In den letzten Jahrzehnten hat die rapide Entwicklung und der Einsatz von EDVTechnologien zu umfassenden Veränderungen und damit verbundenen Effizienzsteigerungen in allen Bereichen von Wirtschaft und Verwaltung geführt. Besondere Beachtung der Unternehmensleitungen lag hierbei hauptsächlich auf den Bereichen Marketing und Produktion. Der Bereich Personal wurde eher nachlässig behandelt. Nur der Computer wurde Hilfsmittel in der Lohn- und Gehaltsabrechnung. Mittlerweile hat sich die Situation verändert und der Human-Resources-Bereich hat sich zu einem interessanten Markt mit Wachstumspotential entwickelt. Sogenannte computergestützte Personalinformationssysteme bieten hierbei die Möglichkeit der Erfassung, Speicherung, Verarbeitung, Weitergabe und Ausgabe von Informationen zur Unterstützung personalwirtschaftlicher Aufgaben. Die administrativen Aufgaben beinhalten u.a. die Personalabrechnung, die Bearbeitung von Einstellungen, Versetzungen und Entlassungen. Die dispositiven Aufgaben umfassen beispielsweise das Personalcontrolling, die Personalplanung, die Personalentwicklung, die Nachfolgeplanung und die Entgeltfindung. Eine Zielsetzung dieser Praxisarbeit ist es, innerhalb der dispositiven personalwirtschaftlichen Aufgaben einen Teilbereich der Personalplanung, die Personaleinsatzplanung am Beispiel des Einsatzes von Kraftomnibusfahrern bei der PVM zu untersuchen. Nach Darstellung der Personaleinsatzplanung wird im folgenden Abschnitt die Verbindung zur EDV-Unterstützung gelegt. Dieser Abschnitt gibt eine Darstellung die bei der PVM eingeführten Anwendersoftware wieder. Vorerst jedoch möchte ich einen groben Überblick über die Grundbegriffe des Personalwesens geben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und Zielstellung der Praxisarbeit
2. Grundlagen und Definitionen
2.1. Personalplanung
2.2. Personaleinsatz und Personaleinsatzplanung
2.3. Personalverwaltung
2.4. Personalentlohnung
3. Personaleinsatzplanung am Praxisbeispiel
4. Anwendersoftware Personalwesen
4.1. Grundlagen
5. Vorteile der Einführung der Software und Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Praxisarbeit untersucht den Themenkomplex der Personaleinsatzplanung unter besonderer Berücksichtigung der EDV-gestützten Entgeltabrechnung bei der Personenverkehrsgesellschaft Muldental mbH (PVM), um Effizienzpotenziale in der Personalverwaltung aufzuzeigen.
- Grundlagen und Definitionen der Personalwirtschaft
- Methodik der Personaleinsatzplanung in einem Verkehrsunternehmen
- Rechtliche Rahmenbedingungen und Arbeitszeitvorschriften für Kraftomnibusfahrer
- Einsatz und Nutzen von Anwendersoftware im Personalwesen
- Automatisierung der Lohnabrechnung und Schnittstellen zur Finanzbuchhaltung
Auszug aus dem Buch
3. Personaleinsatzplanung am Praxisbeispiel der PVM Muldental
In unserem Dienstleistungsunternehmen stellt der Faktor Arbeit den höchsten Kostenfaktor dar. Um kostenseitige Wettbewerbsvorteile erschließen zu können, ist der effiziente Einsatz der Ressource Arbeit von großer Bedeutung. Aufgrund zunehmend deregulierter Arbeitsbedingungen gewinnt das Problem der Planung des Personaleinsatzes zusätzlich an Komplexität.
Die Personaleinsatzplanung beschäftigt sich mit zwei zentralen Problemen. Es müssen für die einzelnen Tage eines gegebenen Planungszeitraum eine Menge von Schichten zur Deckung des Personalbedarfs gefunden und im Anschluss für einzelne Mitarbeiter Schichtreihenfolgepläne ermittelt werden. Übliche Ziele bei der Ermittlung von Schichten sind die Minimierung der mit einer Schicht verknüpften Lohnzuschlagssätze beispielsweise für Spätschichten oder Wochenendarbeit unter Gewährleistung eines bestimmten Serviceniveaus.
