das Traumbuch des Artemidor von Daldis sollte es mir gehen. Ich strebte den Vergleich an zwischen dem antiken Heiltraum während der Inkubation, der medizinischen Traumdeutung des Corpus Hippocraticum (4.Jh.v.Chr.), vornehmlich der Schrift περὶ διαὶτης, dem Traumbuch des Artemidor (2.Jh.n.Chr.) und dem Traumbuch des Synesios von Kyrene (4./5.Jh.n.Chr.). Ziel war es mit Hilfe der Spezifica der einzelnen Schriften und Überlieferungen eine Entwicklung und Geschichte der Traumdeutung in der griechischen und römischen Kultur nachzuzeichnen, die Unterschiede aufzuweisen und spezielle Charakteristika auch des Imperatoren- und Kaisertraumes aufzuzeigen. Im Laufe meiner Recherche merkte ich, dass ich mit diesem Thema den Umfang einer Hausarbeit mehr als nur sprengen würde. Auf 20 Seiten könnte ich nicht einmal die wichtigsten Punkte der einzelnen Schriften aufzeigen, geschweige dem, sie miteinander vergleichen. Auch die Fachliteratur zu diesem Themenkomplex ist mehr als umfangreich. Somit entschloss ich mich das schon in seinen Ansätzen behandelte Buch des Artemidor zu bearbeiten und selbst hier kam ich unter „Seitendruck“. Dennoch lasse ich bei der Behandlung der fünf Bücher des daldianischen Traumbuches einige Vergleiche und Thesen anderer Schriften einfließen, wobei eine genauere Ausdeutung nicht möglich ist. Einige Aussagen müssen im Raum stehen bleiben. Natürlich gebe ich meine Quellen an.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Das Traumbuch

1.1 Artemidor von Daldis

1.2 Das Werk

1.3 Intention und Information

1.4 Traum und Traumgesicht

1.5 Die Regeln der Traumdeutung

1.6 Artemidoros von Daldis und sein Publikum

1.7 Resumé

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Traumbuch des Artemidor von Daldis im Kontext antiker Traumdeutungspraktiken, mit dem Ziel, die Intention des Autors, seine methodische Vorgehensweise sowie die soziale Funktion seines Werkes als Quelle gesellschaftlichen Denkens zu analysieren.

  • Historische Einordnung von Artemidor von Daldis und seinem Werk
  • Differenzierung zwischen Traum und Traumgesicht in der Antike
  • Analyse der systematischen Regeln und Methoden der Traumdeutung
  • Untersuchung des zeitgenössischen Publikums und der sozialen Relevanz des Traumbuchs

Auszug aus dem Buch

1.2 Das Werk

Das Traumbuch umfasst fünf Bücher. Man kann davon ausgehen, dass Artemidoros ursprünglich nur vor hatte, zwei Bücher zu schreiben, deren Inhalt er thematisch ordnete, und zwar nach dem Vorbild des menschlichen Lebens, von der Geburt bis zum Tod. Später schrieb er noch ein Drittes, mit dem Sondertitel Wahrheitsfreund oder Wegbereiter, in dem er ungeordnete Ergänzungen vornahm, die er nicht gewillt war, in die beiden ersten Bücher einzufügen.

Das Buch IV widmete er nicht dem Cassius Maximus wie die ersten drei, sondern seinem Sohn Artemidoros. Und nur zu seinem Gebrauch sollte es sein, damit er den anderen Traumdeutern etwas voraus haben kann, denn es enthält die wissenschaftlichen Grundlagen. Der eigentliche Grund dafür, dass er dieses vierte Buch schrieb war aber, dass weiter Kritik auf ihn kam. Und so wollte er seinem Sohn das absolute Handwerkszeug vermachen, damit er in jedem einzelnen Fall gerüstet sei, und um den Kritikern zu entgegnen. Systematisch lehnt sich das vierte Buch, im Unterschied zu dem Dritten, an die ersten beiden an. Das fünfte Buch enthält eine Liste von auf Festen gesammelten und in Erfüllung gegangenen Traumgesichten. Mit Hilfe dieser will Artemidor seinem Sohn Übung und Training verschaffen, indem er aufzeigt, was geträumt wurde, und wie die Träume in Erfüllung gegangen sind. Auf die persönlichen Umstände desjenigen, der den Traum träumte und für den er auch in Erfüllung gegangen ist, hat Artemidor aber hier verzichtet, denn „das erste, zweite und besonders das dritte Buch sind voll von solchen Beispielen“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Das Traumbuch: Einleitendes Kapitel, das die historische Person Artemidor von Daldis, die Struktur seines Werkes sowie die methodischen Grundlagen und die Zielsetzung der vorliegenden Untersuchung vorstellt.

