Ziel dieser Bachelorarbeit ist es das dialektische Verhältnis von Mensch und Natur bei Karl Marx zu analysieren und auf die gegenwärtige Umweltproblematik anzuwenden.
Am 28 November 2019, einem Tag inmitten der Ausarbeitung dieser Bachelorarbeit findet das Plenum der Vollversammlung der Fridays for Future Bewegung an der Freien Universität statt. Noch vor Beginn des Zusammenkommens der Studierenden, die für ein stärkeres Umweltbewusstsein in Gesellschaft und effektive Klimaschutz-Maßnahmen seitens der Politik demonstrieren, gibt die Pressestelle des Europaparlaments bekannt, dass soeben in Straßburg eine Resolution über den Klimanotstand verabschiedet wurde. Der Klimanotstand ist ausgerufen worden. Schon allein die symbolische Kraft der Resolution reicht aus, um auf die Aktualität der brisanten Frage nach der Umweltproblematik hinzuweisen und ferner aufzuzeigen, dass durch ihre polarisierende Natur die unterschiedlichsten gesellschaftlichen Ebenen in Bewegung gesetzt werden. Wie ein Lauffeuer durchdringt das böse Erwachen über die irreparablen Folgen der langen Ausbeutung unserer Natur die Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Das Verhältnis von Mensch und Natur bei Marx
- Die marxsche Dialektik
- Die Protagonisten Mensch und Natur
- Der Wertbildungsfaktor der Natur – Ein Wissenschaftsstreit
- Die kapitalistische Produktionsweise - Kritik der politischen Ökonomie
- Die Parallelen der ursprünglichen Akkumulation
- Ausbeutung der Arbeit und Ausplünderung der Natur
- Anwendung der marxschen Gedanken auf gegenwärtige Umweltproblematiken
- Negativexempel der Produktionsweise von multinationalen Unternehmen
- Die Opfer der strukturellen Gewalt
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Bachelorarbeit befasst sich mit dem dialektischen Verhältnis zwischen Mensch und Natur bei Karl Marx und dessen Anwendung auf die gegenwärtige Umweltproblematik. Die Arbeit analysiert die marxistische Kritik der kapitalistischen Produktionsweise und ihre Folgen für die Natur. Dabei werden die zentralen Konzepte der marxschen Theorie, wie die Dialektik, die Arbeitswertlehre und die Ausbeutung von Mensch und Natur, erläutert und auf konkrete Beispiele angewandt.
- Die marxistische Dialektik und ihre Bedeutung für das Verständnis des Mensch-Natur-Verhältnisses
- Die Kritik der politischen Ökonomie und die Ausbeutung der Natur im Kapitalismus
- Der Wertbildungsfaktor der Natur in der marxschen Theorie und der wissenschaftliche Streit um dessen Bedeutung
- Die Anwendung der marxschen Gedanken auf die Umweltproblematik der heutigen Zeit
- Die Rolle der strukturellen Gewalt im Kapitalismus und ihre Folgen für Mensch und Natur
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der Bachelorarbeit ein und stellt die Aktualität der Umweltproblematik sowie die Relevanz der marxistischen Analyse für deren Verständnis heraus.
- Das Verhältnis von Mensch und Natur bei Marx: Dieses Kapitel beleuchtet die grundlegende philosophische Perspektive Marx' auf das Verhältnis von Mensch und Natur. Die marxsche Dialektik und der Begriff der Entfremdung werden erläutert.
- Die kapitalistische Produktionsweise - Kritik der politischen Ökonomie: Dieses Kapitel widmet sich der Analyse der kapitalistischen Produktionsweise aus marxistischer Sicht. Die Konzepte der ursprünglichen Akkumulation, der Ausbeutung der Arbeit und der Ausplünderung der Natur werden behandelt.
- Anwendung der marxschen Gedanken auf gegenwärtige Umweltproblematiken: In diesem Kapitel wird die marxistische Kritik der politischen Ökonomie auf konkrete Beispiele der Umweltproblematik in der heutigen Zeit angewandt, wobei der Fokus auf der Rolle multinationaler Unternehmen liegt.
Schlüsselwörter
Die zentralen Schlüsselwörter dieser Bachelorarbeit sind: Marx, Kapitalismus, Umweltproblematik, Dialektik, Arbeitswertlehre, Ausbeutung, Natur, Entfremdung, strukturelle Gewalt, ursprüngliche Akkumulation, multinationale Unternehmen.
Häufig gestellte Fragen
Wie sieht Karl Marx das Verhältnis zwischen Mensch und Natur?
Marx sieht ein dialektisches Verhältnis: Der Mensch ist Teil der Natur, muss sie aber bearbeiten, um zu überleben, was im Kapitalismus zur Entfremdung führt.
Was kritisiert Marx an der kapitalistischen Produktionsweise bezüglich der Umwelt?
Er kritisiert die „Ausplünderung der Natur“, da der Kapitalismus die natürlichen Lebensgrundlagen zerstört, um Profit zu maximieren.
Was versteht man unter „ursprünglicher Akkumulation“?
Es ist der historische Prozess der Trennung der Produzenten von ihren Produktionsmitteln, oft verbunden mit der gewaltsamen Aneignung von Land und Ressourcen.
Wie lässt sich Marx auf den heutigen Klimanotstand anwenden?
Die Arbeit nutzt marxsche Gedanken, um die strukturelle Gewalt multinationaler Unternehmen und deren Rolle bei der Umweltzerstörung zu analysieren.
Was ist der „Wertbildungsfaktor der Natur“?
In der marxschen Theorie gibt es einen Wissenschaftsstreit darüber, inwieweit die Natur selbst Wert schafft oder ob nur menschliche Arbeit wertbildend ist.
Was bedeutet „Entfremdung“ im Kontext der Natur?
Der Mensch verliert den Bezug zu seiner natürlichen Umwelt, wenn diese nur noch als bloße Ware und Ressource für die industrielle Produktion betrachtet wird.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2020, Das dialektische Verhältnis zwischen Mensch und Natur bei Marx, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/535429