Bei der Generierung von Schichtreihenfolgen wird im Allgemeinen eine Maximierung der individuellen Präferenzen der Mitarbeiter oder die faire Verteilung unattraktiver Schichten verfolgt. Die Planung muss unter Berücksichtigung gesetzlicher, tariflicher oder vertraglicher Restriktionen erfolgen, die z.B. die Schichtlängen, die Pausenzeiten, Maximallenkzeiten oder die Anzahl und Lage von Arbeitstagen und freien Tagen betreffen.
Ausgangsbasis für die Personaleinsatzplanung bei der Personenverkehrsgesellschaft Muldental mbH sind die erstellten Dienstpläne, d.h. für jede unserer Linienkonzessionen ein Dienstplan. Das sind in unserer Niederlassung in Deuben 32 Dienstpläne. Die restlichen Linienkonzessionen verteilen sich auf die zwei anderen Niederlassungen. Dann müssen die zur Verfügung stehenden Fahrzeuge für die jeweiligen Verkehre ausgewählt und eingeteilt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung und Zielstellung der Praxisarbeit: Dieses Kapitel führt in die Bedeutung des Personalwesens ein und definiert das Ziel, die Personaleinsatzplanung bei der PVM sowie die unterstützende Softwarelösung zu untersuchen.
2. Grundlagen und Definitionen: Hier werden zentrale personalwirtschaftliche Begriffe wie Personalplanung, Personaleinsatz, Personalverwaltung und Personalentlohnung theoretisch fundiert erläutert.
3. Personaleinsatzplanung am Praxisbeispiel: Das Kapitel veranschaulicht die praktische Planung des Fahrpersonals bei der PVM unter Beachtung rechtlicher Lenk- und Ruhezeiten sowie betrieblicher Anforderungen.
4. Anwendersoftware Personalwesen: Diese Sektion beschreibt die Implementierung und Nutzung der Software „Sage Personalwirtschaft“ zur Stammdatenverwaltung und Lohnabrechnung.
5. Vorteile der Einführung der Software und Fazit: Das Kapitel resümiert die Effizienzgewinne durch automatisierte Prozesse und die direkte Schnittstelle zur Finanzbuchhaltung.
Schlüsselwörter
Personaleinsatzplanung, Personalverwaltung, Entgeltabrechnung, Dienstplanung, Personalplanung, Sage Personalwirtschaft, Personalcontrolling, Arbeitszeitvorschriften, Lohnabrechnung, Stammdaten, Personalwirtschaft, Softwareimplementierung, Kraftomnibusfahrer, Automatisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Optimierung personalwirtschaftlicher Prozesse in einem Verkehrsunternehmen durch die Kombination von effizienter Personaleinsatzplanung und moderner Anwendersoftware.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Personalplanung, den rechtlichen Rahmenbedingungen für Fahrpersonal und der praktischen Anwendung von IT-Systemen für die Lohnabrechnung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Analyse der Personaleinsatzplanung bei der PVM sowie die Darstellung der Vorteile, die durch die Einführung einer spezialisierten Software im Personalwesen entstehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Kombination aus theoretischen Definitionen und einer Fallstudie (Praxisbeispiel) bei der Personenverkehrsgesellschaft Muldental mbH.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Personalmanagements und deren konkrete Umsetzung am Beispiel der PVM, inklusive der technischen Handhabung der Software.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Personaleinsatzplanung, Lohnabrechnung, Personalwirtschaft, Dienstplanung und Automatisierung.
Welche Rolle spielt die Software „Sage Personalwirtschaft“ konkret?
Die Software dient der mandantenbezogenen Verwaltung von Personalstammdaten, der automatisierten Nettolohnermittlung und der nahtlosen Übergabe der Buchungsdaten an die Finanzbuchhaltung.
Welche arbeitszeitrechtlichen Aspekte müssen Fahrer bei der PVM beachten?
Die Planung muss strikte Vorgaben zu Höchstlenkzeiten, Ruhepausen, Tages- und Wochenruhezeiten gemäß gesetzlicher Vorschriften und Tarifverträgen einhalten, was durch technische Kontrollgeräte überwacht wird.
- Arbeit zitieren
- Sebastian Regber (Autor:in), 2005, Personaleinsatz(planung) und die Anwendung der neuen Entgeltabrechnungssoftware, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52870