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Analyse der These eines Götterpaares 'Jahwe und Aschera' anhand der Funde von Kuntillet Agrud

Titel: Analyse der These eines Götterpaares 'Jahwe und Aschera' anhand der Funde von Kuntillet Agrud

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2002 , 28 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Tobias Mühlberg (Autor:in)

Theologie - Biblische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage nach einem Götterpaar „Jahwe und Aschera“ in der vorexilischen Religion Israels bzw. Judas.

Bei Ausgrabungen der Universität Tel Aviv wurden 1975/76 spektakuläre Inschriften und Zeichnungen gefunden, welche den Befürwortern einer Götterpaar-These enormen Auftrieb gaben. Die Annahme einer Paredros Jahwes wiederum ist in die aktuelle alttestamentliche Forschung eingebettet, welche vor allem im deutschsprachigen Raum für die Zeit vor dem Exil inzwischen pauschal von einer polytheistischen Religion ausgeht.

Ob diese Annahme tatsächlich gerechtfertigt ist, soll die Diskussion eines wichtigen Teilproblems, die Frage nach einer Gefährtin Jahwes, zeigen. Dazu werden die Funde von Kuntillet Agrud beleuchtet, wobei in einer Dreiteilung erst nach den Zeichnungen, anschließend nach der Bedeutung der Inschriften und als Drittes nach den in den Inschriften enthaltenen theophoren Namen gefragt wird, welche ebenfalls auf interessante Art und Weise Auskunft über den Glauben dieser Zeit geben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bedeutung der Funde von Kuntillet Agrud

3. Aschera und die Zeichnungen von Kuntillet Agrud

3.1. Bildliche Darstellung eines Götterpaares?

3.2. Aschera als Leierspielerin?

3.3. Aschera als stilisierter Baum?

4. „seine Aschera“ - Göttin oder Machtsymbol bzw. Kultobjekt?

4.1. Blick auf die hebräische Grammatik

4.2. Blick auf den Kontext

4.3. Aschera als Kultobjekt

5. Aschera und die theophoren Namen von Kuntillet Agrud

5.1. Untersuchung der theophoren Personennamen durch J. H. Tigay

5.2. Theophore Personennamen bezüglich der Göttin Aschera

5.3. Die theophoren Personennamen von Kuntillet Agrud

6. Zusammenfassung

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die These eines Götterpaares bestehend aus Jahwe und Aschera in der vorexilischen Religion Israels und Judas. Ziel ist es, kritisch zu hinterfragen, ob die archäologischen Inschriften und Zeichnungen aus Kuntillet Agrud tatsächlich als Beleg für eine göttliche Gefährtin an der Seite Jahwes dienen können, oder ob diese Funde anders zu interpretieren sind.

  • Analyse der Bes-Gestalten und ihrer Deutung als Götterpaar.
  • Untersuchung der Leierspielerin und ihrer Identifikation mit einer Göttin.
  • Interpretation des Motivs der Capriden am Lotusbaum.
  • Sprachwissenschaftliche Analyse des hebräischen Terminus „seine Aschera“.
  • Statistische Auswertung theophorer Personennamen im vorexilischen Israel.

Auszug aus dem Buch

3.1. Bildliche Darstellung eines Götterpaares?

Das bereits angeführte Zitat von E. Gerstenberger: „Die Tonscherben oder Tonkrüge, [...] enthielten übrigens auch Zeichnungen verschiedener Art, darunter zwei menschliche Gestalten, die man wohl als Jahwe und seine Gefährtin ansprechen muss.“18 bezieht sich auf folgende Abbildung auf Pithos A:19

Durch den Kopfschmuck der linken Gestalt verläuft eine Inschrift, in der von „Jahwe ... und seiner Aschera“ gesprochen wird. 20 Außerdem ist die rechte Gestalt mit zwei kreisförmigen Brüsten versehen. Aus diesen Gründen könnte der schnelle Schluss gezogen werden, dass mit diesen Zeichnungen das Götterpaar Jahwe und Aschera abgebildet worden ist.21

Die zwei gezeichneten Gestalten lassen sich jedoch auf Grund ihrer ikonographischen Merkmale (Kopfschmuck, groteskes, löwenartiges Fratzengesicht mit abstehenden Ohren, Bart oder Kragen, auf die Hüften gestemmte Arme, krumme und kurze Beine, Schwanz) kombiniert mit frontaler Darstellung als Bes-Gestalten identifizieren. 22

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die wissenschaftliche Diskussion um ein mögliches Götterpaar Jahwe und Aschera ein und stellt die Relevanz der Funde von Kuntillet Agrud für die Forschung dar.

