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Ausländische Direktinvestition und Globalisierung in Lateinamerika am Beispiel Argentiniens und Brasiliens

Title: Ausländische Direktinvestition und Globalisierung in Lateinamerika am Beispiel Argentiniens und Brasiliens

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 33 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Iris Gasch (Author)

Economics - International Economic Relations
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Im Zuge der Internationalisierung der Produktion und der Globalisierung der Wirtschaft haben die ausländischen Direktinvestitionen v.a. seit den 80er Jahren weltweit immer stärker an Bedeutung gewonnen. Seitdem die ausländischen Direktinvestitionen 1997 erstmals den Wert von 400 Mrd. US-Dollar überschritten haben, sind sie zu einem wesentlichen Maßstab der Globalisierung geworden.
Nach der sogenannten década perdida der lateinamerikanischen Volkswirtschaften in den 80er Jahren, gelang es vielen Ländern Lateinamerikas während der 90er Jahren mit der Abkehr von Staatsinterventionismus und Importsubstitution und der zunehmenden Liberalisierung der Außenwirtschaft ihre wirtschaftliche Lage zu stabilisieren. Durch diese tiefgreifenden wirtschaftspolitischen Reformen gelang es den lateinamerikanischen Ländern, ihre Attraktivität für ausländische Anleger zu verbessern, deren Interesse sich wieder stärker nach Asien verlagert hatte. Vor allem Argentinien und Brasilien gewannen zunehmende Bedeutung als Anlageländer und entwickelten sich während der 90er Jahre zu den Hauptempfängerländern der gesamten Region Lateinamerikas.
Seit dem Jahre 2001 zeichnet sich mit dem Konjunktureinbruch in den USA ein weltweiter Rückgang der ausländischen Direktinvestitionszuflüsse ab. Bedingt durch die nationalen Krisen in Brasilien, Argentinien und Venezuela traf der Rückgang der Direktinvestitionen die Länder Lateinamerikas im besonderen Maße.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es zu untersuchenden, in wieweit der drastische Rückgang der ausländischen Direktinvestitionszuflüsse in Argentinien und Brasilien das Ergebnis eines weltweiten Abwärtstrend ist bzw. in welchem Maße die nationalen und intraregionalen Bedingungen zu der Abnahme der Direktinvestitionen beigetragen haben. Im Vordergrund der Untersuchung steht die Entwicklung der ausländischen Direktinvestitionen seit Anfang der 90er Jahre in beiden Ländern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Ausländische Direktinvestitionen – Begriffsbestimmung

III. Ausländische Direktinvestitionen in den MERCOSUR- Ländern Brasilien und Argentinien

1. Globalisierung in Lateinamerika

2. Allgemeine Entwicklung der Direktinvestitionen in Lateinamerika

3. Argentinien

4. Brasilien

IV. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Ausmaß und die Gründe für den drastischen Rückgang ausländischer Direktinvestitionszuflüsse in Argentinien und Brasilien seit Beginn der 90er Jahre, wobei insbesondere die Frage im Vordergrund steht, ob es sich dabei um einen weltweiten Abwärtstrend handelt oder nationale bzw. intraregionale Bedingungen maßgeblich zur Abnahme beigetragen haben.

  • Entwicklung ausländischer Direktinvestitionen (ADI) in Lateinamerika
  • Einfluss der Globalisierung auf Investitionsentscheidungen
  • Analyse der wirtschaftlichen Krisen in Argentinien und Brasilien
  • Rolle des MERCOSUR als Investitionsstandort
  • Strategiewechsel multinationaler Unternehmen (marktorientiert vs. effizienzorientiert)

Auszug aus dem Buch

II. Ausländische Direktinvestitionen – Begriffsbestimmung

„Direktinvestitionen sind internationale Kapitaltransfers im Rahmen einer unternehmerischen Tätigkeit im Ausland, d.h. Investitionen in Unternehmen in einem anderen Land als dem Heimatland des Investors.“2

Ziel der Direktinvestition ist es, unmittelbaren Einfluss und Kontrolle auf die Geschäftstätigkeit des betreffenden Unternehmens im Ausland auszuüben. Darüber hinaus dienen Direktinvestitionen - als langfristige Kapitaltransfers mit einer Bindungsdauer von über einem Jahr - dem Zweck, dauerhafte Wirtschaftsverbindungen zu schaffen.

