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Zusammengesetzte Nomen (Komposita)

Titel: Zusammengesetzte Nomen (Komposita)

Unterrichtsentwurf , 2005 , 12 Seiten

Autor:in: Tanja Vorderstemann (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Lerngruppenbeschreibung

In der Klasse sind 23 Kinder aus 8 verschiedenen Ländern, wovon 10 Mädchen und 13 Jungen sind. Die meisten Kinder wachsen zweisprachig auf, was sich in einigen Fällen in den deutsch-sprachigen Fähigkeiten widerspiegelt. Die Kinder können meine Arbeitsanweisungen verstehen. Es zeigt sich jedoch, dass einige Kinder der Klasse visuelle Unterstützungen benötigen, um die Anweisungen zu verstehen, und sich häufig an anderen Kindern orientieren. So weit es mir möglich ist, kümmere ich mich um A. und B. besonders und biete ihnen häufiger meine Unterstützung an. Sollte es sich jedoch um einfache Hilfestellungen handeln, verweise ich sie an ihre MitschülerInnen.

Das Sozialverhalten der Kinder untereinander hat sich sehr verbessert. Die Kinder nehmen zunehmend Rücksicht aufeinander und halten sich größtenteils an die vereinbarten Regeln. Die Kinder arbeiten gern in Gruppen zusammen und helfen schwächeren Kindern. Dennoch kommt es sehr häufig zu Konflikten im Unterricht und auch in den Pausen. Daher nehme ich mir auch während des Unterrichts Zeit, diese Konflikte gemeinsam mit den betroffenen Kindern zu klären, und verweise immer wieder auf unsere gemeinsam vereinbarten Klassenregeln: langsam, leise, friedlich, freundlich.

C. und D. sind sehr eng befreundet, können jedoch nicht ohne Konflikte miteinander arbeiten. Wir haben daher die Regel getroffen, dass sie im Sitzkreis und am Tisch nicht nebeneinander sitzen und sich möglichst unterschiedliche Arbeitspartner aussuchen. An diese Vereinbarung halten sich die beiden meistens, und es kam in der letzten Zeit zu weniger Konflikten während des Unterrichts. Dennoch muss ich beide Jungen hin und wieder an diese Absprache erinnern.

Speziell ein Kind ist besonders leicht ablenkbar und neigt dazu, andere in ihrer Arbeit zu stören. Sollte keine Ruhe und Konzentration finden, kann er sich an seinen persönlichen "Platz der Ruhe" setzen, um sich dort leichter konzentrieren zu können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. LERNGRUPPENBESCHREIBUNG

1.1 Lernvoraussetzungen

2. SACHANALYSE

3. DIDAKTISCHE ÜBERLEGUNGEN

4. METHODISCHE ÜBERLEGUNGEN

5. VERLAUFSSKIZZE

6.. LITERATUR

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Unterrichtsvorbereitung zielt darauf ab, Grundschulkindern die Funktion und Bedeutung zusammengesetzter Nomen (Komposita) als Mittel zur Wortschatzerweiterung und präziseren Ausdrucksweise näherzubringen. Die zentrale Forschungsfrage bzw. didaktische Leitlinie ist, wie Schüler durch handelndes Lernen und problemorientierte Ansätze ein Bewusstsein für die Bildung und korrekte Schreibung dieser Wörter entwickeln können.

  • Grundlagen der Wortbildung und Komposition
  • Didaktische Reduktion für den Deutschunterricht
  • Förderung des Sprachbewusstseins durch handelndes Lernen
  • Integration von Sprachförderung und Rechtschreibkompetenz

Auszug aus dem Buch

2. Sachanalyse

Unter einem Kompositum versteht man in der Sprachwissenschaft ein Wort, das aus mehreren eigenständig gültigen Teilwörtern besteht. Es bezeichnet die Bildung eines neuen Wortes durch die Verbindung von zwei oder mehreren Wortstämmen zu einer Einheit.

Die Komposition ist ein Mittel der Wortbildung. Im Gegensatz zur Derivation werden dabei "lexikalische Morpheme (oder Morphemfolgen mit einem lexikalischen Morphem als Kern), die auch frei vorkommen können, zu einem neuen Wort kombiniert." Ein solches Wort nennt man Kompositum oder zusammengesetztes Wort. Die Ausgangsbestandteile werden mit einem Bindestrich oder durch Zusammenschreibung miteinander verbunden.