2. Bedeutung der Funde von Kuntillet Agrud: Dieses Kapitel erörtert die historische und räumliche Einordnung der Funde und warnt vor einer Überbewertung ugaritischer Parallelen für die Religion der Königszeit.

3. Aschera und die Zeichnungen von Kuntillet Agrud: Hier wird die ikonographische Deutung der Zeichnungen, insbesondere der Bes-Gestalten, der Leierspielerin und des Baummotivs, kritisch geprüft und die Identifikation als Götterpaar hinterfragt.

4. „seine Aschera“ - Göttin oder Machtsymbol bzw. Kultobjekt?: Dieses Kapitel analysiert die grammatikalische Struktur des Ausdrucks „seine Aschera“ und den Kontext der Inschriften, um die These eines Kultobjekts zu stützen.

5. Aschera und die theophoren Namen von Kuntillet Agrud: Durch eine statistische Auswertung der theophoren Personennamen wird untersucht, ob sich die Annahme einer Göttin Aschera in der Namensgebung der Bevölkerung widerspiegelt.

6. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass die Funde keine Göttin an der Seite Jahwes belegen und die These eines Götterpaares wissenschaftlich nicht haltbar ist.

7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Jahwe, Aschera, Kuntillet Agrud, Götterpaar, vorexilische Religion, Bes-Gestalten, Paredros, Kultobjekt, hebräische Inschriften, theophore Personennamen, archäologische Ausgrabungen, Segensmittlerin, Monotheismus, Polytheismus, Ikonographie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der in der alttestamentlichen Forschung debattierten These, ob es in der vorexilischen Religion Israels und Judas ein Götterpaar bestehend aus Jahwe und der Göttin Aschera gab.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentral sind die Analyse archäologischer Funde aus Kuntillet Agrud, ikonographische Deutungen von Zeichnungen auf Pithoi sowie die sprachliche Untersuchung hebräischer Inschriften und theophorer Personennamen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Hypothese eines Götterpaares kritisch auf Basis der Funde von Kuntillet Agrud zu prüfen und zu bewerten, ob diese als Beleg für eine göttliche Gefährtin Jahwes dienen können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es wird eine interdisziplinäre Methode angewandt, die archäologische Fundauswertung mit grammatikalischen Analysen hebräischer Texte und statistischen Untersuchungen von Personennamen verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine ikonographische Analyse der Zeichnungen, eine Untersuchung der hebräischen Grammatik in Bezug auf die Inschriften sowie eine empirische Auswertung theophorer Personennamen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Jahwe-Aschera-These, Kuntillet Agrud, vorexilische Religion, Bes-Gestalten und Paredros charakterisiert.

Warum ist die Identifikation der Bes-Figuren als Götterpaar problematisch?

Die Figuren weisen ikonographische Merkmale von ägyptischen Bes-Dämonen auf, und es gibt keine sonstigen Belege für eine Verbindung zwischen Jahwe und Bes-Figuren in Palästina.

Welches Ergebnis liefern die theophoren Personennamen bezüglich der Aschera-These?

Die Auswertung zeigt, dass unter den zahlreichen theophoren Namen aus der vorexilischen Zeit kein einziger den Namen Ascheras enthält, was der These eines Götterpaares massiv widerspricht.

Welche Bedeutung kommt dem Begriff „seine Aschera“ nach Ansicht des Autors zu?

Der Autor argumentiert, dass „seine Aschera“ kein Eigenname einer Göttin ist, sondern ein Kultsymbol, das als eine von Jahwe untergeordnete, segensvermittelnde Wirkgröße zu verstehen ist.

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Details

Titel
Analyse der These eines Götterpaares 'Jahwe und Aschera' anhand der Funde von Kuntillet Agrud
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Institut für evangelische Theologie)
Note
1,0
Autor
Tobias Mühlberg (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
28
Katalognummer
V52771
ISBN (eBook)
9783638483933
ISBN (Buch)
9783656175247
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jahwe Aschera Eine Analyse These Götterpaares Jahwe Aschera Hand Funde Kuntillet Agrud
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tobias Mühlberg (Autor:in), 2002, Analyse der These eines Götterpaares 'Jahwe und Aschera' anhand der Funde von Kuntillet Agrud, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52771
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  28  Seiten
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