Der Fokus dieser Arbeit liegt auf der Messung von Marktrisiken mithilfe der Extremwerttheorie. Dabei stellt sich die Forschungsfrage: Welche Bedeutung kommt der Extremwerttheorie als mathematisches Werkzeug zur Ermittlung von Marktrisiken im Risikomanagement zu?
Die immer stärker werdenden Unsicherheiten auf den Märkten und das vermehrte Auftreten von extremen Ereignissen in den letzten Jahren hat die Kritik an den bestehenden Methoden, wie dem Value at Risk, zur Ermittlung seltener Ereignisse immer mehr in den Fokus gerückt. Die Finanzbranche befindet sich im Umbruch und bisherige Systeme greifen augenscheinlich nicht mehr richtig, was Forscher und Risikomanager dazu veranlasst hat, sich auf die Suche nach besser geeigneten Methoden zur Bestimmung von Extremereignissen zu begeben. Die Extremwerttheorie soll genau hierzu im Stande sein. Sie liefert die Grundlagen, die notwendig sind, um besagte Ereignisse zu modellieren und extreme Risikomaße zu berechnen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Grundlagen
- Definition der Begriffe Risiko und Risikomanagement
- Die einzelnen Bestandteile des finanziellen Risikomanagements
- Definition Marktrisiken, was sind Marktrisiken und welche gibt es?
- Währungsrisiken
- Güterpreis- bzw. Warenpositionsrisiken
- Zinsänderungsrisiken
- Aktienkursrisiken
- Die Messung von Risiken
- Definition der klassischen Extremwerttheorie
- Messung von Marktrisiken mithilfe der Extremwerttheorie
- Extremwerttheorie in der Praxis – vom WM-Halbfinale bis hin zum Risikomanagement
- Einsatz der Extremwerttheorie im Risikomanagement
- Wahl des richtigen Ansatzes
- Kritische Würdigung der Messung von Marktrisiken mithilfe der Extremwerttheorie
- Vorteile der Extremwerttheorie
- Nachteile der Extremwerttheorie
- Chancen und Risiken
- Grenzen der Extremwerttheorie / Limitations of the Extreme-Value-Theory
- Würdigung anhand eines Anwendungsbeispiels
- Fazit und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit widmet sich der kritischen Würdigung der Messung von Marktrisiken mithilfe der Extremwerttheorie. Sie analysiert die Bedeutung der Theorie als mathematisches Werkzeug zur Ermittlung von Marktrisiken im Risikomanagement.
- Definition und Erklärung von Risiko und Risikomanagement
- Vorstellung und Analyse verschiedener Marktrisiken
- Erläuterung der klassischen Extremwerttheorie, der POT-Methode und des Value at Risk
- Bewertung der Vor- und Nachteile sowie der Limitationen der Extremwerttheorie
- Anwendung der Theorie anhand eines Praxisbeispiels
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik ein und beleuchtet die Relevanz der Extremwerttheorie im Kontext von Marktrisiken. Das Kapitel "Grundlagen" definiert wichtige Begriffe wie Risiko, Risikomanagement und Marktrisiken und erläutert die Funktionsweise des finanziellen Risikomanagements. Die klassische Extremwerttheorie, die POT-Methode und der Value at Risk werden im Detail vorgestellt und deren Anwendung zur Messung von Marktrisiken erklärt.
Das Kapitel "Kritische Würdigung" analysiert die Vor- und Nachteile der Extremwerttheorie und beleuchtet deren Limitationen und Risiken. Die Theorie wird anhand eines Praxisbeispiels aus dem Finanzsektor untersucht und im Vergleich zu anderen Methoden bewertet.
Das Fazit fasst die wichtigsten Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Relevanz der Extremwerttheorie im Risikomanagement.
Schlüsselwörter
Marktrisiken, Extremwerttheorie, Risikomanagement, Value at Risk (VaR), POT-Methode, Block-Maxima-Methode (BMM), Generalised Extreme Value Distribution (GEV), Generalised Pareto Distribution (GPD), Maximum Domain of Attraction (MDA), Fat Tails, Stress-Test-Umgebung, Financial Risk Management
- Quote paper
- Erika Wießner (Author), 2020, Messung von Marktrisiken mithilfe der Extremwerttheorie. Eine kritische Würdigung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/520365