Es können alle Wortarten kombiniert werden. Den größten Beitrag zur Gesamtheit der Wortbildungen leisten die Zusammensetzungen, darunter vor allem die Nominalkomposition, der rund zwei Drittel des Wortschatzes zu verdanken sind (größtenteils Substantivkomposita). Bei einer Zusammensetzung ist immer der letzte Teil maßgebend für die grammatischen Merkmale der gesamten Zusammensetzung (Bsp.: Wortartenzugehörigkeit). Bei zusammengesetzten Nomen bestimmt immer "das am weitesten rechts stehende Wortteil, das so genannte Grundwort, das Genus der Zusammensetzung: der Garten + das Tor -> das Gartentor.

Der erste Teil einer Zusammensetzung bestimmt in der Regel den zweiten Teil näher und wird daher Bestimmungswort genannt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. LERNGRUPPENBESCHREIBUNG: Analyse der Klassenzusammensetzung mit Fokus auf Sprachhintergründe, Sozialverhalten und individuelle Förderbedarfe.

1.1 Lernvoraussetzungen: Darstellung des aktuellen Wissensstandes der Kinder zur Wortart Nomen und erste Erfahrungen mit dem Sprachrhythmus.

2. SACHANALYSE: Definition und linguistische Einordnung von Komposita, ihrer Bildungsweisen sowie der Unterscheidung in verschiedene Typen.

3. DIDAKTISCHE ÜBERLEGUNGEN: Begründung der Themenwahl für die Unterrichtsstunde und Erläuterung der didaktischen Reduktion zur Vermeidung von Überforderung.

4. METHODISCHE ÜBERLEGUNGEN: Erläuterung der methodischen Schritte von der Hinführung über die Erarbeitung bis zur Vertiefungsphase unter Berücksichtigung verschiedener Lerntypen.

5. VERLAUFSSKIZZE: Tabellarische Übersicht des zeitlichen Ablaufs der Unterrichtsstunde inklusive Sozialformen und Medieneinsatz.

6.. LITERATUR: Verzeichnis der verwendeten fachwissenschaftlichen Quellen und didaktischen Hilfsmittel.

Schlüsselwörter

Deutschunterricht, zusammengesetzte Nomen, Kompositum, Wortbildung, Sprachbewusstsein, Grundschule, Didaktik, Rechtschreibung, Grundwort, Bestimmungswort, Sprachförderung, Nominalkomposition, Unterrichtsvorbereitung, Lernvoraussetzungen, Wortschatz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit ist eine detaillierte Unterrichtsvorbereitung für das Fach Deutsch in einer Grundschulklasse mit dem Ziel, das Verständnis für zusammengesetzte Nomen zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die linguistische Analyse von Komposita, didaktische Überlegungen zur Vermittlung dieser Strukturen sowie die methodische Planung einer Unterrichtseinheit.

Was ist das primäre Ziel der Stunde?

Die Kinder sollen sich der Funktion und Bedeutungsweise von zusammengesetzten Nomen bewusst werden und diese im Rahmen einer Wortschatzerweiterung korrekt anwenden lernen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine fachdidaktische Planung, die auf sprachwissenschaftlichen Grundlagen der Morphologie (Komposition) basiert und diese in ein schulpraktisches Konzept für die Grundschule übersetzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Lerngruppenanalyse, eine fachliche Sachanalyse, didaktische Begründungen und eine konkrete methodische Verlaufsskizze der Unterrichtsstunde.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Kompositum, Wortbildung, Sprachbewusstsein, Didaktik und Grundwort.

Warum wird eine didaktische Reduktion vorgenommen?

Um die Schüler nicht zu überfordern, werden nur Substantiv-Komposita ohne Fugenzeichen verwendet, da das Ziel der Stunde primär ein Sprachgefühl für das Zusammensetzen von Wörtern ist.

Welche Rolle spielt die Lerngruppenbeschreibung für die Planung?

Sie ist essentiell, da sie auf die kulturelle Vielfalt und unterschiedliche Sprachkenntnisse der Kinder eingeht und begründet, warum visuelle Unterstützungen für den Lernerfolg notwendig sind.

Wie wird das Interesse der Schüler im Abschluss geweckt?

Durch ein wettbewerbsorientiertes Spiel, bei dem Gruppen versuchen, möglichst viele zusammengesetzte Nomen zu einem vorgegebenen Grundwort zu finden, wird spielerisches Lernen ermöglicht.

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Details

Titel
Zusammengesetzte Nomen (Komposita)
Hochschule
Studienseminar für Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschulen Frankfurt  (AFL GHRF)
Autor
Tanja Vorderstemann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
12
Katalognummer
V51616
ISBN (eBook)
9783638475389
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zusammengesetzte Nomen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tanja Vorderstemann (Autor:in), 2005, Zusammengesetzte Nomen (Komposita), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51616
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Leseprobe aus  12  Seiten
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