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Das Konzept des lebenslangen Lernens und seine Bedeutung für die berufliche Weiterbildung

Title: Das Konzept des lebenslangen Lernens und seine Bedeutung für die berufliche Weiterbildung

Term Paper (Advanced seminar) , 2000 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dipl.-Soz. Susanne Dera (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Die Gesellschaft ist ständigem Wandel unterworfen, was dauernde Anpassung und Weiterentwicklung nötig macht. Aufgrund der fortschreitenden Globalisierung, der beschleunigten Technikentwicklung und den neuen Kommunikationsmedien ist man gezwungen, sein Alltags- und Fachwissen immer wieder zu erweitern und zu vertiefen. Eine Berufsausbildung genügt nicht mehr, sondern Flexibilität und Mobilität sind gewünscht. Aus diesem Grund entwickelte sich das Schlagwort „Lebenslanges Lernen“ zu einem zentralen Konzept der beruflichen Weiterbildung. Wir leben heute nicht nur in einer Wissensgesellschaft, sondern vielmehr in einer Lern- bzw. Bildungsgesellschaft. Die Lernbiographie endet nicht mehr mit dem Abschluss einer Berufsausbildung, sondern ist schon allein aufgrund der veränderten Berufslandschaft zu einem lebenslangen Prinzip geworden. Anpassungsmechanismen sind nötig, damit der Mensch weiterhin mit der veränderten Umwelt umgehen kann. Gerade der beruflichen Weiterbildung kommt in diesem Zusammenhang ein besonderer Stellenwert zu, da auch die Veränderungsprozesse in der sich wandelnden Arbeitswelt immer schneller von statten gehen.

Das vorliegende Werk untersucht, inwieweit die Weiterbildungslandschaft das Konzept des Lebenslangen Lernens aufgegriffen hat und in welcher Weise es tatsächlich umgesetzt wird. Um dies beurteilen zu können, wird zunächst das Prinzip des Lebenslangen Lernens und dessen Elemente in ihren Entstehungsprozessen näher beleuchtet. Anschließend wird auf die berufliche Weiterbildung und verschiedentliche wichtige Rahmendaten
wie bspw. Funktionen, Kosten, Nutzen und Teilnahme eingegangen, anhand welcher
die oben formulierte Fragestellung überprüft werden soll. Abschließend werden aktuelle
Probleme der beruflichen Weiterbildung dargestellt und in einer Schlußbetrachtung das Ergebnis
und die gewonnenen Informationen nochmals kurz dargestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Konzept des Lebenslangen Lernens

2.1. Entwicklungshintergründe und Definition

2.2. Maximalistischer und minimalistischer Ansatz des Konzepts Lebenslanges Lernen

2.3. Zentrale Arten des Lernens für das Konzept des Lebenslangen Lernens

2.4. Generelle Kritik am Konzept des Lebenslangen Lernens

2.5. Zentrale Fragestellung

3. Berufliche Weiterbildung

3.1. Arbeitsdefinition berufliche Weiterbildung

3.2. Anforderungen an berufliche Weiterbildung

3.3. Funktionen der beruflichen Weiterbildung

3.4. Eckdaten der beruflichen Weiterbildung

3.5. Nutzen der beruflichen Weiterbildung

4. Umsetzung des Prinzips des Lebenslangen Lernens in der beruflichen Weiterbildung

5. Aktuelle Probleme der beruflichen Weiterbildung

6. Schlußbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit das Konzept des Lebenslangen Lernens in die Weiterbildungslandschaft aufgenommen wurde und wie dessen praktische Umsetzung im deutschen Kontext erfolgt. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der beruflichen Weiterbildung, um Defizite und Anwendungsgrenzen dieses Prinzips aufzuzeigen.

  • Grundlagen und Definition des Konzepts Lebenslanges Lernen
  • Differenzierung zwischen maximalistischen und minimalistischen Ansätzen
  • Analyse der Funktionen und des Nutzens beruflicher Weiterbildung
  • Untersuchung von Rahmendaten und Teilnahmequoten
  • Kritische Reflexion der Umsetzung sowie aktueller Probleme

Auszug aus dem Buch

2.2. Maximalistischer und minimalistischer Ansatz des Konzepts Lebenslanges Lernen

Nach Günther Dohmen und anderen Autoren läßt sich das Konzept des Lebenslangen Lernens in zwei Arten unterscheiden. Zunächst ist der maximalistische Ansatz des Konzepts zu nennen. Dieser Ansatz wurde zunächst vom Club of Rome im Jahr 1979 in Zusammenhang mit Überlegungen zur Zukunft des menschlichen Lernens eingeführt. Lebenslanges Lernen wird hier zur Schlüsselfrage der menschlichen Existenz stilisiert. Die sich verändernden Herausforderungen, die sich den Menschen stellen, treffen auf nur unzureichend entwickelte Problemlösungskompetenzen und gefährden somit die Zukunft. Die bestehende Kluft kann nur durch innovatives Lernen und Antizipation geschlossen werden. Innovatives Lernen wird dabei verstanden als „Prozeß der informationsverarbeitenden Vorbereitung auf neue Situationen und Herausforderungen“. Diese innovativen Lernprozesse können zu Antworten führen und vollziehen sich weitgehend in direkten der Gegenüberstellung mit der veränderten Umwelt.

