In der heutigen Zeit fordern die sich verändernden Rahmenbedingungen vom einzelnen Arbeitnehmer mehr Flexibilität, mehr Qualität und permanente Lernbereitschaft. Um als Unternehmer die wirtschaftlichen Herausforderungen von heute und morgen gewinnbringend bewältigen zu können, sind motivierte, gut qualifizierte und vor allem gesunde Arbeitnehmer der Schlüssel zum Erfolg. In unserer Gesellschaft nimmt die Gesundheit einen bedeutenden Stellenwert ein. Bereits im Kindesalter wird von den Eltern darauf geachtet, den Weg zu einer gesunden Lebensweise zu ebenen und dabei nur die beste Kita auszuwählen, um die altersgerechte Entwicklung durch pädagogische Fachkräfte zu ermöglichen. Hierbei dreht sich alles um das Wohl des Kindes. Aber wie sieht es mit den Erzieherinnen aus? Orientieren sich die dortigen Gegebenheiten an das Wohlbefinden der Mitarbeiter oder steht der gesundheitliche Aspekt eher im Hintergrund?
Heutzutage sind die zunehmenden Klagen über belastende Arbeitsbedingungen von Seiten der Erzieher/-innen nicht mehr zu überhören. Es setzt sich die Frage durch: „Macht Erziehen krank?“
Um dieser Problemstellung nachzugehen, wird im Rahmen einer Bachelorarbeit im Studiengang Gesundheitswissenschaften anhand einer Kindertagesstätte im Raum Mecklenburg Vorpommern diesbezüglich untersucht. Hierbei liegt der Schwerpunkt in der Auswertung einer Mitarbeiterbefragung, die den derzeitigen Gesundheitszustand, die physischen und psychischen Belastungen sowie die Ressourcen des pädagogischen Personals aufzeigen soll.
Einleitend erfolgt zunächst ein theoretischer Teil, der sich mit den Grundlagen zur Betrieblichen Gesundheitsförderung beschäftigt. Anschließend wird sowohl auf das Berufsbild der Erzieher/innen als auch auf die allgemeinen Belastungsfaktoren näher eingegangen.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der empirischen Studie der ausgewählten Einrichtung, die mittels eines Fragebogens und einem Interview mit der Kita-Leitung zu gesundheitlichen Gegebenheiten geprüft wird. Neben den betrieblichen Rahmendaten wird die Mitarbeiterbefragung ausgewertet, grafisch dargestellt und potentielle Interventionsmaßnahmen vorgeschlagen.
In einem kurzen Resümee werden abschließend die gesundheitliche Situation und der Zusammenhang zwischen dem Wohlbefinden der Mitarbeiter und der Qualität der zu leistenden Arbeit nochmals aufgezeigt und bewertet.
Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- 1. Betriebliche Gesundheitsförderung
- 1.1 Luxemburger Deklaration
- 1.2 Europäisches Netzwerk für BGF
- 1.3 Prinzipien
- 1.4 Nutzen und Vorteile
- 1.5 Rechtliche Grundlagen
- 2. Allgemeines zum Berufsfeld der Erzieher/innen
- 2.1 Das Berufsbild der Erzieher/innen
- 2.2 Belastungen
- 2.2.1 Arbeitsaufgaben und organisatorische Belastungen
- 2.2.2 Arbeitsumwelt und -mittel
- 2.2.3 Körperliche Anforderungen
- 2.2.4 Psychische Belastungen
- 2.3 Methodik der empirischen Studie und Aufstellen der Hypothesen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Bachelorarbeit untersucht die Betriebliche Gesundheitsförderung im Berufsfeld der Erzieher/innen anhand einer empirischen Studie in einer Kindertagesstätte in Mecklenburg-Vorpommern. Ziel ist es, den Gesundheitszustand, die physischen und psychischen Belastungen sowie die Ressourcen des pädagogischen Personals zu analysieren und potentielle Interventionsmaßnahmen zu entwickeln.
- Betriebliche Gesundheitsförderung in der Praxis
- Belastungsfaktoren im Berufsfeld der Erzieher/innen
- Gesundheitszustand und Ressourcen des pädagogischen Personals
- Potentielle Interventionsmaßnahmen zur Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens
- Zusammenhang zwischen Mitarbeiterwohlbefinden und Qualität der pädagogischen Arbeit
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in das Thema Betriebliche Gesundheitsförderung, wobei die Luxemburger Deklaration, das Europäische Netzwerk für BGF sowie die Prinzipien, Nutzen und rechtlichen Grundlagen dieser Thematik beleuchtet werden. Das zweite Kapitel befasst sich mit dem Berufsbild der Erzieher/innen und den Belastungsfaktoren, die im Berufsalltag auftreten. Hierbei werden sowohl organisatorische und arbeitsbedingte Belastungen als auch körperliche und psychische Belastungen analysiert.
Schlüsselwörter
Betriebliche Gesundheitsförderung, Erzieher/innen, Belastungsfaktoren, Arbeitsbedingungen, Gesundheit, Wohlbefinden, Mitarbeiterbefragung, Interventionsmaßnahmen, empirische Studie.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) für Erzieher wichtig?
Erzieher sind hohen physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt. BGF hilft, die Gesundheit zu erhalten, Fehlzeiten zu reduzieren und die Qualität der pädagogischen Arbeit zu sichern.
Was sind typische Belastungen im Erzieherberuf?
Dazu zählen Lärm, ungünstige ergonomische Bedingungen (kleine Möbel), hoher Zeitdruck, organisatorische Mängel und die psychische Verantwortung für das Kindeswohl.
Was ist die Luxemburger Deklaration?
Ein Grundsatzdokument der EU, das BGF als eine Unternehmensstrategie definiert, die Arbeitsorganisation und -umwelt verbessert sowie die aktive Teilnahme der Mitarbeiter fördert.
Wie können Kitas die Gesundheit ihrer Mitarbeiter fördern?
Mögliche Maßnahmen sind ergonomische Anpassungen, Stressmanagement-Seminare, Teamsupervision und die Optimierung von Arbeitsabläufen.
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Mitarbeitergesundheit und Kita-Qualität?
Ja, nur gesunde und motivierte Erzieher können die hohen pädagogischen Anforderungen erfüllen und eine optimale Entwicklung der Kinder gewährleisten.
- Quote paper
- Cathleen Schnell (Author), 2011, Betriebliche Gesundheitsförderung im Berufsfeld der Erzieher/-innen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/535731