1.1 Artemidor von Daldis: Beleuchtung der Lebensumstände des Autors und seiner Einordnung in die antike Literaturtradition der Traumdeutung.

1.2 Das Werk: Analyse des fünf Bücher umfassenden Traumbuchs, seiner Entstehungsgeschichte sowie der inhaltlichen Differenzierung der einzelnen Bände.

1.3 Intention und Information: Untersuchung der Beweggründe und der Wissensquellen des Autors bei der Verfassung seines Werkes.

1.4 Traum und Traumgesicht: Erörterung der antiken Differenzierung zwischen Traumbildern, ihrer Bedeutung und der Einordnung durch Artemidor.

1.5 Die Regeln der Traumdeutung: Darstellung der von Artemidor etablierten Kategorien und methodischen Vorgehensweisen zur Interpretation von Trauminhalten.

1.6 Artemidoros von Daldis und sein Publikum: Analyse der Rezipienten des Werkes und der sozialen Verankerung der Traumdeutung in der antiken Gesellschaft.

1.7 Resumé: Zusammenfassende Bewertung der wissenschaftlichen Leistungen Artemidors und seines Beitrags zum Verständnis der antiken Lebenswelt.

Schlüsselwörter

Artemidor von Daldis, Traumdeutung, Onirocriticon, Antike, Traumgesicht, Mantik, Divination, Traumtheorie, antike Gesellschaft, Symbolik, Traumgeschichte, Wahrsagerei, Lebenswirklichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das berühmte Traumbuch des Artemidor von Daldis aus dem 2. Jahrhundert nach Christus und untersucht es als bedeutendes Zeugnis antiker Mentalität und Traumdeutungslehre.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die wissenschaftliche Systematik der Traumdeutung, die Differenzierung zwischen verschiedenen Traumarten sowie die soziale Funktion und das Publikum des Werkes.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Intention des Autors zu verstehen, seine wissenschaftliche Methodik zu entschlüsseln und zu prüfen, wie das Werk als gesellschaftsgeschichtliche Quelle genutzt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine philologische und historische Analyse des Quellentextes (das Onirocriticon) unter Einbeziehung antiker philosophischer Diskurse und moderner Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der Aufbau des Traumbuchs, die methodischen Regeln zur Traumdeutung, die philosophische Unterscheidung zwischen Traum und Traumgesicht sowie die soziokulturelle Bedeutung des Werkes detailliert ausgeführt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Artemidor, Onirocriticon, antike Mantik, Divination, Traumdeutungssystematik und historische Quellenanalyse.

Wie unterscheidet Artemidor zwischen verschiedenen Traumarten?

Artemidor unterscheidet primär zwischen dem Traumbild (enhypnion) und dem prognostisch relevanten Traumgesicht (oneiros), wobei letzteres durch verschiedene Unterkategorien wie persönliche, öffentliche oder kosmische Traumgesichte weiter differenziert wird.

Welche Bedeutung hatte das Traumbuch für den Sohn Artemidors?

Das vierte Buch fungierte als ein spezielles Lehrbuch für seinen Sohn, das ihm das notwendige methodische Handwerkszeug und wissenschaftliche Grundlagen vermitteln sollte, um sich gegen Kritiker behaupten zu können.

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Details

Title
Das Traumbuch des Artemidoros von Daldis
College
University of Leipzig  (Historisches Seminar)
Course
Ärzte, Naturforscher, Priester und Scharlatane
Author
Magistra Artium Silvia Bielert (Author)
Publication Year
2002
Pages
23
Catalog Number
V5386
ISBN (eBook)
9783638132749
ISBN (Book)
9783656676508
Language
German
Tags
Artemidor Artemidoros Artemidorus Traumdeutung techne Hippokrates
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magistra Artium Silvia Bielert (Author), 2002, Das Traumbuch des Artemidoros von Daldis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5386
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