„Die Entwicklung der Menschheit hängt [demzufolge] von antizipatorisch-innovativen Lernprozessen ab, die im Blick auf die am Horizont sichtbar werdenden Zukunftsentwicklungen und Gefahren immer wieder neue Möglichkeiten finden, um die humanen Grundbedürfnisse (...) angemessen zu befriedigen.“ Dazu ist es notwendig, eine umfassende Weiterbildungslandschaft zu schaffen, die über ein entsprechendes Lehrangebot verfügt, das auch über die alleinige berufliche Weiterbildung hinausgeht. So wird Lernen an anderer Stelle auch definiert als „Verhaltensänderung auf Grund von Erfahrungen (..) während des gesamten Lebensablaufs“. Der Fokus liegt demnach nicht allein auf der beruflichen Weiterbildung, sondern die ganzheitliche Weiterentwicklung des Menschen muß im Mittelpunkt der Diskussion stehen.

Ein weiters Element der maximalistischen Konzeption des lebenslangen Lernens ist die Wertorientierung. Diese ist ein wichtiger Baustein eines auf humane Zukunftsgestaltung und –sicherung bezogenen Lernens. Lernen darf in diesem Zusammenhang nicht allein auf Erkennen und Wissen abstellen, sondern hat über dies hinaus die Aufgabe, verantwortungsbewußtes Auswählen, Interpretationen und Richtungsentscheidungen hervorzubringen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert den gesellschaftlichen Wandel und die damit verbundene Notwendigkeit, sich durch lebenslanges Lernen an neue Anforderungen anzupassen.

2. Das Konzept des Lebenslangen Lernens: Dieses Kapitel erläutert die Entstehungsgeschichte, Definitionen sowie die theoretischen Ansätze (maximalistisch vs. minimalistisch) des lebenslangen Lernens.

3. Berufliche Weiterbildung: Hier werden Definitionen, Funktionen, relevante Rahmendaten und der Nutzen beruflicher Weiterbildung in den Kontext des lebenslangen Lernens eingeordnet.

4. Umsetzung des Prinzips des Lebenslangen Lernens in der beruflichen Weiterbildung: Das Kapitel reflektiert, inwieweit das Prinzip des lebenslangen Lernens in der Praxis der beruflichen Weiterbildung tatsächlich umgesetzt wurde.

5. Aktuelle Probleme der beruflichen Weiterbildung: Hier werden Herausforderungen wie soziale Ungleichheit, mangelnde Transparenz des Weiterbildungsmarktes und begrenzte berufliche Eingliederungschancen nach Weiterbildungsmaßnahmen diskutiert.

6. Schlußbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Einschätzung über die Bedeutung und Realität des lebenslangen Lernens in der aktuellen Weiterbildungslandschaft.

Schlüsselwörter

Lebenslanges Lernen, berufliche Weiterbildung, Bildungsgesellschaft, Wissensgesellschaft, Anpassungsfortbildung, Aufstiegsfortbildung, informelles Lernen, Qualifikation, Weiterbildungsbeteiligung, soziale Ungleichheit, maximalistischer Ansatz, minimalistischer Ansatz, Humankapital, Weiterbildungsplanung, Kompetenzentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept des Lebenslangen Lernens und analysiert dessen spezifische Bedeutung und praktische Umsetzung innerhalb der beruflichen Weiterbildung in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Abgrenzung von Lernkonzepten, die Definition und Funktion beruflicher Weiterbildung sowie die Analyse von Teilnahmequoten und Finanzierungsaspekten im Hinblick auf soziale Disparitäten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel der Arbeit ist es, das Ausmaß der tatsächlichen Anwendung des Prinzips des Lebenslangen Lernens aufzuzeigen und dabei auftretende Defizite sowie Grenzen der Umsetzung kritisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse basiert und bestehende Statistiken und Forschungsberichte zur Weiterbildungssituation interpretiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst das Konzept des Lebenslangen Lernens und seine theoretischen Ausprägungen diskutiert, gefolgt von einer detaillierten Analyse der beruflichen Weiterbildung anhand von Aufgaben, Funktionen, Eckdaten und Nutzenargumenten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Lebenslanges Lernen, berufliche Weiterbildung, Qualifizierung, Kompetenzentwicklung und die soziale Selektivität von Bildungsangeboten.

Warum wird zwischen einem maximalistischen und minimalistischen Ansatz unterschieden?

Die Unterscheidung verdeutlicht die Kluft zwischen einem umfassenden, gesellschaftlichen Bildungsanspruch (maximalistisch) und der in der Praxis vorherrschenden Fokussierung auf bloße Anpassungsfortbildungen (minimalistisch).

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin zur Umsetzung des Konzepts?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass das Prinzip zwar Eingang in die Weiterbildung gefunden hat und aktiv gelebt wird, jedoch noch nicht zur gesellschaftlichen Leitidee avanciert ist und oft instrumentell zur reinen Anpassung genutzt wird.

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Details

Title
Das Konzept des lebenslangen Lernens und seine Bedeutung für die berufliche Weiterbildung
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Soziologie)
Course
Theorien für die Weiterbildung
Grade
1,0
Author
Dipl.-Soz. Susanne Dera (Author)
Publication Year
2000
Pages
23
Catalog Number
V52249
ISBN (eBook)
9783638480093
ISBN (Book)
9783638680356
Language
German
Tags
Konzept Lernens Bedeutung Weiterbildung Theorien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Soz. Susanne Dera (Author), 2000, Das Konzept des lebenslangen Lernens und seine Bedeutung für die berufliche Weiterbildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52249
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