Das Ziel der vorliegenden Bachelorarbeit war es zu bestimmen, inwiefern die Jugendkriminalität in Bezirken, die einen hohen Migrationsanteil aufweisen, auf Dauer verringert werden kann. Außerdem sollte mit dieser Arbeit begründet werden, inwiefern dieses Phänomen der Jugendkriminalität effektiv bekämpft werden kann.
Dies wurde mit damaligen bzw. aktuellen Statistiken unterstützt und anhand von ausgewählten Theorieansätzen bezogen auf Migration und Delinquenz dargelegt. Darüber hinaus wurde die polizeiliche Präventionsarbeit sowie die unterschiedlichen Formen von strafverfolgenden Maßnahmen dargestellt. Das Ergebnis der PKS-Recherche zeigt zum größten Teil einen ausgeprägten Rückgang der Jugendkriminalität in Berlin. Dies zeigt, dass die Maßnahmen sowie die polizeiliche Präventionsarbeit den Rückgang der Delinquenz Jugendlicher beeinflusst. Auf dieser Grundlage ist es empfehlenswert, dass durch die Einwirkung auf die soziale Entwicklung junger Menschen durch die Polizei oder die Gesellschaft eine kriminelle Karriere verhindert werden kann.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 1.1 Thematische Einführung
- 1.2 Aufbau der Arbeit
- 2. Jugendkriminalität
- 2.1 Kriminalität
- 2.2 Kind, Jugendlicher, Heranwachsender
- 2.3 Ausländer
- 2.4 Personen mit Migrationshintergrund
- 2.5 Jugendkriminalität
- 2.5.1 Ursachen der Jugendkriminalität
- 2.5.2 Das Jugendstrafrecht und seine Grundsätze
- 2.5.3 Maßnahmen zur Bewältigung der Jugendkriminalität im Allgemeinen
- 2.6 Aktuelle Entwicklung jugendlicher Tatverdächtiger in Deutschland
- 3. Jugendkriminalität in Berlin
- 3.1 Daten und Fakten
- 3.2 Aktuelle Statistiken (PKS)
- 4. Ausgewählte Theorieansätze bezogen auf Migration und Delinquenz Jugendlicher
- 4.1 Anomietheorie nach Merton
- 4.2 Theorie der differenziellen Assoziation
- 4.3 Soziale Desorganisation
- 5 Strafverfolgende Maßnahmen sowie Polizeiliche Präventionsarbeit
- 5.1 „Operative Gruppe Jugendgewalt“ (OGJ)
- 5.2 Neuköllner Modell
- 5.3 Anti-Gewalt-Veranstaltungen (AGV) und Themenbezogene-Informationsveranstaltungen (TIV)
- 5.4 „Fallschirm“ – Hilfen für straffällige Kinder und Jugendliche
- 6. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Bachelorarbeit untersucht die Frage, inwiefern Jugendkriminalität in Bezirken mit einem hohen Migrationsanteil dauerhaft reduziert werden kann. Die Arbeit analysiert die Ursachen und Entwicklungen der Jugendkriminalität sowie die Wirksamkeit von Präventions- und Strafverfolgungsmaßnahmen. Darüber hinaus werden relevante Theorien zur Beziehung zwischen Migration und Delinquenz beleuchtet.
- Ursachen und Entwicklungen der Jugendkriminalität
- Zusammenhang zwischen Migration und Delinquenz
- Wirksamkeit von Präventions- und Strafverfolgungsmaßnahmen
- Bedeutung sozialer Faktoren für die Entstehung von Jugendkriminalität
- Rolle der Polizei in der Bekämpfung von Jugendkriminalität
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1: Einleitung
Dieses Kapitel liefert eine thematische Einführung in das Thema Jugendkriminalität und erläutert den Aufbau der Arbeit.
Kapitel 2: Jugendkriminalität
Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Kriminalität, Jugendlicher und Ausländer. Es beleuchtet die Ursachen der Jugendkriminalität, die Prinzipien des Jugendstrafrechts und die allgemeinen Maßnahmen zur Bewältigung der Jugendkriminalität. Die aktuelle Entwicklung jugendlicher Tatverdächtiger in Deutschland wird ebenfalls diskutiert.
Kapitel 3: Jugendkriminalität in Berlin
Dieses Kapitel präsentiert Daten und Fakten zur Jugendkriminalität in Berlin und analysiert aktuelle Statistiken (PKS).
Kapitel 4: Ausgewählte Theorieansätze bezogen auf Migration und Delinquenz Jugendlicher
Dieses Kapitel stellt wichtige Theorien zur Beziehung zwischen Migration und Delinquenz vor, wie die Anomietheorie nach Merton, die Theorie der differenziellen Assoziation und die Theorie der sozialen Desorganisation.
Kapitel 5: Strafverfolgende Maßnahmen sowie Polizeiliche Präventionsarbeit
Dieses Kapitel untersucht verschiedene Maßnahmen zur Bekämpfung der Jugendkriminalität, darunter die „Operative Gruppe Jugendgewalt“ (OGJ), das Neuköllner Modell, Anti-Gewalt-Veranstaltungen (AGV) und Themenbezogene-Informationsveranstaltungen (TIV) sowie das Projekt „Fallschirm“.
Schlüsselwörter
Die vorliegenden Arbeit thematisiert Jugendkriminalität, Migration, Delinquenz, Präventionsarbeit, Polizeiliche Maßnahmen, Strafverfolgung, Anomietheorie, Theorie der differenziellen Assoziation, Soziale Desorganisation, Statistik, Jugendstrafrecht und aktuelle Entwicklungen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ziel des „Neuköllner Modells“?
Das Modell zielt auf eine beschleunigte Bestrafung jugendlicher Straftäter ab, um den Zusammenhang zwischen Tat und Konsequenz zu verdeutlichen.
Welche Rolle spielt die Anomietheorie nach Merton bei Jugendkriminalität?
Sie erklärt Delinquenz als Folge der Kluft zwischen gesellschaftlich anerkannten Zielen (z. B. Wohlstand) und den fehlenden legalen Mitteln, diese zu erreichen.
Was ist die „Operative Gruppe Jugendgewalt“ (OGJ)?
Die OGJ ist eine spezialisierte Polizeieinheit in Berlin, die sich auf die Bekämpfung und Prävention von Jugendgewalt in Brennpunkten konzentriert.
Wie hat sich die Jugendkriminalität in Berlin laut PKS entwickelt?
Die polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) zeigt für Berlin zum größten Teil einen Rückgang der Delinquenz bei Jugendlichen, was auf wirksame Präventionsmaßnahmen hindeutet.
Was versteht man unter „Sozialer Desorganisation“?
Diese Theorie besagt, dass Kriminalität in Stadtteilen mit instabilen sozialen Strukturen und geringer nachbarschaftlicher Kontrolle häufiger auftritt.
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- Anonym (Author), 2019, Jugendkriminalität in Stadtbezirken mit hohem Migrationsanteil. Dauerhafte Verringerung mit polizeilicher Präventionsarbeit und strafverfolgenden Maßnahmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/537333