Die vorliegende Hausarbeit soll mit Hilfe einer vergleichenden Analyse aufschlüsseln, welche Kriterien Einfluss auf den Bildaufbau von sogenannten Miniaturmalereien in mittelalterlichen Handschriften genommen haben. Dazu werden zwei Beispiele aus der Großen Heidelberger Liederhandschrift (im Folgenden auch: Codex Manesse oder Cod. Pal. germ. 848) genauer untersucht, die exemplarisch für einen möglichen Ansatz dienen sollen. Dabei handelt es sich zum einen um die Miniatur von Kaiser Heinrich VI. und zum anderen um die Miniatur von Walther von der Vogelweide. Methodisch wird zunächst eine Analyse der gesamten Abbildung vorgenommen, welche klären soll, was der Betrachter überhaupt sieht und was abgebildet ist. Anschließend sollen die einzelnen Beobachtungen einem Deutungsversuch unterzogen werden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Maler und ihre Gehilfen
- Bildbeschreibung und Deutung
- Miniatur Kaiser Heinrich VI.
- Miniatur Walther von der Vogelweide
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit untersucht die Kriterien für den Bildaufbau von Miniaturen in mittelalterlichen Handschriften. Sie analysiert zwei Beispiele aus der Großen Heidelberger Liederhandschrift, die Miniatur von Kaiser Heinrich VI. und die Miniatur von Walther von der Vogelweide, um die Gestaltungsprinzipien und Deutungsansätze dieser Darstellungen zu erforschen.
- Analyse der Gestaltungsprinzipien von Miniaturen in mittelalterlichen Handschriften
- Vergleichende Betrachtung der Miniaturen von Kaiser Heinrich VI. und Walther von der Vogelweide
- Interpretation der Bildmotive und deren Bedeutung im Kontext der Zeit
- Rekonstruktion der Entstehungsprozesse und künstlerischen Werkstätten der Heidelberger Liederhandschrift
- Bedeutung der Miniaturen als visuelle Repräsentation von Minnesang und seiner Themen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt den Codex Manesse als bedeutendes Beispiel mittelalterlicher Buchmalerei vor und führt in die Thematik der Hausarbeit ein. Das Kapitel „Die Maler und ihre Gehilfen“ beleuchtet die Entstehung der Miniaturen der Heidelberger Liederhandschrift und identifiziert die beteiligten Künstler und ihre Arbeitsweise. Das Kapitel „Bildbeschreibung und Deutung“ analysiert die Miniaturen von Kaiser Heinrich VI. und Walther von der Vogelweide im Detail, um deren Komposition, Symbole und Bedeutungen zu entschlüsseln.
Schlüsselwörter
Codex Manesse, Große Heidelberger Liederhandschrift, Minnesang, mittelalterliche Buchmalerei, Miniaturen, Kaiser Heinrich VI., Walther von der Vogelweide, Bildaufbau, Gestaltungsprinzipien, Interpretation, kunsthistorische Forschung, Autorenportraits, Wappen, Dichterbilder.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Codex Manesse?
Die Große Heidelberger Liederhandschrift (Codex Manesse) ist die umfangreichste Sammlung mittelhochdeutscher Lyrik und berühmt für ihre prachtvollen Miniaturen.
Welche Kriterien prägen den Bildaufbau mittelalterlicher Miniaturen?
Wichtige Kriterien sind die hierarchische Anordnung der Personen, die Verwendung von Symbolen (Wappen, Attribute) und die Darstellung des sozialen Status der Abgebildeten.
Was zeigt die Miniatur von Kaiser Heinrich VI.?
Sie zeigt den Kaiser in einer herrschaftlichen Pose, die seine Macht und seinen Status als obersten Minnesänger und Regenten visuell repräsentiert.
Wie wird Walther von der Vogelweide im Codex Manesse dargestellt?
Seine Miniatur ist das berühmte Autorenportrait in nachdenklicher Pose ("Ich saß auf einem Steine"), das seine Rolle als reflektierender Dichter betont.
Wer fertigte die Miniaturen in der Heidelberger Liederhandschrift an?
Es waren verschiedene Maler und ihre Gehilfen beteiligt, wobei die Forschung versucht, einzelne "Hände" oder Werkstätten anhand des Stils zu identifizieren.
- Quote paper
- André Gschweng (Author), 2020, Kriterien für den Bildaufbau von Miniaturen in mittelalterlichen Handschriften, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/535359