Nichteheliche Kinder wurden in der Vergangenheit und werden in der Gegenwart häufig schlechter gestellt als eheliche Kinder.
Eine Benachteiligung des nichtehelichen Kindes gegenüber dem ehelichen Kind liegt zum Beispiel auch im derzeitig geltenden Erbrecht des nichtehelichen Kindes vor, das ich in der vorliegenden Arbeit auf kurze und leicht verständliche Art erläutern und veranschaulichen möchte.
Inhaltsverzeichnis
- Vorbemerkung
- Begriff „nichteheliches Kind“
- Geschichtliche Entwicklung des Erbrechts des nichtehelichen Kindes
- Im früheren deutschen und im späten römischen Recht
- Seit der Christianisierung
- Das Preußische Allgemeine Landrecht von 1854
- Normzweck der gegenwärtigen Regelung
- Allgemeine Voraussetzungen des Erbersatzanspruches
- Das Erbrecht des nichtehelichen Kindes im Einzelnen
- Rechtsnatur des Erbersatzanspruches
- Der vorzeitige Erbausgleich
- Kritik am Erbersatzanspruch
- Stellungnahme
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit befasst sich mit dem Erbrecht des nichtehelichen Kindes und beleuchtet dessen historische Entwicklung und die aktuellen rechtlichen Regelungen. Die Arbeit zielt darauf ab, das Erbrecht des nichtehelichen Kindes verständlich darzustellen und seine Besonderheiten im Vergleich zum Erbrecht des ehelichen Kindes herauszuarbeiten.
- Geschichtliche Entwicklung des Erbrechts des nichtehelichen Kindes
- Die rechtliche Stellung des nichtehelichen Kindes im Vergleich zum ehelichen Kind
- Die rechtlichen Grundlagen des Erbersatzanspruchs
- Kritik an der aktuellen Regelung des Erbrechts des nichtehelichen Kindes
- Mögliche Lösungsansätze für eine gerechtere Regelung
Zusammenfassung der Kapitel
- Vorbemerkung: Die Arbeit skizziert die Problematik der Benachteiligung nichtehelicher Kinder im Erbrecht und stellt das Ziel der Arbeit dar.
- Begriff „nichteheliches Kind“: Dieses Kapitel definiert den Begriff „nichteheliches Kind“ anhand der Rechtslage und betrachtet verschiedene Arten der Kinder, die als nichtehelich gelten.
- Geschichtliche Entwicklung des Erbrechts des nichtehelichen Kindes: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung des Erbrechts des nichtehelichen Kindes von den frühen römischen Zeiten bis zum Preußischen Allgemeinen Landrecht von 1854 und beschreibt dabei die unterschiedlichen Behandlungen nichtehelicher Kinder im Vergleich zu ehelichen Kindern.
Schlüsselwörter
Nichteheliches Kind, Erbrecht, Erbersatzanspruch, eheliches Kind, historische Entwicklung, Rechtsgeschichte, Rechtsnatur, Kritik, Stellungnahme, Familienrecht, Rechtsvergleichung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Erbersatzanspruch eines nichtehelichen Kindes?
Es handelt sich um einen schuldrechtlichen Anspruch auf Geldzahlung gegen die Erben, der nichtehelichen Kindern anstelle einer direkten Erbenstellung eingeräumt wurde.
Wie wurden nichteheliche Kinder historisch im Erbrecht behandelt?
Historisch (z.B. im späten römischen Recht oder nach der Christianisierung) waren sie oft gänzlich vom Erbe des Vaters ausgeschlossen oder stark benachteiligt.
Was ist der 'vorzeitige Erbausgleich'?
Nichteheliche Kinder konnten unter bestimmten Bedingungen bereits zu Lebzeiten des Vaters eine Abfindung für ihr künftiges Erbe verlangen.
Warum wird die aktuelle Regelung des Erbersatzanspruchs kritisiert?
Die Kritik richtet sich gegen die fortbestehende Ungleichbehandlung gegenüber ehelichen Kindern, die als vollwertige Miterben in die Erbengemeinschaft eintreten.
Was war der Normzweck der gegenwärtigen Regelung?
Ziel war es, die verfassungsrechtlich geforderte Gleichstellung weitgehend umzusetzen, ohne gewachsene Familienstrukturen der Erben zu stark zu belasten.
Was bedeutet die Rechtsnatur des Erbersatzanspruches?
Er ist kein echtes Erbrecht im Sinne einer Gesamtrechtsnachfolge, sondern ein reiner Geldanspruch gegen den oder die Erben des Vaters.
- Quote paper
- Thomas Gabriel (Author), 1995, Das Erbrecht des nichtehelichen Kindes - der Erbersatzanspruch, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53842