Motorisch-funktioneller Behandlungsbericht, der sich insbesondere an angehende Ergotherapeut/-innen, aber auch an Krankenschwestern oder auch pflegende Angehörige richtet.
Allgemeine Beschreibung des Krankheitsbildes "Schlaganfall" mit Erscheinungsbild, Entstehungsmechanismen, Ursachen, Symptomen, Folgen und Therapiemöglichkeiten am Fallbeispiel einer 84-jährigen Patientin Frau H., mit Zustand nach Apoplex mit linksseitiger Hemiparese.
Ausführliche Beschreibung der ergotherapeutischen Diagnostik, Zielsetzung und Therapieplanung, Behandlungsziele, Aufzeichnung des therapeutischen Weges, Behandlungsverlauf mit Bewertung und Vorschlägen für das weitere therapeutische Vorgehen.
Zur Autorin:
Ida Krämer ist Ergotherapeutin, Kranken- und Kinderkrankenschwester und arbeitet seit 1998 als Gruppenleiterin in einer Werkstatt für psychisch kranke Menschen und ist in der praktischen Ausbildung von Ergotherapie - Schülern tätig.
Seit 2006 leitet sie die Kreativwerkstatt der BruderhausDiakonie in Reutlingen.
Inhaltsverzeichnis
1. Allgemeine Beschreibung des Krankheitsbildes
1.1 Kurze Erklärung
1.2 Ursachen
1.3 Erscheinungsbild
1.4 Eventuelle Folgeerscheinungen
1.5 Allgemeine therapeutische Intervention
2. Beschäftigungstherapeutische Behandlungsmöglichkeiten
3. Allgemeine Daten des Patienten
3.1 Diagnose
3.2 Soziale Anamnese
3.3 Medizinische Anamnese
4. Ergotherapeutischer Befund und Problemstellung
4.1.1 Ersteindruck
4.1.2 Motorischer Befund
4.1.3 Sensibilitätsbefund
4.1.4 Neuropsychologischer und kognitiver Befund
4.1.5 Psychischer Befund / Auffälligkeiten
4.1.6 Selbsthilfestatus / Hilfsmittel
4.2 Ergotherapeutische Problemstellung
5. Zielsetzung und therapeutischer Weg
5.1.1 Behandlungsziele und Begründung (=Fernziele)
5.1.2 Nahziele mit Begründung
5.1.3 Mittelfristige Ziele mit Begründung
5.2 Aufzeichnung des Therapeutischen Weges
5.3 Behandlungsverlauf mit Bewertung
5.4 Vorschläge für weiteres therapeutisches Vorgehen
6. Sichtstundenplanung
6.1 Zielsetzung mit Begründung
6.2 Durchführung mit Begründung
6.2.1 Verfahren
6.2.2 Grundhaltung
6.2.3 Sozialform
6.2.4 Medien
6.2.5 Arbeitsplatzgestaltung
6.3 Geplanter Verlauf der Sichtstunde mit Zeiteinteilung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit dokumentiert den motorisch-funktionellen Behandlungsprozess einer 84-jährigen Patientin mit linksseitiger Hemiparese nach einem Schlaganfall. Ziel ist es, ergotherapeutische Maßnahmen zur Förderung der Selbständigkeit im Alltag sowie zur Kompensation neurologischer Defizite darzulegen.
- Ergotherapeutische Diagnostik bei Apoplexie
- Anwendung des Bobath-Konzepts in der Praxis
- Förderung der Selbständigkeit im ADL-Bereich
- Neuropsychologisches Training und Sensibilitätsschulung
- Behandlungsplanung und -evaluation
Auszug aus dem Buch
4.1.2 Motorischer Befund
Frau H.’s Haltung im Sitzen ist durch die Hemiparese asymmetrisch. Die Rumpfmuskeln auf der paretischen Seite sind durch die Spastik verkürzt, das Schulterblatt auf der gleichen Seite retrahiert und in depressionsstellung, der linke Fuß innenrotiert, der linke Arm im Schultergelenk adduziert, die Hand hängt herunter.