Diese beiden Kriterien, die Schaffung langfristiger Wirtschaftsverbindungen und die unmittelbare Einflussnahme, werden auch in der Terminologie des Internationalen Währungsfonds genannt: „The Fund’s Balance of Payments Manual defines foreign direct investment as investment made to acquire a lasting interest in a foreign enterprise with the purpose of having an effective voice in its management.“3

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Internationalisierung der Produktion ein und definiert das Ziel der Arbeit, den Rückgang der Direktinvestitionen in Argentinien und Brasilien zu analysieren.

II. Ausländische Direktinvestitionen – Begriffsbestimmung: Hier werden Direktinvestitionen definiert und von Portfolioinvestitionen abgegrenzt, zudem wird das eklektische Paradigma nach Dunning zur Erklärung von Internationalisierungsentscheidungen erläutert.

III. Ausländische Direktinvestitionen in den MERCOSUR- Ländern Brasilien und Argentinien: Dieses Hauptkapitel untersucht die Auswirkungen der Globalisierung auf Lateinamerika sowie die spezifische Entwicklung und die Krisenereignisse in den Ländern Argentinien und Brasilien.

IV. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Privatisierungen und die Marktliberalisierung zunächst Investitionen förderten, während spätere nationale Krisen zu einer strategischen Neuausrichtung hin zu mehr Exportorientierung führten.

Schlüsselwörter

Ausländische Direktinvestitionen, ADI, Lateinamerika, Globalisierung, Argentinien, Brasilien, MERCOSUR, Privatisierung, Kapitaltransfer, Marktorientierung, Effizienzorientierung, Wirtschaftskrise, Investitionsklima, Exportorientierung, Währungsstabilität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Dynamik und die drastischen Rückgänge ausländischer Direktinvestitionen in den lateinamerikanischen Hauptempfängerländern Argentinien und Brasilien seit den 90er Jahren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Globalisierungsprozesse, die wirtschaftspolitischen Reformen der 90er Jahre, die Auswirkungen der regionalen MERCOSUR-Integration sowie die Analyse der nationalen Finanz- und Wirtschaftskrisen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, inwiefern der Investitionsrückgang ein globaler Trend ist oder durch spezifische nationale und intraregionale Bedingungen in Argentinien und Brasilien verursacht wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Methode unter Verwendung von Wirtschaftsstatistiken, ökonomischen Theorien wie dem eklektischen Paradigma und Fachliteratur zur Regionalwissenschaft Lateinamerika.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die Analyse des Globalisierungskontextes in Lateinamerika sowie detaillierte Länderkapitel zu den Investitionsverläufen in Argentinien und Brasilien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind ausländische Direktinvestitionen (ADI), Lateinamerika, Globalisierung, MERCOSUR, Marktorientierung und Investitionsrisiko.

Welche Rolle spielt das eklektische Paradigma nach Dunning?

Es dient als theoretischer Rahmen, um zu erklären, warum Unternehmen Direktinvestitionen gegenüber anderen Formen wie Lizenzen oder Exporten bevorzugen, basierend auf Ownership-, Internalization- und Localization-Vorteilen.

Wie veränderten sich die Strategien der Unternehmen nach der Argentinienkrise?

Die Unternehmen wandelten ihre Strategien von einer rein marktorientierten Produktion für den Binnenmarkt hin zu einer stärker effizienz- und exportorientierten Ausrichtung, um Kosten zu senken und Zugang zu außerregionalen Märkten zu erhalten.

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Details

Title
Ausländische Direktinvestition und Globalisierung in Lateinamerika am Beispiel Argentiniens und Brasiliens
College
University of Cologne  (Staatswissenschaftliches Seminar)
Course
Sommersemster 2004
Grade
1,3
Author
Iris Gasch (Author)
Publication Year
2004
Pages
33
Catalog Number
V51833
ISBN (eBook)
9783638476973
ISBN (Book)
9783656812333
Language
German
Tags
Ausländische Direktinvestition Globalisierung Lateinamerika Beispiel Argentiniens Brasiliens Sommersemster
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Iris Gasch (Author), 2004, Ausländische Direktinvestition und Globalisierung in Lateinamerika am Beispiel Argentiniens und Brasiliens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51833
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