Beim Aufstehen aus dem Rollstuhl benötigt Frau H. Hilfestellung, das nach dem Bobath Konzept erfolgt. Der Transfer aus dem Rollstuhl auf den Stuhl erfolgt über die betroffene Seite, der Rücktransfer über die nichtbetroffene Seite. (Auf ausdrücklichen Wunsch von Frau H, da sie die letzten 2 1/2 Jahre immer so umgesetzt wurde)
Im Stand, was nur kurze Zeit möglich ist, wird hauptsächlich das rechte Bein belastet, das jedoch wegen einer Gonarthrose ebenfalls nicht voll funktionsfähig ist. (Wird durch die KG behandelt). Das paretische Bein ist leicht innenrotiert, in Hüfte und Kniegelenk etwas gebeugt. Der linke Arm hängt schlaff herunter, spastisches Muster der Hand.(= Humeroulnargelenk etwas flexiert, Pronation des Unterarmes, der Daumen ist adduziert und von den übrigen Fingern umschlossen.)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Allgemeine Beschreibung des Krankheitsbildes: Erläutert die medizinischen Grundlagen des Schlaganfalls, seine Ursachen, Erscheinungsformen und allgemeinen Interventionsmöglichkeiten.
2. Beschäftigungstherapeutische Behandlungsmöglichkeiten: Beschreibt den ergotherapeutischen Ansatz bei Hemiplegie, insbesondere unter Berücksichtigung des Bobath-Konzepts und der frühen Mobilisation.
3. Allgemeine Daten des Patienten: Detaillierte Fallvorstellung einer 84-jährigen Patientin inklusive ihrer Lebensgeschichte sowie ihrer medizinischen und sozialen Anamnese.
4. Ergotherapeutischer Befund und Problemstellung: Umfassende Analyse der motorischen, sensorischen und kognitiven Fähigkeiten sowie der Selbsthilfekompetenz der Patientin.
5. Zielsetzung und therapeutischer Weg: Definition von Fern-, Nah- und mittelfristigen Zielen sowie Dokumentation des tatsächlichen Behandlungsverlaufs.
6. Sichtstundenplanung: Konkreter Entwurf für eine therapeutische Einheit, inklusive methodischer Vorgehensweise und zeitlichem Ablauf.
Schlüsselwörter
Schlaganfall, Apoplex, Hemiparese, Ergotherapie, Bobath-Konzept, motorische Rehabilitation, Sensibilitätstraining, ADL-Training, Neuropsychologie, Gangschule, Kontrakturprophylaxe, Selbständigkeit, Hemiplegie, motorisch-funktionell, Altersmedizin.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit stellt einen motorisch-funktionellen Behandlungsbericht einer Schlaganfallpatientin dar, der insbesondere für Fachkräfte und pflegende Angehörige konzipiert wurde.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die ergotherapeutische Befunderhebung, die Umsetzung spezifischer Lagerungs- und Mobilisationskonzepte sowie die ADL-Förderung bei Hemiparese.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Wiederherstellung bzw. Erhaltung größtmöglicher Selbständigkeit der Patientin bei alltäglichen Tätigkeiten durch zielgerichtete ergotherapeutische Maßnahmen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein kompetenzzentrierter Ansatz gewählt, wobei therapeutische Interventionen wie das Bobath-Konzept und spezielle Sensibilitätstrainings zum Einsatz kommen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Befunderhebung, die Definition therapeutischer Ziele sowie eine chronologische Auflistung des Behandlungsverlaufs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Apoplex, Ergotherapie, Hemiparese, motorische Rehabilitation und Selbständigkeit definiert.
Wie geht die Ergotherapie mit der spastischen Symptomatik um?
Die Therapie nutzt das Bobath-Konzept, um pathologische Muster abzubauen und den Muskeltonus zu normalisieren, unterstützt durch manuelle Techniken und cutane Stimulation.
Welche Rolle spielt die Anamnese bei Frau H.?
Die Anamnese ist entscheidend, da sie neben dem Schlaganfall auch weitere Komorbiditäten wie KHK oder Gonarthrose berücksichtigt, die den Therapieplan maßgeblich beeinflussen.
- Quote paper
- Ida Krämer (Author), 2002, Der Schlaganfall. Ursachen, Symptome und Therapie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5193